Content

Anhang in:

Leena Eichler

Orientierung beim Überarbeiten, page 295 - 296

Ein kontextsensitiver Blick auf Gedichtrevisionen von Schülerinnen und Schülern einer 4. Klasse

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4075-1, ISBN online: 978-3-8288-6913-4, https://doi.org/10.5771/9783828869134-295

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Pädagogik, vol. 46

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Anhang Transkriptionskonventionen Folgende Merkmale kennzeichnen die Transkription:272 [ Überlappung von Redebeiträgen und Simultansprechen (.) kurze Pause (3) Pause in Sekunden AKZENT Betonung, bzw. Akzentuierung eines Wortes oder einiger Buchstaben : , :: , ::: Dehnung je nach Dauer ((lacht)) Beschreibung des Lachens gegan- Wortabbruch Da habe// Satzabbruch ((...)) Auslassung im Transkript ( ) unverständliche Passage, je nach Länge (Wortlaut) vermuteter Wortlaut (Handlung) Beschreibung einer Handlung Mhm zustimmend oder verstehend Hm fragend, überlegend Hmhm verneinend Zur besseren Lesbarkeit werden zustimmende Laute der Interviewerin wie „Ah ha“ oder „Mhm“, die sich mit Redebeiträgen der Schülerin/des Schülers überlappen, nicht vollständig transkribiert 272 Die Transkriptionskonventionen wurden in Anlehnung an das Gesprächsanalytische Transkriptionssystem 2 (GAT 2) erstellt (vgl. Selting, Margret u. a. (2009): Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem 2 (GAT 2). Gesprächsforschung - Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion, Ausgabe 10, Seite 353-402. URL: http://www.gespraechsforschung-ozs.de/fileadmin/dateien/heft2009/px-gat2.pdf (Stand: 03.04.2015). 295

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Leena Eichler rekonstruiert in ihrer empirischen Studie die Bedeutung von Orientierungsprozessen für das Überarbeiten eigener Texte. In theoretischer Perspektive wird dabei der Orientierungsbegriff der Philosophie mit den Grundlagen der Schreibprozessdidaktik verknüpft, wodurch der Forschungsgegenstand auf ganz neue Weise strukturiert wird. Systematisch und empirisch fundiert zeigt die Autorin, an welchen Besonderheiten im Überarbeitungskontext sich SchülerInnen konkret orientieren, um die Überarbeitungssituation zu bewältigen und in welchen Schreibphasen sich Orientierungsprozesse beobachten lassen, die zu Überarbeitungshandlungen anregen. Die Autorin stellt heraus, wie verschiedene Orientierungen auf die Art und Weise der Überarbeitungstätigkeit insgesamt wirken. Orientierung – so ein Fazit dieser Arbeit – ist der Anfang und die Grundlage aller Überarbeitungsentscheidungen beim Schreiben. SchülerInnen müssen sich folglich angemessen orientieren können, um den eigenen Text zu überarbeiten, die Veränderlichkeit von Textwirkungen zu erfahren und den eigenen Text letztlich besser zu machen. Die Arbeit leistet damit einen praxisrelevanten Beitrag zur Gestaltung produktiver Aufgabenstellungen zur Textüberarbeitung im Deutschunterricht.