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Wolfgang Harich

Georg Lukács, page 1 - 12

Dokumente einer Freundschaft

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4068-3, ISBN online: 978-3-8288-6901-1, https://doi.org/10.5771/9783828869011-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
SCHRIFTEN AUS DEM NACHLASS WOLFGANG HARICHS – Band 9 SCHRIFTEN AUS DEM NACHLASS WOLFGANG HARICHS – BAND 9 Mit weiteren Dokumenten und Materialien herausgegeben von Andreas Heyer Wolfgang Harich Georg Lukács Dokumente einer Freundschaft Tectum Die Veröffentlichung des vorliegenden Bandes wurde gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Wolfgang Harich Georg Lukács. Dokumente einer Freundschaft Schriften aus dem Nachlass Wolfgang Harichs. Band 9. Mit weiteren Dokumenten und Materialien herausgegeben von Andreas Heyer © Tectum – Ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2017 eISBN: 978-3-8288-6901-1 Print: 978-3-8288-4068-3 Umschlagabbildung: Georg Lukács. © Lukács-Archiv, Budapest Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Ergänzende Bildnachweise: 18 | Bundesarchiv, Bild 183-M0213-0307 / Otto Donath / CC-BY-SA 3.0; 41 o. | Bundesarchiv, Bild 183-19204-2132 / CC-BY-SA 3.0; 41 u. | Bundesarchiv, Bild 183-27348-0008 / CC-BY-SA 3.0; 67 | Bundesarchiv_Bild_183-15304-0097,_Berlin,_Tagung_Weltfriedensrat,_Georg_Lukac z,_Anna_Seghers; 81 | Bundesarchiv, Bild 183-35545-0009 / CC-BY-SA 3.0; 157 | Bundesarchiv, Bild 183-11886-0011 / Sturm, Horst / CC-BY-SA 3.0; 369 | Bundesarchiv, Bild 183-1985-0926-040 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0; 426 | Bundesarchiv_Bild_183-1987-0724-026,_Kurt_Hager,_Gratulation_zum_75._Geburt stag; 431 | Bundesarchiv, Bild 183-08583-0017 / CC-BY-SA 3.0 Bibliographische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Zur Edition Wolfgang Harich (1923–1995) zählt zu den wichtigen und streitbaren Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Befreundet mit Georg Lukács, Bertolt Brecht und Ernst Bloch wirkte er als Philosoph, Historiker, Literaturwissenschaftler und durch sein praktisches politisches Engagement. Letzteres führte nach seiner Verhaftung von 1956 wegen Bildung einer »konterrevolutionären Gruppe« zur Verurteilung zu einer zehnjährigen Haftstrafe. Die nachgelassenen Schriften Harichs erscheinen nun erstmals in einer elfbändigen Edition, die das reichhaltige Werk dieses undogmatischen Querdenkers in seiner ganzen Breite widerspiegelt: von seinen Beiträgen zur Hegel-Debatte in der DDR über seine Abrechnung mit der 68er-Bewegung im Westen bis zu seinen Überlegungen zu einer marxistischen Ökologie. Die Edition würdigt Wolfgang Harich als Philosophen, Literaturhistoriker, Feuilletonisten, als praktischen Streiter für die deutsche Einheit und die ökologische Umorientierung. Sie wird im Herbst 2013 eröffnet mit drei Bänden zur klassischen Deutschen Philosophie des Idealismus sowie zum Verhältnis von Materialismus und Idealismus. Zum Herausgeber Andreas Heyer, Dr. phil., Jg. 1974, Politikwissenschaften und Jura. Von 2000 bis 2002 war er Stipendiat der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt, im Anschluss dann Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2003 promovierte er u. a. bei Iring Fetscher mit einer Arbeit über Diderots politische Philosophie. 2005 erschien in zwei Bänden das Lehrbuch Die französische Aufklärung um 1750. Zwischen 2003 und 2007 war er Mitarbeiter des DFG-Projekts Sozialutopien der Neuzeit. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der politischen Utopien der Neuzeit sowie zur Philosophie in der DDR. Im Zuge dieser Arbeiten entstand sein besonderes Verhältnis zu den Schriften Wolfgang Harichs, das sich in mehreren Veröffentlichungen niederschlug. Seit 2012 arbeitet er mit Unterstützung durch Anne Harich an der Herausgabe der nachgelassenen Schriften Wolfgang Harichs. Editionsplan (Stand Oktober 2017) 1. Frühe Schriften (in 3 Teilbänden) 2. Logik, Dialektik und Erkenntnistheorie (erschienen) 3. Widerspruch und Widerstreit – Studien zu Kant (erschienen) 4. Herder und das Ende der Aufklärung (erschienen) 5. An der ideologischen Front. Hegel zwischen Feuerbach und Marx (erschienen) 6. Vorlesungen zur Philosophiegeschichte (in 2 Teilbänden, erschienen) 7. Schriften zur Anarchie (erschienen) 8. Ökologie, Frieden, Wachstumskritik (erschienen) 9. Georg Lukács – Dokumente einer Freundschaft 10. Marxismus und Philosophie 11. Stellungnahme zu Nietzsche 12. Pläne, Gutachten und Reformschriften 13. Register (mit Biographie und Autobiographie) 7 Inhalt Varianten marxistischer Philosophie. Wolfgang Harich und Georg Lukács (Andreas Heyer) 13 1. Das Moskauer Exil und der Weg in die DDR 13 2. Im Zeichen Goethes 27 3. Harich als Kommentator von Lukács’ Vortrag 34 4. Vermessung des Vorhandenen 44 5. Der junge Marx 50 6. Die fünfziger Jahre 65 7. 1956 – Der große Umbruch 71 a) Die historische Situation in Ungarn 71 b) Die Berliner Ereignisse 77 c) Harichs Vademekum 82 d) Im Petöfi-Klub 86 e) Schlussbemerkungen 95 8. Ausblicke 98 9. Literatur 106 Teil I: Die ersten Jahre in der DDR 1949 bis 1956 115 1. Mein Weg zu Lukács 117 2. Georg Lukács sprach über Goethe (02. September 1949) 121 3. Lektoratsgutachten zu: Existenzialismus oder Marxismus? (28. April 1951) 128 4. Stellungnahme zu der Kritik des Genossen Dr. Klaus Schrickel an dem Buch Existenzialismus oder Marxismus? von Georg Lukács (28. Juni 1952) 133 5. Thesen zur Diskussion über Hegel (1952) 147 6. Informationen über meine Arbeit (29./30. März 1952) 154 7. Brief an Fred Oelßner (03. Februar 1952) 157 8. Brief an Ernst Hoffmann (03. Februar 1952) 159 9. Brief an Kurt Hager (26. März 1952) 161 8 10. Brief an Fred Oelßner (30. März 1952) 163 11. Auszug aus der Hegel-Denkschrift (29./30. März 1952) 165 12. Über die Methoden des Genossen Ernst Hoffmann. Anlage zur Hegel- Denkschrift (März 1952) 169 13. Brief an Schkurinow (12. April 1952) 172 14. Brief an Georg Lukács (05. September 1952) 174 15. Interne Mitteilung zu: Der junge Hegel (12. September 1952) 182 16. Brief an Georg Lukács (20. September 1952) 187 17. Interne Mitteilung zu Der junge Hegel (22. September 1952) 188 18. Brief an Georg Lukács (08. Oktober 1952) 189 19. Brief an Georg Lukács (24. Oktober 1952) 191 20. Brief an Georg Lukács (13. Dezember 1952) 192 21. Vorläufiger Plan für die ersten fünf Hefte der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (13. Dezember 1952) 199 22. Der russische Realismus in der Weltliteratur. Entwurf Gutachten (1952) 202 23. Brief an Georg Lukács (10. Februar 1953) 203 24. Brief an Günter Caspar, Redaktion des Aufbau (11. Februar 1953) 206 25. Brief an Georg Lukács (25. Februar 1953) 209 26. Stellungnahme zu Georg Mendes Rezension über Georg Lukács’ Existenzialismus (16. Februar 1953) 210 27. Brief an Georg Lukács (04. März 1953) 212 28. Mitteilung zu Georg Lukács’ Die Zerstörung der Vernunft (11. März 1953) 216 29. Brief an Georg Lukács (18. März 1953) 219 30. Internes Verlagsgutachten zu: Die Zerstörung der Vernunft (07. April 1953) 223 31. Brief an Georg Lukács (17. April 1953) 225 32. Brief an Georg Lukács (20. Mai 1953) 236 33. Gutachten zu: Beiträge zur Geschichte der Ästhetik (27. Mai 1953) 237 34. Brief an Georg Lukács (14. August 1953) 238 35. Brief an Georg Lukács (05. September 1953) 243 36. Brief an Gertrud Lukács (22. September 1953) 245 37. Brief an Gertrud Lukács (09. Oktober 1953) 247 38. Brief an Georg Lukács (06. November 1953) 249 9 39. Brief an Georg Lukács (02. Dezember 1953) 250 40. Brief an Georg Lukács (09. Dezember 1953) 251 41. Brief an Georg Lukács (31. Dezember 1953) 253 42. Gutachten zu Georg Lukács: Der junge Hegel (1953) 257 43. Brief an Georg Lukács (30. Januar 1954) 261 44. Brief an Georg Lukács (07. April 1954) 261 45. Brief an Georg Lukács (21. April 1954) 266 46. Brief an Georg Lukács (05. Mai 1954) 267 47. Brief an Georg Lukács (19. Mai 1954) 268 48. Brief an Georg Lukács (21. Mai 1954) 274 49. Brief an Gertrud Lukács (28. Juni 1954) 276 50. Brief an Georg Lukács (29. Juli 1954) 279 51. Brief an Friedrich Bassenge (29. Juli 1954) 283 52. An den Aufbau-Verlag, Abteilung Herstellung (29. Juli 1954) 284 53. Brief an Georg Lukács (24. August 1954) 285 54. Brief an Gertrud Lukács (24. August 1954) 285 55. Brief an Georg Lukács (29. September 1954) 286 56. Brief an Gertrud Lukács (21. Oktober 1954) 286 57. Hausmitteilung an die Presseabteilung, Aufbau-Verlag (29. Oktober 1954) 287 58. Gutachten zu: Der historische Roman (14. Dezember 1954) 288 59. Rezension zu: Georg Lukács: Die Zerstörung der Vernunft (1955) 289 60. Brief an Gertrud Lukács (06. Januar 1955) 311 61. Brief an Georg Lukács (17. Februar 1955) 312 62. Einleitung in die Schopenhauer-Kritiken (1955) 315 63. Gutachten zur Festschrift zum 70. Geburtstag von Georg Lukács (17. Februar 1955) 320 64. Brief an Gertrud Lukács (22. März 1955) 320 65. Georg Lukács und Deutschland. Gedanken zu seinem 70. Geburtstag (13. April 1955) 322 66. Georg Lukács zum Siebzigsten Geburtstag (April 1955) 327 67. Brief an Georg Lukács (03. Mai 1955) 333 10 68. Brief an Gertrud Lukács (01. Juli 1955) 334 69. Gutachten zu: Schicksalswende (19. Juli 1955) 335 70. Brief an Gertrud Lukács (18. September 1955) 336 71. Brief an Gertrud Lukács (21. September 1955) 340 72. Brief an Gertrud Lukács (28. September 1955) 341 73. Brief an Gertrud Lukács (22. Oktober 1955) 342 74. Brief an Georg Lukács (28. Oktober 1955) 348 75. Gutachten zu: Thomas Mann (28. Oktober 1955) 349 76. Brief an Georg Lukács (09. Dezember 1955) 350 77. Hausmitteilung zu: Schicksalswende (28. Dezember 1955) 351 78. Brief an Gertrud Lukács (05. Januar 1956) 353 79. Gutachten zu: Über Nietzsche (09. Mai 1956) 353 80. Brief an Georg Lukács (17. Oktober 1956) 354 81. Gutachten zu: Die Gegenwartsbedeutung des kritischen Realismus (22. Oktober 1956) 357 Teil II: Späte Kämpfe 359 1. Eine Beschreibung Wolfgang Harichs. Auszug aus den Erinnerungen (Anne Harich) 361 2. Adresse an Georg Lukács zum 85. Geburtstag (13. April 1970) 363 3. Alte Wahrheiten, neuer Bluff (08. November 1971) 364 4. Zu Stalins Hegelbild. Lukács und Hegel (1972) 366 5. Brief an Kurt Hager (26. August 1972) 368 6. Marxistische Jean-Paul-Interpretationen (Juni 1974) 373 7. Brief an Lothar Berthold, Akademie-Verlag (16. Dezember 1976) 381 8. Brief an Lothar Berthold, Akademie-Verlag (05. Mai 1977) 383 9. Brief an Hermann Turley, Akademie-Verlag (14. August 1982) 395 10. Brief an Hermann Turley, Akademie-Verlag (27. Oktober 1982) 403 11. Brief an Udo Bermbach (25. Januar 1985) 412 12. Brief an Stefan Dornuf (05. November 1985) 414 13. Brief an Siegfried Rönisch (11. Mai 1986) 417 11 14. Brief an Kurt Hager (05. November 1986) 419 15. Brief an Kurt Hager (10. November 1986) 424 16. Brief an Kurt Hager (02. Dezember 1986) 425 17. Brief an Erich Honecker (10. März 1987) 426 18. Brief an Erich Honecker (30. April 1987) 431 19. Mehr Respekt vor Lukács! Erste Version (Mai 1986) 433 20. Mehr Respekt vor Lukács! Zweite Version (02. August 1986) 441 21. Brief an Stefan Dornuf (04. April 1987) 461 22. Brief an Ferenc Janossy (15. April 1987) 462 23. Brief an Frank Benseler (15. April 1987) 463 24. Brief an Werner Mittenzwei (15. September 1987) 465 25. Brief an Kurt Hager (06. Dezember 1987) 467 26. Brief an den Reclam-Verlag, an Roland Opitz (06. Januar 1988) 469 27. Brief an Erich Hahn (07. Dezember 1987) 472 28. Brief an Kurt Hager (07. Januar 1988) 473 29. Zur Furcht der SED vor Georg Lukács. Zum 20. Todestag des Philosophen (07. Juni 1991) 476 30. Lukács in der DDR (04. Oktober 1992) 482 Anhang 491 Zu den Texten der Edition (Andreas Heyer) 493 Chronologie des Briefwechsels: Wolfgang Harich – Gertrud und Georg Lukács 499 Abkürzungsverzeichnis 502 Personenregister 505 Plan Harichs

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References

Zusammenfassung

Mit Georg Lukács war Harich eng befreundet. In den fünfziger Jahren arbeiteten die beiden zusammen, Harich war im Aufbau-Verlag für die Bücher von Lukács verantwortlich und als Chefredakteur der „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“ für dessen Aufsätze. Die Wirkung des ungarischen Philosophen in der DDR wurde maßgeblich durch Harich gestaltet. Dabei vertraten beide ähnliche Ansätze in der Philosophiegeschichte und auch bei der Entwicklung eigenständiger marxistischer Theorien. Der vorliegende Band druckt eine Vielzahl von Dokumenten, Manuskripten und Gutachten ab, die Harich bis zu den Umbrüchen von 1956 über Lukács verfasste. Präsentiert werden zudem die meisten Briefe von Harich an seinen Freund und Mitstreiter. Nach 1956 besuchte Lukács die DDR nie wieder. Der Kontakt zu Harich brach völlig ab. Dieser wirkte ab 1970 aber in der DDR weiter für seinen früheren Weggefährten. In mehreren Eingaben, Briefen usw. mahnte er gegenüber den offiziellen Stellen der DDR „Mehr Respekt vor Lukács!“ an, dies ist ja der Titel seines bedeutenden Aufsatzes. Eine marxistische Philosophie ohne Lukács, so das Credo von Harich Zeit seines Lebens, sei zum Scheitern verurteilt.