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Bernd Sommer, Vortrag Was haben Inklusion und Umwelt-Schutz gemeinsam? Zusammen-Fassung in Leichter Sprache in:

Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Ed.)

Inklusiver Arbeitsmarkt, page 54 - 67

Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3969-4, ISBN online: 978-3-8288-6857-1, https://doi.org/10.5771/9783828868571-54

Tectum, Baden-Baden
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54 Vortrag Was haben Inklusion und Umwelt-Schutz gemeinsam? Bernd Sommer Zusammen-Fassung in Leichter Sprache 55 Worum geht es in dem Vortrag? In dem Vortrag geht es um Veränderungen. Zum Beispiel: • Veränderungen von unserer Welt. • Veränderungen von unserer Umwelt. • Veränderungen von der Gesellschaft. Umwelt bedeutet: Es geht um die Natur und unsere Erde. Es geht um Pflanzen und Tiere. Es geht um unser Wasser und um unsere Luft. Gesellschaft heißt: Das sind wir alle. Alle Menschen auf der Welt. Es geht um Veränderungen in unserem Zusammen-Leben. Es geht um diese Frage: Wie kann unser Zusammen-Leben noch besser werden? 56 Was Bernd Sommer erforscht Bernd Sommer is t Forscher. Forschen bedeutet: Er denkt viel über bes timmte Fragen nach. Er kennt sich mit einem Thema sehr gut aus. Bernd Sommer forscht zu diesem Thema: • Wie passieren Veränderungen? • Was können wir tun für gute Veränderungen? Die Welt verändert sich dauernd. Bernd Sommer überlegt: • Sollen wir Veränderungen einfach so passieren lassen? Oder • Sollen wir besser einen Plan haben für Veränderungen? Was is t besser? Veränderungen und Inklusion Bernd Sommer is t kein Fachmann für Inklusion. Aber: Er is t ein Fachmann für Veränderungen. Es geht bei seiner Forschung um Veränderungen in der Umwelt. Bei Inklusion geht es auch um Veränderungen. Deshalb is t die Forschung von Herrn Sommer auch für Inklusion interessant. 57 Einen Plan für eine gute Welt machen Ein Plan von der Zukunft is t gut. Vielleicht haben wir eine Idee für eine gute Welt. In einem Plan können wir unsere Idee aufschreiben. In dem Plan s teht dann unsere Idee: • Wie die Welt sein soll. • Wie eine gute Welt aussieht. Es gibt schon gute Pläne für eine gute Zukunft. Es gibt gute Pläne für ein gutes Zusammenleben. Die BRK is t ein guter Plan. Die Behinderten-Rechts-Konvention Die Behinderten-Rechts-Konvention is t ein Vertrag. Konvention is t ein anderes Wort für: Vertrag. Die Abkürzung dafür is t: BRK. Die BRK gilt für alle Menschen auf der ganzen Welt. In dem Vertrag geht es um die Menschen-Rechte. Es geht um die Rechte von Menschen mit Behinderungen.   58 Die Menschen-Rechte Menschen-Rechte sind bes timmte Regeln. Wie alle gut zusammenleben können. Jeder Mensch hat Menschen-Rechte. Menschen-Rechte sind ganz besondere Rechte. Sie schützen die Menschen. Sie sind für alle Menschen. In den Menschen-Rechten s teht: Jeder Mensch is t gleich gut. Jeder Mensch is t kos tbar. Jeder Mensch hat Menschen-Rechte. Jeder Mensch is t frei. Jeder Mensch darf selbs t bes timmen. Das is t für die Menschen-Rechte egal: • Wo ein Mensch herkommt. • Wie ein Mensch aussieht. • Ob ein Mensch behindert is t. 59 Der Plan von Inklusion Die Behinderten-Rechts-Konvention sagt auch: Es soll überall Inklusion geben. Inklusion heißt: Niemand wird ausgeschlossen. Jeder darf überall dabei sein. Alle Menschen sind gleich viel wert. Kein Mensch wird wegen seiner Behinderung schlechter behandelt. Inklusion in der Arbeits-Welt In der Behinderten-Rechts-Konvention s teht: Auch am Arbeits-Platz muss es Inklusion geben. Das is t auch ein Menschen-Recht. Die BRK is t ein guter Plan.   60 Wie is t die Arbeits-Welt heute wirklich? Eine gute Arbeit zu finden is t schwer. Das heißt: Die Wirklichkeit sieht anders aus. Es gibt zu viele Hindernisse für Menschen mit Behinderungen. Es muss noch viel passieren. Alle Menschen sollen gut arbeiten können? Dann muss noch viel passieren. Jetzt is t es noch so: Der Plan und die Wirklichkeit passen nicht zusammen. Bernd Sommer sagt: Das is t ganz oft so. Wir haben viele gute Pläne. Aber trotzdem passiert nichts. Alles bleibt beim Alten. Es passiert zu wenig Inklusion.   61 Etwas Gutes passiert nicht einfach so von allein. Bernd Sommer erzählt in seinem Vortrag Beispiele. Zum Beispiel über Veränderungen in der Umwelt. Lange Zeit hatten Menschen keinen Plan vom Umwelt-Schutz. Oder die Menschen haben den Plan nicht befolgt. Das hat der Umwelt sehr geschadet. Manche Tier-Arten sind deshalb ausges torben. Bernd Sommer sagt: Vielleicht lassen wir die Dinge einfach so laufen. Dann passieren schlechte Sachen. So passiert nichts Gutes. Wir müssen uns einmischen. Regeln allein sind zu wenig. Zuers t müssen wir einen guten Plan machen. Nur Regeln und Gesetze allein sind zu wenig. Manche Leute halten sich nicht an Regeln. Deshalb müssen die Menschen kämpfen für mehr Inklusion.   62 Arbeit muss gerecht sein. Is t die Arbeit nicht gerecht? Dann kann das passieren: Geld regiert die Welt. Das bedeutet: Nur noch Geld is t wichtig. Die Welt is t ungerecht. Viele Menschen können vom Lohn für ihre Arbeit nicht leben. Sie bekommen viel zu wenig Lohn. Es muss gute Arbeits-Plätze geben. Alle sollen gut zusammen arbeiten können: Menschen mit und Menschen ohne Behinderungen. Leider is t es oft anders. Das Arbeits-Leben macht auch immer mehr Menschen krank. Das müssen Menschen lernen: • Menschen mit Behinderungen können viele Arbeiten gut machen. • Oft müssen nur die Arbeits-Plätze besser sein. Beispiel: Es gibt Geld für Hilfen. Mit dem Geld kann eine Firma einen Arbeits-Platz verändern. Dann kann auch ein Mensch mit Behinderung dort gut arbeiten. 63 Von Vorbildern und guten Beispielen erzählen Vorbild bedeutet: Ein Mensch macht etwas vor. Jemand anderes findet das gut. Deshalb möchte diese Person das dann gern nachmachen. Manche Menschen können sich Inklusion nur schwer vors tellen. Diesen Menschen müssen wir von guten Beispielen erzählen. Sie müssen von guten Ideen erfahren. Gute Beispiele sind gute Vorbilder für andere. So kann sich das Denken ändern. Dann wird Inklusion immer normaler. Und es kann überall Inklusion geben. Die Idee von der Zukunft Eine andere Welt is t möglich. Es gibt schon tolle Ideen. Es gibt viele Vorbilder. Andere sollen die guten Ideen nachmachen. Mehr Menschen sollen Mut bekommen. Deshalb müssen wir von den guten Ideen erzählen.   64 Mut machen Was is t wichtig für gute Veränderungen? Mutige Menschen sind wichtig dafür. Inklusion braucht Mut. Fas t alle sagen: Inklusion is t gut. Trotzdem passiert nichts. Oder es passiert zu wenig. Worte reichen nicht. Die Menschen müssen auch etwas tun. Bernd Sommer sagt: So war es überall und immer auf der Welt. Für eine bessere Welt muss ten die Menschen immer kämpfen. Von alleine wurde nichts besser.   65 Es geht um Macht. Macht bedeutet: Wer bes timmen darf. Im Gesetz s tehen Rechte aufgeschrieben. Diese Rechte soll es wirklich geben. Das soll wirklich passieren. Die Menschen sollen mitbes timmen können. Deshalb müssen wir für bessere Gesetze kämpfen. Wir müssen für Fortschritt kämpfen. Fortschritt bedeutet: Man probiert neue Dinge aus. Die Welt soll so besser werden.   66 Sich zusammentun mit anderen Die Menschen können für Inklusion kämpfen. Die Menschen müssen sich dafür zusammentun. Zusammen haben die Menschen Macht. Zusammen kann man mehr erreichen als einer allein. Zusammen können die Menschen etwas bes timmen. Sons t bleibt alles wie es is t. Oder es wird sogar noch schlimmer. Eine andere Welt is t möglich Mit den Menschen und der Welt is t es so: Veränderungen sind möglich. Das zeigt die Geschichte von uns Menschen. Das brauchen wir: Wir brauchen einen guten Plan von der Zukunft. Dann brauchen wir auch gute Gesetze. Und wir brauchen Menschen. Menschen müssen sich für ein Gesetz s tark machen. Menschen müssen für die Rechte im Gesetz kämpfen. So können Veränderungen auch wirklich passieren. Eine gute Welt is t möglich. Die gute Welt wird nur nicht von allein passieren.

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Zusammenfassung

In Artikel 27 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bekennen sich die Vertragsstaaten dazu, einen „inklusiven Arbeitsmarkt“ herzustellen. Wie ist es darum bestellt? Was kann dazu beitragen, diesen menschenrechtlichen Anspruch zu fördern? In Kooperation mit „umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.“ hat das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) hierzu am 16. September 2016 eine Tagung in Hamburg ausgerichtet. Dabei war der Anspruch der Inklusion für die Tagung selbst maßgeblich. Beides, sowohl Beiträge zum Thema als auch die inklusive Gestaltung der Tagung, dokumentiert das vorliegende Buch. Es beinhaltet Beiträge in Standard- bzw. wissenschaftlicher Sprache, Leichter Sprache sowie Einfacher Sprache.