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Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Lothar Bluhm, Markus Schiefer Ferrari, Christoph Zuschlag (Ed.)

"Ich wandle unter Blumen / Und blühe selber mit", page 1 - 6

Zur Kultur- und Sozialgeschichte des Gartens

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4086-7, ISBN online: 978-3-8288-6951-6, https://doi.org/10.5771/9783828869516-1

Series: LBKS - Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte, vol. 1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte Band 1 „Ich wandle unter Blumen / Und blühe selber mit“ Zur Kultur- und Sozialgeschichte des Gartens Herausgegeben von Lothar Bluhm, Markus Schiefer Ferrari & Christoph Zuschlag Tectum Verlag Die Schriftenreihe Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte wird vom Dekanat Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Koblenz- Landau herausgegeben. Als aktuell verantwortlicher Reihenherausgeber fungiert der Dekan Professor Dr. Lothar Bluhm. Band 1: „Ich wandle unter Blumen / Und blühe selber mit“. Zur Kulturund Sozialgeschichte des Gartens. Herausgegeben von Lothar Bluhm, Markus Schiefer Ferrari & Christoph Zuschlag © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 eISBN: 978-3-8288-6951-6 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4086-7 im Tectum Verlag erschienen. ISSN: 2569-507X Umschlagabbildung: shutterstock.com © Alla Relian Titelzitat: Aus Heinrich Heine, Neuer Frühling, 1830 Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Inhalt Einleitung 7 Jürgen Raab Hortus Sociologicus. Prolegomena zur soziologischen Ästhetik des Gartens 13 Karin Finsterbusch Der Garten in Eden. Anmerkungen zur zweiten Schöpfungserzählung der Hebräischen Bibel 33 Markus Schiefer Ferrari „Leben in Fülle“. Gartensymbolik im Johannesevangelium 53 Christoph Zuschlag „Il faut cultiver notre jardin“. Die Gärten der Künstler 81 Ina Mittelstädt Der Landschaftsgarten zwischen Vision, Vergnügen und Repräsentation 99 Achim Hofer Musik in Gärten – Gärten in der Musik. Versuch über „Gartenmusik“ 119 Lothar Bluhm „Und der Garten ist voller Leut’“. Gartenszenen in der deutschen Literatur 149 Kathrin Heintz „Die Anlage, die wir jetzt zu unserem Dasein gemacht haben, ist von guter Art.“ Gartendarstellungen bei Goethe und Tieck 173 Björn Hayer Poesien des Übergangs. Evokation, Transformation und Variation: Gartenmotivik bei Rainer Maria Rilke, Stefan George und Hermann Hesse 199 Walter Kühn „Hier b in i ch !!! / vollkommen fehl am Platze“ – Verrückte Gärten bei Peter Rühmkorf. Von den frühen Essays bis zu den späten Gedichten 219 Gabriela Scherer Komm in den illustrierten Park und lies und schau und lass dich bilden 245 Bettina Reichmann „Hat Gott tatsächlich Erdbeeren erschaffen?“ Religiöses Lernen im Erfahrungsraum (Schul-)Garten 273 Tina Stolt Der Garten ist nicht genug … Aktuelle künstlerische Erscheinungsformen 297 Georg Albert Garten, gärtnern, Gardening. Sprachliche und kulturelle Differenzierungen 315 Die Beiträger 339

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Zusammenfassung

Im ersten Band der Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte steht die Kultur- und Sozialgeschichte des Gartens im Fokus. Aus dem Blickwinkel der Literatur-, Kultur-, Sprach-, Kunst- und Musikwissenschaft, der Theologie sowie der Sozialwissenschaften werden Zugänge zum Themenfeld Garten entwickelt und in ihrer Breite und Buntheit vorgestellt. Schaut man auf die Kultur- und Sozialgeschichte, so tritt uns der Mensch in vielfältiger Weise als ein gartenmachendes Wesen entgegen, als homo hortensis. Wir finden dies in den traditionsbildenden Erzählungen der jüdisch-christlichen Welt wie in der Geschichte der Literaturen, der bildenden Kunst und der Musik. Wir entdecken es in älteren Repräsentationsanlagen wie in der weiteren Sozial- und Kulturwelt einer jüngeren Gartenkultur. Der Garten ist ein Ort der Öffentlichkeit wie der Heimlichkeit, er erscheint als Erfahrungsraum, als Ort der Liebesbegegnung und der Besinnung, aber auch der Täuschung und des Betrugs. Er ist ein beinahe unerschöpfliches Reservoir der Symbolbildung wie der sprachlichen und kulturellen Differenzierung. In der realen wie symbolischen Präsenz des Gartens kommt der Erfahrungs- und Handlungsraum der jeweiligen politischen, wirtschaftlichen, sozialstrukturellen und kommunikativen Ordnung in augenfälliger Weise zum Tragen.

Die Landauer Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte dokumentieren die Ergebnisse der regelmäßig stattfindenden Ringvorlesungen der Universität Koblenz-Landau. Die öffentliche Vortragsreihe wird als fester Bestandteil der universitären Veranstaltungskultur vom Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften am Standort Landau organisiert und widmet sich interdisziplinären Fragestellungen aus dem jeweiligen Blickwinkel der vortragenden Disziplinen. Auf diese Weise wird ein Forum für den aktiven wissenschaftlichen Austausch zwischen den Neuphilologien (Germanistik, Romanistik, Anglistik), der Kunst- und der Musikwissenschaft, der evangelischen und katholischen Theologie, der Soziologie, der Politikwissenschaft sowie der Wirtschaftswissenschaft ermöglicht und befördert.