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Anhang in:

Wolfgang Harich

Georg Lukács, page 491 - 501

Dokumente einer Freundschaft

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4068-3, ISBN online: 978-3-8288-6901-1, https://doi.org/10.5771/9783828869011-491

Tectum, Baden-Baden
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Anhang 493Zu den Texten der Edition Andreas Heyer Zu den Texten der Edition Der vorliegende Band präsentiert über hundert Texte, Briefe und Dokumente Wolfgang Harichs an, über, zu Georg Lukács. Beginnend mit dem Zeitungsartikel Georg Lukács sprach über Goethe vom 2. September 1949 (erschienen in der Täglichen Rundschau) bis zu den Rückblicken Harichs auf das Erbe Lukács’ – verfasst in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR. Der Großteil der Schriftstücke wird hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt, einige wenige Texte waren bereits erschienen, komplettieren aber durch den erneuten Abdruck das gezeichnete Panorama. Das betrifft zum Beispiel den gerade genannten Zeitungsbeitrag (sowie etwa den Artikel Zur Furcht der SED vor Georg Lukács, geschrieben zum 20. Todestag, veröffentlicht im Freitag), Harichs Rezension zu Lukács’ Zerstörung der Vernunft aus der Deutschen Zeitschrift für Philosophie oder einige kleinere Auszüge, beispielsweise aus der Monographie Jean Pauls Revolutionsdichtung (die letzten Absätze des Schlusskapitel, in denen sich Harich zur Generierung des marxistischen Jean-Paul-Bildes äußerte und dabei selbstverständlich auch auf Lukács einging). Dadurch ist es möglich, hier ein weitgehend vollständiges Bild der direkten (ausführlichen) Äußerungen von Harich über Lukács abzubilden. Zu berücksichtigen ist dabei natürlich, dass Harich sich in vielen seiner Schriften und Manuskripte auch implizit, unausgesprochen, im Dialog mit Lukács befand, dessen Thesen und Methoden anwendete, intellektuell von den Jahren der gemeinsamen Arbeit zehrte. Dies kann die vorliegende Edition natürlich nicht umfassend darstellen. Wenn man in dieser Perspektive etwa den Altersdialog Nietzsche und seine Brüder durcharbeitet, dann werden einem die zahlreichen Anspielungen bewusst. Der Nietzsche-Band enthält ein eigenständiges Kapitel, das der Diskussion der Thesen von Lukács gewidmet ist, teilweise ohne diesen zu erwähnen. Der Abdruck der einzelnen Wortmeldungen erfolgt chronologisch, wobei es an einigen Stellen unumgänglich schien, eben diese zeitliche Abfolge zu durchbrechen – immer dann, wenn spätere Dokumente oder Briefe das Verständnis der anderen Materialien erhöhen. Vorgezogen und als erstes wiedergegeben wird der Text Mein Weg zu Lukács, den Harich Anfang der neunziger Jahre verfasste und der gleichsam eine Einführung von ihm in die Materie darstellt. Er schildert darin, wie er zur Philosophie Lukács’ fand: 494 Anhang Ein Weg von den frühen Seminaren bei Nicolai Hartmann über Lenins Materialismus und Empiriokritizismus bis hin zu Lukács, mitten hinein in die Fragen und Herausforderungen der Ontologie, Erkenntnistheorie, Ethik, Ästhetik usw. Viele Texte der Harich-Edition bilden diesen Prozess in seinen Facetten ab. Präsentiert wird das Schrifttum Harichs zu Lukács in zwei Teilen: Die ersten Jahre in der DDR, die Zeit von 1949 bis 1956 nimmt zwei Drittel des Platzes ein, da Harich in jener kurzen Dekade sowohl im Aufbau-Verlag als auch in der Redaktion der Deutschen Zeitschrift für Philosophie der Hauptansprechpartner für Lukács war, sich um dessen Bücher und Aufsätze kümmerte, Kontakte in der DDR vermittelte, Gutachten schrieb etc. In der zweiten Hälfte des Jahres 1956 gerieten beide in Konflikte mit der Partei und der Staatsmacht: Lukács wurde während der ungarischen Unruhen von der Sowjetarmee verhaftet und nach seiner Internierung in Rumänien nach Budapest in seine Wohnung entlassen, aus der ungarischen Öffentlichkeit ausgeschlossen. Harich wurde am 29. November 1956 verhaftet und im darauf folgenden März zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Beide sahen sich nie wieder. Der zweite Teil, überschrieben Späte Kämpfe, umfasst dann jene Dokumente, Eingaben und Briefe, die sich mit Harichs verzweifeltem Kampf für Lukács, für dessen »Rückkehr« in die Öffentlichkeit der DDR, für eine neuerliche Rezeption seiner Werke und Theorien beschäftigen. Alle edierten Texte (die bisher nicht gedruckten) finden sich im Nachlass Harichs, der im Amsterdamer Internationalen Institut für Soziale Geschichte (IISG) aufbewahrt wird. Dort lagern auch weitere Materialien, welche die angesprochenen Kontexte, die hier nicht von Relevanz sind, weiter erläutern und vertiefen. Einige entsprechende Anmerkungen werden in den Fußnoten gegeben. Verglichen wurde zudem mit den Beständen des Lukács-Archivs in Budapest und des Aufbau-Verlags. Während man dem kleinen ungarischen Archiv (und auch dem Amsterdamer IISG) sowie seinen Mitarbeitern die größten Komplimente machen muss, was ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und andere herausragende menschliche (und auch fachlich-beratende) Eigenschaften angeht, so ist von meiner Seite aus für das Archiv des Aufbau-Verlages, befindlich in der Berliner Staatsbibliothek am Potsdamer Platz, kein freundliches Wort zu erübrigen, geschweige denn zu erwidern. Die Arbeitsbedingungen in Berlin sind eine Katastrophe (auf persönlicher Ebene ebenso wie mit Blick auf technische Ausstattung, Abläufe der Institution usw.). Der Informationen suchende Wissenschaftler, so habe ich es mehrfach erlebt, stört die gewohnte Tageseinteilung und wird dementsprechend behandelt. Von »oben herab« gegängelt, den Launen einer Institution samt ihrer 495Zu den Texten der Edition Bürokratie ausgeliefert, steht nicht das wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund, sondern einzig der Erhalt des Nervenkostüms. Das Ganze hat nichts mit Geld oder ähnlichem zu tun, die finanzielle Ausstattung der Archive in Budapest und Amsterdam ist nicht besser als die in Berlin – es sind zuvorderst die Mitarbeiter, die die Räume, in denen sie wirken (oder faulenzen oder schikanieren), zu Orten machen, an denen man gern ist oder auch nicht. Die zentrale Frage zum vorliegen Band war: Was aufnehmen und was nicht? Alles, wo Lukács darauf steht? So einfach stellt sich die Angelegenheit kaum dar. Es bietet sich an, der Chronologie hier kurz mit einigen Erklärungen zu folgen. Zuerst zum 1. Teil. Das erste Buch von Lukács, das Harich im Aufbau-Verlag betreute, war Existenzialismus oder Marxismus? Es kommen zwei Dokumente (4, 26)1 zum Abdruck, in dem er das Buch gegen Kritik verteidigte. Zudem wird das Lektoratsgutachten vorgestellt. Der erste größere Block (5–13 sowie passim) beschäftigt sich mit Hegel – dem Jungen Hegel von Lukács und Harichs eigener Hegel-Deutung. Von daher wurden einige ergänzende Dokumente aufgenommen. Ab 1952 spielte dann auch die Gründung der Deutschen Zeitschrift für Philosophie eine wichtige Rolle. Harich wollte von Anfang an Lukács als Hauptautor für die Zeitschrift gewinnen – und dies gelang ihm auch. Da in den Frühen Schriften (Band 1) weitere wichtige Dokumente zur Zeitschrift ediert sind, konnte auf begleitende Texte hier verzichtet werden, allerdings wird ein Vorläufiger Plan für die ersten fünf Hefte der Deutschen Zeitschrift für Philosophie vom 13. Dezember 1952 abgedruckt (21), weil dieser a) an Lukács gerichtet war und b) sehr gut illustriert, wie sich Harich die Gestaltung der Zeitschrift vorstellte. Aus den Jahren 1953 und 1954 können verschiedene Briefe verdeutlichen, wie Harich für Lukács arbeitete und wirkte. Besondere Bedeutung kommt schließlich 1955 zu. Lukács feierte seinen 70. Geburtstag – Harich organisierte eine Festschrift (62), steuerte einen Beitrag bei (65) und schrieb beispielsweise auch einen Zeitungsartikel (64). Lukács hatte sich zu dieser Zeit, vor allem dank Harich, in der DDR noch stärker etabliert als zu Zeiten der SBZ. Die Grenzen, die die Partei dem Wirken von Lukács und Harich setzte, gehen aus den Schriftstücken allerdings auch hervor. Die Ehrendoktorwürde für den Ungarn, erst euphorisch geplant (47, 49), musste am 22. März 1955 (63) wegen Einwänden der SED abgesagt werden. Bis zuletzt »kümmerte« sich 1 Die Nummern der einzelnen Dokumente (nach dem Inhaltsverzeichnis) im Folgenden in Klammern. 496 Anhang Harich um Lukács’ Bücher und Aufsätze, noch am 22. Oktober 1956 (81) schicke er an das zuständige Amt für Literatur und Verlagswesen sein Gutachten zu Lukács’ Die Gegenwartsbedeutung des kritischen Realismus. Für den 2. Teil war es fast noch schwieriger zu entscheiden, welche Texte in den Band aufgenommen werden sollen. Eröffnet wird er mit einem Auszug aus den Erinnerungen von Anne Harich (1). Das zentrale Schriftstück ist natürlich der Aufsatz Mehr Respekt vor Lukács!, der für immense Diskussionen in der späten DDR sorgte und in zwei, voneinander stark abweichenden, Versionen – deren Geschichte geht aus den edierten Dokumenten gut hervor – präsentiert wird (17, 18). Aber damit beginnen schon die Probleme. In den achtziger Jahren arbeitete Harich vorwiegend zu Nicolai Hartmann, den ja Lukács in seinem Alterswerk, auf Empfehlung Harichs, breit rezipiert hatte (21). Hinzu trat die permanente Beschäftigung mit Jean Paul und schließlich die heute noch bekannte Diskussion um die Philosophie Friedrich Nietzsches. In diesen unterschiedlichen Debatten ging es Harich immer auch um Lukács. Es wurde daher eine Auswahl getroffen, die jene Briefe und Dokumente umfasst, die sich direkt mit Lukács beschäftigen. Viele weitere Verweise werden sich vor allem in den Bänden finden, die sich mit Arnold Gehlen und der Anthropologie, mit Nietzsche und mit Hartmann beschäftigten. Zentral sind natürlich die verschiedenen Versuche Harichs, das Erbe und Vermächtnis von Lukács in der zeitlich zweiten Hälfte der DDR wieder fruchtbar zu machen. Für ihn der entscheidende Schritt, um der aufkommenden Nietzsche-Renaissance entgegenzutreten und einen vernünftigen marxistischen Umgang zum anzutretenden humanistischen sowie progressiven Erbe zu finden. Das begann mit dem Brief an Kurt Hager vom 26. August 1972 (5) und dauerte bis zum Untergang des kleineren deutschen Staates an. Harich nutzte in diesem Kontext alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten – von offiziellen Schreiben an Erich Honecker (15, 16) über private Gespräche bis zu seinem Arbeitgeber Akademie-Verlag (7, 8, 9, 10). Dabei stieß er aber zumeist sehr schnell an die Grenzen des Systems, konnte sich nicht durchsetzen. Vor allem von der »philosophischen« Bürokratie (Hager, Höpcke, Hahn, Schirmer, auch Rönisch, Opitz und viele andere) wurde er immer wieder ausgegrenzt, belogen, vertröstet. Zu berücksichtigen ist immer, in welchen Kontexten die einzelnen Schriftstücke von Harich entstanden: Waren es Dokumente zur internen Selbstverständigung im Verlag, mit anderen Intellektuellen? Gutachten an offizielle Stellen? Texte zur Verteidigung der 497Zu den Texten der Edition eigenen Position? Das prägte natürlich Duktus, Inhalt, thematische Ausrichtung, die Zuspitzung der jeweiligen Thesen usw. Die Texte wurden, soweit möglich und rekonstruierbar, immer mit dem Datum ihrer Anfertigung versehen (in einzelnen Fällen mit dem Datum des Erstdruckes). Handelt es sich um Manuskripte, so wird in den Fußnoten immer über die Art des Textes, seinen Umfang usw. informiert. Für weitere Informationen steht der Herausgeber gern im persönlichen Gespräch zur Verfügung. Die editorischen Prinzipien folgen dem bisherigen Vorgehen dieser Nachlassausgabe. Kleinere Fehler etc. wurden stillschweigend korrigiert. Einige Texte oder Passagen dieses Bandes waren noch im »Rohzustand«, d. h. es handelt sich um Manuskripte, die Harich sicherlich vor einer möglichen Veröffentlichung weiter überarbeitet hätte. Von daher legitimiert sich das Vorgehen, verschiedene grammatikalische Änderungen etc. durchzuführen, freilich ohne den spezifischen Schreibstil Harichs anzutasten oder zu entstellen. Ein weiterer Eingriff in die Texte erfolgte wegen der durchgehenden Vereinheitlichung der Schreibweise über die einzelnen Manuskripte hinweg. Die Rechtschreibung wurde vollständig modernisiert. Da Harich viel mit Abkürzungen arbeitete, wurden diese ebenfalls entschlüsselt und ausgeschrieben. Um die Lesbarkeit zu erhöhen, wurden teilweise zusätzliche Absätze eingefügt, die Briefe und Manuskripte neu strukturiert. Verschiedene Aufzählungen wurden durch Nummerierungen als solche sichtbar gemacht. Teilweise stammen die Überschriften etc. vom Herausgeber. Diese Änderungen sind allesamt Eingriffe rein struktureller und formaler Natur, d. h. sie dienen ausschließlich der Erhöhung der Lesbarkeit und des Verständnisses. In seine Texte hat Harich oft Zitate und Kurzzitate, Anspielungen auf andere Schriften etc. eingebaut. Während er in den veröffentlichten Arbeiten diese Querverweise teilweise kenntlich und nachvollziehbar machte, fehlen in den unveröffentlichten Manuskripten oftmals weitere Hinweise. So weit es möglich war, wurde versucht, die von Harich wörtlich zitierten Passagen in der Originalliteratur nachzuweisen und auch Anspielungen zu entschlüsseln. Alle weiteren Hinweise finden sich dann in den jeweiligen Fußnoten. Zuletzt wurden gerade in den Briefen alle jene Passagen weggelassen, die rein persönliche Notizen enthielten. Dies ist der Pietät geschuldet. 498 Anhang Nach den Umbrüchen im Tectum-Verlag, der Übersiedelung von Marburg nach Baden-Baden, ist hier der richtige Ort, um den Mitarbeitern des alten Tectum-Verlages ganz herzlich für die letzten Jahre der Zusammenarbeit zu danken. Besonders zu erwähnen ist dabei Frau Dr. Sabine Manke, die mir immer hilfreich zur Seite stand, die Edition vorzüglich betreute, so manche Änderung und Korrektur vorschlug oder durchführte, die dem Herausgeber positiv angerechnet wurden. Ohne ihr Engagement wären die bisher erschienenen Bände nicht so, wie sie nun sind. Braunschweig, im Juli 2017 499Chronologie des Briefwechsels: Wolfgang Harich – Gertrud und Georg Lukács Chronologie des Briefwechsels: Wolfgang Harich – Gertrud und Georg Lukács (05. September 1952) Brief an Georg Lukács (16. September 1952) Brief Georg Lukács’ an Harich (20. September 1952) Brief an Georg Lukács (08. Oktober 1952) Brief an Georg Lukács (18. Oktober 1952) Brief Georg Lukács’ an Harich (24. Oktober 1952) Brief an Georg Lukács (27. November 1952) Brief Georg Lukács’ an Harich (18. November 1952) Brief Georg Lukács’ an Harich (13. Dezember 1952) Brief an Georg Lukács (02. Januar 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (02. Januar 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (22. Januar 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (10. Februar 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (18. Februar 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (25. Februar 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (04. März 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (10. März 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (18. März 1953) Brief an Georg Lukács (28. März 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (17. April 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (19. April 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (04. Mai 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (20. Mai 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (29. Mai 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (14. August 1953) Brief an Georg Lukács (05. September 1953) Brief an Georg Lukács (22. September 1953) Brief an Gertrud Lukács (Anfang Oktober 1953) Brief Gertrud Lukács’ an Harich (09. Oktober 1953) Brief Harichs an Gertrud Lukács (22. Oktober 1953) Brief Gertrud Lukács’ an Harich (26. Oktober 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (28. Oktober 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (06. November 1953) Brief Harichs an Georg Lukács 500 Anhang (24. November 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (29. November 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (29. November 1953) Brief Georg Lukács’ an Harich (02. Dezember 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (09. Dezember 1953) Brief Harichs an Georg Lukács (31. Dezember 1953) Brief an Georg Lukács (26. Januar 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (30. Januar 1954) Brief an Georg Lukács (18. März 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (07. April 1954) Brief Harichs an Georg Lukács (15. April 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (21. April 1954) Brief Harichs an Georg Lukács (27. April 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (05. Mai 1954) Brief an Georg Lukács (19. Mai 1954) Brief an Georg Lukács (21. Mai 1954) Brief an Georg Lukács (27. Mai 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (28. Juni 1954) Brief an Gertrud Lukács (29. Juli 1954) Brief an Georg Lukács (29. Juli 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (18. August 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (24. August 1954) Brief an Gertrud Lukács (24. August 1954) Brief Harichs an Georg Lukács (21. Oktober 1954) Brief an Gertrud Lukács (08. November 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (09. November 1954) Brief Georg Lukács’ an Harich (06. Januar 1955) Brief an Gertrud Lukács (09. Februar 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (17. Februar 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (17. Februar 1955) Brief Harichs an Georg Lukács (23. Februar 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (23. Februar 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (22. März 1955) Brief an Gertrud Lukács 501Chronologie des Briefwechsels: Wolfgang Harich – Gertrud und Georg Lukács (25. April 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich, Janka und Schroeder (03. Mai 1955) Brief Harichs an Georg Lukács (01. Juli 1955) Brief Harichs an Gertrud Lukács (19. Juli 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (18. September 1955) Brief an Gertrud Lukács (21. September 1955) Brief Harichs an Gertrud Lukács (26. September 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (28. September 1955) Brief Harichs an Gertrud Lukács (29. September 1955) Brief an Georg Lukács (22. Oktober 1955) Brief Harichs an Gertrud Lukács (28. Oktober 1955) Brief Harichs an Georg Lukács (28. November 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (28. November 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (09. Dezember 1955) Brief Harichs an Georg Lukács (15. Dezember 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (20. Dezember 1955) Brief Georg Lukács’ an Harich (05. Januar 1956) Brief Harichs an Gertrud Lukács (12. Februar 1956) Brief Georg Lukács’ an Harich (09. April 1956) Brief Gertrud Lukács’ an Harich (15. September 1956) Brief Georg Lukács’ an Harich (17. Oktober 1956) Brief Harichs an Georg Lukács

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References

Zusammenfassung

Mit Georg Lukács war Harich eng befreundet. In den fünfziger Jahren arbeiteten die beiden zusammen, Harich war im Aufbau-Verlag für die Bücher von Lukács verantwortlich und als Chefredakteur der „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“ für dessen Aufsätze. Die Wirkung des ungarischen Philosophen in der DDR wurde maßgeblich durch Harich gestaltet. Dabei vertraten beide ähnliche Ansätze in der Philosophiegeschichte und auch bei der Entwicklung eigenständiger marxistischer Theorien. Der vorliegende Band druckt eine Vielzahl von Dokumenten, Manuskripten und Gutachten ab, die Harich bis zu den Umbrüchen von 1956 über Lukács verfasste. Präsentiert werden zudem die meisten Briefe von Harich an seinen Freund und Mitstreiter. Nach 1956 besuchte Lukács die DDR nie wieder. Der Kontakt zu Harich brach völlig ab. Dieser wirkte ab 1970 aber in der DDR weiter für seinen früheren Weggefährten. In mehreren Eingaben, Briefen usw. mahnte er gegenüber den offiziellen Stellen der DDR „Mehr Respekt vor Lukács!“ an, dies ist ja der Titel seines bedeutenden Aufsatzes. Eine marxistische Philosophie ohne Lukács, so das Credo von Harich Zeit seines Lebens, sei zum Scheitern verurteilt.