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Anlagen in:

Marcus Rauch

Notwendige juristische Kompetenzen des Arztes, page 301 - 302

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4063-8, ISBN online: 978-3-8288-6889-2, https://doi.org/10.5771/9783828868892-301

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 103

Tectum, Baden-Baden
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Anlagen Übersicht der juristischen Kompetenzen Juristische Kompetenz Rechtliche Kenntnisse & Fähigkeiten Erläuterungen Rechtlich wirksame Einwilligung des Patienten einholen zu können – Kenntnisse über gesetzliche Bestimmungen und Rechtsprechung zur Einwilligung und Aufklärung – Fähigkeit zur Einschätzung von Einsichtsvermögen und Urteilskraft des Patienten – Fähigkeit zur angemessenen Aufklärung – Fähigkeit zur Beweissicherung über die durchgeführte Selbstbestimmungsaufklärung und die abgegebene Einwilligung – Fähigkeit zur Beurteilung einer mutmaßlichen Einwilligung des Patienten – Ermöglichen dem Arzt die medizinische Behandlung des Patienten erst, da er ansonsten regelmäßig wegen (vorsätzlicher) Körperverletzung haften würde – Aufgrund der Anzahl der potentiellen Haftungsfälle und besonders schwerwiegenden haftungsrechtlichen Konsequenzen sind möglichst umfassende rechtliche Kenntnisse nötig Berufsrechtliche Konfliktsituationen erkennen und lösen zu können – Kenntnisse über berufsrechtliche Regelungen – Urteilsfähigkeit über das Vorliegen einer berufsrechtlichen Konfliktsituation – Ermöglichen dem Arzt erst das Erkennen von ethischen und rechtlichen Konfliktsituationen – Grundlegende Kenntnisse der arztrechtlich relevanten Gesetze und Rechtsprechung sind dabei hilfreich – Rechtliche Risiko- und Auseinandersetzungsbereitschaft – Kenntnisse über drohende strafrechtliche Konsequenzen – Überzeugungs- und Durchsetzungsfähigkeit – Ermöglichen dem Arzt im Prinzip überhaupt erst die Reaktion auf Konfliktsituationen zum Schutz des Patienten vor Gefährdung und zur Verhinderung negativer Rechtsfolgen – Ermöglichen die einvernehmliche Beilegung, notfalls aber auch eine erzwungene Lösung von Konfliktsituationen 301 Direkte und indirekte Eingriffe in die ärztliche Therapiefreiheit vermeiden zu können – Arbeitsrechtliche Verantwortungsbereitschaft – Bereitschaft und Fähigkeit zur rechtlichen Kooperation mit Juristen und den Arztkollegen – Ermöglichen dem angestellten Arzt die Sicherstellung der ärztlichen Unabhängigkeit – Etwa durch eine entsprechende arbeitsvertragliche Gestaltung (starke Mitwirkungsrechte, Anpassung der Vergütungsregelungen etc.) – Oder durch die Überwachung der Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und die dienstliche bzw. betriebliche Mitwirkung im Rahmen der Arbeitnehmervertretung Anlagen 302

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Zusammenfassung

Das vorliegende Werk befasst sich mit der Frage nach der Notwendigkeit von juristischen Kompetenzen des Arztes. Es beinhaltet dazu eine tiefgreifende, jedoch verständliche Analyse der Prinzipien des deutschen Arzthaftungsrechts. Behandelt wird neben der berufsrechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Haftung des Arztes vor allem auch dessen Rechtsbeziehung zu seinen Patienten und zu seinem Arbeitgeber. Schwerpunktmäßig betrachtet werden folglich der Begriff des Behandlungsfehlers, des Aufklärungsfehlers sowie des Organisationsfehlers, der Behandlungsvertrag, die Einbindung des Arztes in die Krankenhausorganisation, aber auch das Wirtschaftlichkeitsgebot. Die Arbeit ist aufgrund der eindeutigen Ergebnisse insofern nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht interessant, sondern eignet sich zudem als Nachschlagewerk für Studenten, Mediziner und Juristen, das einen umfassenden und tiefgründigen Einblick in das geltende Arztrecht gewährt. Anhand einer Vielzahl von Beispielen aus der Rechtsprechung wird die Systematik der Haftung des Arztes eingängig erläutert und auf die besonderen arztrechtlichen Problemstellungen, wie bspw. die Behandlungsverweigerung durch den Patienten, dessen vom geltenden medizinischen Standard abweichenden Behandlungswunsch oder die ärztliche Unabhängigkeit gefährdende Dienstanweisungen des Arbeitgebers, explizit eingegangen.