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23. Cesare Borgia – Tod oder Weiterleben eines Schreckensherrschers? in:

Johann Ulrich Schlegel

Feuersignale der Menschheit, page 257 - 264

Wie das Beispiel zum Lehrmeister der Geschichte wird

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4078-2, ISBN online: 978-3-8288-6927-1, https://doi.org/10.5771/9783828869271-257

Tectum, Baden-Baden
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Cesare Borgia – Tod oder Weiterleben eines Schreckensherrschers? Vor über 500 Jahren, am 12. März 1507, starb Cesare Borgia, der be‐ rühmte Sohn von Papst Alexander VI., im Krieg in Spanien. Cesare Borgia starb früh, mit 31 Jahren, aber er war schon damals weltberühmt und für seine Zeitgenossen zur Legende geworden. Mit 16 Jahren zum Bischof geweiht, mit achtzehn Jahren Kardinal, durchraste er als Teenager bereits eine Laufbahn, wozu sonst ein halbes Jahrhundert nicht reicht. Der Einwand, das sei allein die Machenschaft seines skrupel‐ losen Vaters, wenn auch des Heilgen Vaters, greift nur halb. Jene Zeit war schlecht für Heilige. Der Blüte von Kunst und Bildung standen Sittenzer‐ fall, Rechtlosigkeit und Chaos gegenüber. Der Papst sah sich gezwungen, das Kardinalskollegium zu bewegen, seinen Sohn von den geistlichen Würden zu entbinden. Nicht die heiligen Bücher waren gefragt. Das Schwert wurde gebraucht. In diesem Kampf war der junge Mann nun ebenfalls derart erfolgreich, dass der zeitlose Klassiker der heutigen Poli‐ tikwissenschaft, Niccolo Machiavelli, Cesare Borgia in seinem berühmten Buch „Der Fürst“ nicht nur ein Denkmal setzte, sondern auch eine Bei‐ spielfunktion zuwies. Ich sehe ganz Italien in Feuer und Flammen Johann Wolfgang Goethe lässt in seinem Schauspiel „Götz von Berli‐ chingen“ diesen sagen: „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Miche‐ langelo, Raffael und Leonardo da Vinci ist es vergönnt, ihre grossarti‐ gen Werke in dieser Zeit zu schaffen. Die Stadtrepubliken und Fürstentümer waren reich geworden. Handwerk und Handel, Kunst und Bildung eilten von Höhepunkt zu Höhepunkt. Aber gleichzeitig war Italien bis zum äussersten verderbt. Früher gütige und vortreffliche Herrschaften wie jene des Herzogs und 23. 257 der Herzogin von Urbino endeten in Niederlagen, Flucht, Zerstörung oder Tod. Aggressive Nachbarstädte und Nachbarherrscher und frem‐ de Eindringlinge wie französische, spanische und schweizerische Mili‐ tärhorden überrannten oder besiegten sie. Wenig kriegsbewusst, dem Militärischen eher abgeneigt, übertrugen diese Kleinstaaten die Aufga‐ ben der Verteidigung landesfremden Söldnern, die von einem Condot‐ tiere geführt wurden. Die Condottieri waren private Kriegsunterneh‐ mer. Krieg oder das, was wir heute Verteidigung und gar Friedensmis‐ sion nennen, betrieben diese Condottieri als Geschäft. Von Recht, auch dem allerbilligsten oder einem letzten Rest Kriegsrecht, blieb kaum eine Spur übrig. Ähnlich wie heute im Irak, in Afghanistan und überhaupt in der arabischen Welt, wenn Amerikaner Handstreiche, militärische Säuberungsaufgaben und Sicherungsaufträge an private Kriegsfirmen abtreten, begann auch damals Willkür zu herrschen. Die Söldner dienten demjenigen, der am besten bezahlte. So lag bald einmal auch die gesamte staatliche Macht nicht mehr beim Staat, sondern bei diesen privaten, neuen und tatsächlichen Machtträgern, die sich in der Folge auch zu den neuen Herren, Fürsten und Herr‐ schern aufschwangen. „Ich sehe ganz Italien in Feuer und Flammen,“ schrieb verzweifelt der italienische Schriftsteller Boiardo Graf von Scandiano. Rom, Sodom und Gomorrha der Renaissance Rom war zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert ein Mittelpunkt von Gelehrten und Schurken, Diplomaten und Spionen, Millionären und Habenichtsen, Glücksjägern, Priestern und Berufsmördern. Es ist auch die Zeit, als Martin Luther um die Weihnachtszeit 1510 in Rom ankam und sich unglaublich klein vorkam angesichts der gewaltigen Paläste, die einem kleinen, armen Mönchlein aus Deutschland, das er damals noch war, gänzlich versperrt waren. Auch den Papst, damals den mächtigen Julius II., bekam er nicht zu sehen, befand sich dieser doch bis ins hohe Alter ständig auf Kriegszügen. Die Päpste mussten uner‐ müdlich für ihre Familie kämpfen, deren Mitglieder Fürstentümer, Herzogtümer oder auch ein Königreich beanspruchten. 23. Cesare Borgia – Tod oder Weiterleben eines Schreckensherrschers? 258 Hinzu kommt die tiefe sexuelle Amoralität in Rom, das von den Zeitgenossen als Bordell verschrien wurde. Was Luther und seine Leu‐ te noch mehr störte, waren die andauernden Kriegszüge. Aber was sollte der Papst anderes tun? Als Pontifex Maximus ist er auch der Rechtsnachfolger der römischen Kaiser. Das Leben in Rom, das sich einst um die Cäsaren gedreht hatte, konzentrierte sich nun auch um den Führer der Kirche und seinen Hof im Vatikan. Die Fragen sexuel‐ ler Sittlichkeit gewinnen erst im Gefolge der Französischen Revolution jene Bedeutung, die wir heute in der Politik oder im Bildungsbürger‐ tum feststellen. Man rümpfte zwar die Nase über das schamlose Trei‐ ben mancher Päpste oder spottete über sie, aber man verurteilte sie nicht. Die zwei mächtigsten und gefürchtetsten Männer um 1500: Der Papst und sein Sohn Papst Alexander VI. liess seinem Sohn Cesare Borgia eine ausgezeich‐ nete Erziehung zukommen. Cesare ging aus der anerkannten Verbin‐ dung des päpstlichen Vaters mit der Mutter, Vanozza de Cattanei, her‐ vor. Auch wenn diese Verbindung in jedem Fall damals wie heute ge‐ gen die Rechtsnorm des Zölibats verstösst, so hatte dieser Verstoss doch niemals den Stellenwert, der ihm heute zukäme. Ein damaliger hoher Amtsinhaber, ob nun Bischof oder Papst war nicht nur mächti‐ ger als diese einschlägige Norm des Kirchenrechts, er war beispielswei‐ se auch mächtiger als heutige allmächtige Lästerer der Zunft des boule‐ vardisierten Journalismus. Der junge Cesare Borgia wurde sorgfältig im Sinne des damals an‐ gesehensten Pädagogen, Baldassare Graf Castiglione, erzogen und aus‐ gebildet. Der Papstsohn selbst brachte die besten Voraussetzungen mit: er sah blendend aus, war intelligent, geistreich und von vollendeten Ma‐ nieren. Für einen vornehmen und gut erzogenen Mann der damaligen Zeit gehörte, unabhängig von seinem weltlichen oder geistlichen Status, dass er auch die Talente der Ritterlichkeit beherrschte und zu kämpfen verstand. Das Schwert Cesare Borgias ziert der Wahlspruch: Ein Cäsar oder gar niemand! Und jetzt also stand Italien in Flammen. Das direk‐ Die zwei mächtigsten und gefürchtetsten Männer um 1500: Der Papst und sein Sohn 259 te Herrschaftsgebiet des Papstes, der Kirchenstaat selbst, war Schau‐ platz ständiger Ausschreitungen und Gewalttaten. In Rom bekämpften sich mächtige Familienclans. Aber die Stadt war auch für Leib und Le‐ ben des einfachen Bürgers ein höchst unsicheres Pflaster. Die Päpste selbst lebten in lebenslanger Lebensgefahr. Giftanschläge, Überfälle, Fallenstellungen waren an der Tagesordnung. In dieser Situation zeigte der junge Borgia seine andere Berufung: Er wurde einer der erfolg‐ reichsten Condottieri Italiens. Und hier war er allen anderen um eine wichtige Dimension voraus: Er kämpfte nicht nur um Sold, er kämpfte unmittelbar für sich und seine päpstliche Familie. In den Laienstand zurückversetzt, beginnt Cesare Borgia also abermals eine genauso atemberaubende Karriere wie zuvor als geistli‐ cher Würdenträger. Nur ist diese Karriere viel echter und zweifellos viel anspruchsvoller. Allein, sie wird auch zur Karriere eines Gewalt‐ menschen, der Furcht und Schrecken verbreitet. Wiederum durchläuft Cesare Borgia eine ausgezeichnete Ausbildung. Frankreich wird zur Militärschule Cesare Borgias. Seine Instruktoren waren schweizerische und französische Heerführer. Noch vor dem Heiligen Jahr, 1500, kehr‐ te er aus Frankreich zurück und führte seinen ersten Feldzug in der Romagna. Er befriedet die Herrschaften von Imola und Forli. Dann gelingt dem frisch erprobten Feldherrn Schlag auf Schlag. Unermüd‐ lich schliesst Cesare Borgia Bündnisse, ordnet Herrschaftsstrukturen und überwacht die getroffenen Vereinbarungen. Da gerät der Feldherr plötzlich in schwere Gefahr. Ein Teil seiner Unterführer zettelt eine Verschwörung an. Die Lage ist kritisch. Der Condottiere ist von tödlichen Feinden umringt. Da gelingt ihm das Gespräch mit ihnen. Die Kontrahenten schliessen einen Friedensvertrag. Hierauf lockt Cesare Borgia die Ex- Rebellen in eine Falle. Keiner hat überlebt. Elegante Diplomatie, zielge‐ richtete Falschheit und erbarmungslose Vernichtung seiner unzuver‐ lässigen Truppenführer lassen selbst die abgehärtetsten Beobachter der Zeit wie Niccolo Machiavelli erstarren. 1502 bringt es Borgia auf ein Dutzend Staaten, deren Herrscher er stürzt und deren Regierungen er übernimmt. Da folgt das Jahr 1503. Es ist das Annus horribilis der Borgias, der Anfang von ihrem Ende. Alexander und Cesare sind zum Diner eines Kardinals in dessen Landhaus. Kurz nach ihrer Rückkehr erkranken 23. Cesare Borgia – Tod oder Weiterleben eines Schreckensherrschers? 260 Vater und Sohn schwer. Beide ringen mit dem Tod. Am 13. Tag stirbt der Papst. Schwer gezeichnet, aber dank seiner Jugendlichkeit robuster, überlebt der Sohn. Vorerst scheint sich das Glück, wenn auch den Umständen ent‐ sprechend, nochmals den Borgias zuzuwenden. Der neue Papst, Pius III., ist ein Parteigänger der Borgias. Allein, auch er ist sogleich schwer krank. Nach nicht einmal einem Monat Regierungszeit stirbt auch er. Der Wind hatte gedreht. Die Fortuna, das Glück der Borgias, wen‐ dete sich endgültig anderen, neuen Kräften zu. Der neue und mächtige Papst, Julius II., war klug genug, rechtzeitig auf diese neuen politischen Kräfte zu setzen. Die Waagschale hatte sich zu Gunsten der Borgia- Gegner geneigt. Noch war Cesare Borgia Bannerträger und Generalkapitän der weltumspannenden Katholischen Kirche. Da erteilte Julius II. seinem Generalissimus den Befehl, alle Soldaten zu entlassen. Jeglichen Schut‐ zes entblösst, war Cesare Borgia verloren. Nur siebzig letzte, ihm treu ergebene Elitekämpfer konnten ihn vor dem mörderischen Mob der Gegner schützen und mit letzter Anstrengung bis zum Vatikan durch‐ bringen. Jetzt erhielt die gewaltige Festung der Engelsburg ihre Bedeu‐ tung und Bewährungsprobe. Der Papst gewährte dem abgesetzten Feldherrn hier Asyl, um das herum der Mob des mächtigen Familien‐ clans der Orsini in ohnmächtiger Wut wie ein Rudel knurrender Blut‐ hunde schlich. Der Rest ist schnell erzählt. Die Kurie verfrachtete Cesare Borgia zur politischen Abrechnung dorthin, wo die Borgias herkamen, nach Spanien. Und so wartete Cesare Borgia in seinem Verliess in Spanien auf das ewig gleiche Ritual des politischen Schauprozesses, der nur ge‐ mäss dem jeweiligen Rechtssystem variantenreich differiert. Die abso‐ lute Vermeidung einer Siegerjustiz hat denn auch noch nie funktio‐ niert. Aber der entmachtete Feldherr kämpfte wie vorher als freier Mann auf dem Schlachtfeld auch als Gefangener im Kerker. Und als Gefangener gibt es meist als vorrangiges Rezept nur jenes der Flucht. Sie gelang. Sodann brauchte der König von Navarra genau einen Con‐ dottiere wie Cesare Borgia, um gegen seine Feinde zu bestehen. Dank‐ bar nahm er den Flüchtling auf. Anderntags schon war Cesare Borgia wieder der grosse Feldherr, wenn auch in kleinerem Umfeld. Aber das Glück hatte ihn verlassen. Er hatte in Italien grosse Heere befehligt Die zwei mächtigsten und gefürchtetsten Männer um 1500: Der Papst und sein Sohn 261 und mächtige Städte erobert. Voller Verachtung blickte er letztlich auf diesen spanischen Kleinkrieg, den der König durch ihn führen liess. Sei es Hochmut, oder sei es mangelhafte Vorsicht, der Generalissimus geriet in einem Hohlweg bei Viana in den Hinterhalt verräterischer Edelleute des Königs und wurde am 11. März 1507 von diesen überfal‐ len und schwer verletzt. Am Tag darauf verstarb er. In der am Jakobs‐ weg gelegenen Kleinstadt Viana zeugt vor der Kirche Santa Maria bis heute eine Steinplatte von seinem Ende. Deren Inschrift lautet: Cesare Borgia. Generalissimus der novarresischen und päpstlichen Armeen, gefallen auf dem Feld von Viana am 11. März 1507. Machiavelli als der grosse Analytiker menschlicher Verhaltensstrukturen Was hat nun Machiavelli, den Zeitgenossen, bewogen, in Cesare Bor‐ gia einen Prototyp des politischen Handelns zu erblicken? „Es ist für einen Fürsten nicht nötig, gnädig, aufrichtig oder fromm zu sein“, schrieb er, „denn das würde ihn gefährlich schwächen. Aber es ist viel wichtiger, so zu scheinen.“ Ein Fürst oder Politiker, so fährt Machiavel‐ li sinngemäss fort, muss für gut gehalten werden, aber muss Böses tun können, wenn es nötig ist. Dabei bleibt auch für Machiavelli Böses bö‐ se und Gutes gut. Und die wahren, wirklich grossen Helden sind auch für ihn nicht ein Cesare Borgia, sondern grosse Staatsgründer wie der Römer Romulus, der Jude Moses, die Griechen Theseus und Lykurg oder der Perser Kyros. Sie sind auch für Machiavelli die Gestalten ers‐ ter Grösse, weil sie auch Persönlichkeiten des Guten und der Tugend‐ haftigkeit sind. Aber das bedingt, dass deren Völker ebenfalls gut und tugendhaft sind: diese Gesellschaften sind produktiv, sittenrein und sit‐ tenstreng, zuchtvoll, opferwillig, an Leib und Seele gesund. Nichts von all dem trifft aber auf Italien zu. Das Land ist von Gewalt und Amoral bis ins Innerste zerfressen. Ein grosser und guter, weil tugendhafter Herrscher muss hier gemäss Machiavelli zwangsläufig scheitern wie beispielsweise der florentinische Geistliche und Bussprediger Girolamo Savonarola oder der Herzog von Urbino. In einer Zeit der Verdorben‐ heit, hat nur jener Politiker eine Chance, der mindestens mit einem Teil seines Wesens dazugehört. Er wird mit dem Gift, gegen das er an‐ 23. Cesare Borgia – Tod oder Weiterleben eines Schreckensherrschers? 262 kämpfen muss, selbst geimpft sein müssen. Er wird bereit sein müssen, unter Umständen auch Dinge zu tun, von denen er genau weiss, dass sie schlecht sind. Er muss Löwe und Fuchs zugleich sein: Löwe, um die Leute das Fürchten zu lehren, Fuchs, um ihren Anschlägen zu entge‐ hen. Misserfolg der Ablehnung Machiavellis Es dürfte auf der Hand liegen, dass viele Leute seit jeher Machiavelli ablehnen. Dabei neigen diese Kritiker dazu, einzelne Sätze Machiavel‐ lis herauszuzupfen und dann zu zürnen, wie böse der Mann sei. Sie wollen nicht wahrhaben, dass neben dem Guten im Menschen auch tiefe Abgründe schlummern. Diese Abgründe des Bösen können je‐ derzeit geweckt werden. Und wer als Idealist dann darüber hinweg‐ sieht, läuft Gefahr, als Opfer selbst in grösstes Verderben zu geraten. Kein geringerer als der preussische König, Friedrich der Grosse, hat im Anflug von grossem Idealismus, den er sich aber in einer ver‐ gleichsweise höchst tugendhaften Zeit eben auch leisten konnte, Ma‐ chiavelli in einem Gegenwerk, dem „Antimachiavell“, scharf verurteilt. Aber Erfahrung und Wissenschaft geben bis heute Machiavelli recht. Kein moderner Politologe, unabhängig von seiner übrigen ideologi‐ schen Ausrichtung, stützt sich auf den weisen Friedrich und seinen „Antimachiavell“. Sie alle stützen sich offen oder versteckt auf den zum Klassiker gewordenen Niccolo Machiavelli und seinen Cesare Borgia. Im besten Fall schlummert Cesare Borgia in unseren Gesellschaften. Aber schon im gewöhnlichen Alltag lebt sein Geist in milder Form auf. In offener und hässlichster Ausprägung plagt er die Menschheit dort, wo deren Alltag verderbt ist. Misserfolg der Ablehnung Machiavellis 263

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Zusammenfassung

Immer wieder haben einschneidende Ereignisse und große Persönlichkeiten der Weltgeschichte die Menschen bewegt und über Jahrhunderte nicht mehr losgelassen. Als herausragende Beispiele werden sie zu Wegweisern der menschlichen Geschichte. Johann Ulrich Schlegel präsentiert eine Fülle von Beispielen aus der Allgemeinen Geschichte, die sich als wahre Feuersignale der Menschheit entpuppen. Von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit zeigt der promovierte Historiker und Jurist auf, wie einzelne Geschichten nicht nur der Präsentation von Sachverhalten und ihrer Identifizierung dienen, sondern insbesondere wie sich anhand von Geschichte Regelmäßigkeiten aufzeigen lassen: Nicht alle Elemente unseres Lebens und allen Lebens sind ausschließlich individuell, neben dem Einmaligen, eindeutig Identifizierbaren begegnen wir Wiederkehrendem und Ähnlichem, das uns anleitet oder von dem wir hoffen, dass es uns trittsicherer mache auf unserem oft so verborgenen und verschlungenen Pfad in die Zukunft.