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Anja Teufel, Leichte Sprache und Einfache Sprache: Ein Plan für den Fachtag Zusammen-Fassung in Leichter Sprache in:

Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Ed.)

Inklusiver Arbeitsmarkt, page 36 - 42

Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3969-4, ISBN online: 978-3-8288-6857-1, https://doi.org/10.5771/9783828868571-36

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
36 Leichte Sprache und Einfache Sprache: Ein Plan für den Fachtag Anja Teufel Zusammen-Fassung in Leichter Sprache 37 Verans taltungen ohne Hindernisse Es soll keine Hindernisse für Menschen mit Behinderungen geben. Hindernisse heißen auch: Barrieren. Zum Beispiel: Treppen sind ein Hindernis für Rolls tuhl-Fahrer. Schwere Sprache is t ein Hindernis für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Ohne Hindernisse heißt es auch so: Barrierefrei und Barriere-Freiheit. Warum is t das wichtig? Alle Menschen wollen wichtige Dinge vers tehen. Menschen mit Lernschwierigkeiten wollen das auch. So bekommt man wichtige Informationen. Dann kann man über eine Sache nachdenken. Dann kann man sich mit anderen aus tauschen. Nur so kann man seine Meinung sagen. Nur so kann man mitbes timmen. Menschen mit Lernschwierigkeiten wollen mitbes timmen. 38 Leichte Sprache und Einfache Sprache Deshalb soll es bei der Tagung nicht nur schwere Sprache geben. Leichte Sprache Für Leichte Sprache gibt es Regeln. Leichte Sprache is t besonders leicht zu vers tehen. Es gibt Übersetzungs-Büros für Leichte Sprache. Aus einem schweren Text wird ein leichter Text. Die Regeln sind wichtig für eine Übersetzung. In den Regeln s teht: Wie man einen Text schreiben soll. Der Text soll auch Bilder haben. Es gibt Prüfer und Prüferinnen für Leichte Sprache. Das sind Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie prüfen die Übersetzung. Das s teht auch in den Regeln. Leichte Sprache is t Barriere-Freiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten. 39 Einfache Sprache Es gibt auch Einfache Sprache. Einfache Sprache is t etwas anderes als Leichte Sprache. Einfache Sprache darf etwas schwieriger sein. Die Sätze sind etwas länger. Ein neuer Satz muss nicht in einer neuen Zeile s tehen. Die Regeln für Einfache Sprache sind weniger s treng. Manche Menschen können nicht gut lesen und schreiben. Manche Menschen kommen aus anderen Ländern. Sie lernen ers t Deutsch. Dann is t Einfache Sprache gut. Gute Texte schreiben In den Regeln geht es viel um Texte schreiben. Das heißt: Eine Person schreibt etwas auf. Zum Beispiel: Auf ein Blatt Papier oder ins Internet. K Produktion Anja Teufel arbeitet in der Firma K Produktion. Die Firma kennt sich gut aus mit Barriere-Freiheit. Die Firma macht Kurse für barrierefreie Verans taltungen. Und die Firma berät andere Menschen. Anja Teufel macht Kurse für Leichte Sprache. Sie übersetzt schwierige Texte in Leichte Sprache. Sie arbeitet mit einer Prüf-Gruppe zusammen. Sie macht auch Pläne für Leichte Sprache bei Tagungen. 40 Wie is t es bei Verans taltungen? Bei Verans taltungen is t es anders als bei Texten. Bei Verans taltungen gibt es Vorträge. Es gibt auch Arbeits-Gruppen. Die Menschen reden miteinander. Die Menschen hören zu. Es gibt weniger Papier zum Lesen. Leichte Sprache und Einfache Sprache bei Verans taltungen sind wichtig! Wir brauchen dort auch leicht vers tändliche Sprache. Man muss an die Regeln für Leichte Sprache denken. Viele Regeln sind nur für das Schreiben gedacht. Aber manche Regeln sind auch für das Reden wichtig. Aber es gibt ers t wenige Ideen für Verans taltungen. Ich rede mit Menschen mit Lernschwierigkeiten darüber. Wir reden über Leichte Sprache bei Verans taltungen. Das is t alles noch sehr neu. Es gibt keinen fes ten Plan für Leichte Sprache bei Tagungen. Wir probieren verschiedene Dinge aus. So merken wir: • Was is t gut bei Verans taltungen? • Was is t weniger gut? 41 Der Plan für diese Tagung Wir haben das ZeDiS beraten. Wir haben Vorschläge gemacht. Wir haben zusammen einen Plan gemacht: • Für Leichte Sprache • Für Einfache Sprache Was gab es alles bei der Tagung? Arbeits-Gruppe in Leichter Sprache Es gab eine Arbeits-Gruppe in Leichter Sprache. Die Arbeits-Gruppe war gleichzeitig zum ers ten Vortrag. Das war der Vortrag von Bernd Sommer. Vortrag in Leichter Sprache Der Vortrag war über Kopf-Hörer. Man konnte sich die Kopf-Hörer ausleihen. Ich habe den Vortrag vor der Tagung übersetzt. Das war der Vortrag von Kathrin Römisch. Sie hat gleichzeitig in schwerer Sprache vorgetragen. Beratung für Einfache Sprache Es gab vorher eine Beratung für Einfache Sprache. Es gab Tipps für Einfache Sprache. Die Redner und Rednerinnen haben erfahren: • Wie geht Einfache Sprache? • Wie kann ich meinen Vortrag einfacher schreiben?  42 Diese Vorträge waren in Einfacher Sprache: Das Gruß-Wort war in Einfacher Sprache. Der Vortrag vom ZeDiS war in Einfacher Sprache. Der Vortrag von Corinna Rüffer war in Einfacher Sprache. Der Vortrag von Chris tian Judith war in Einfacher Sprache. Ich habe Tipps für Veränderungen gegeben. Die Diskussion mit Gäs ten Verschiedene Gäs te waren auf der Bühne. Sie haben ihre Meinung gesagt. Sie haben miteinander geredet. Anja Teufel war eine Art Wächterin. Sie hat auf die Sprache aufgepass t. Sie hatte auch ein Mikrofon. Sie hat besonders schwere Wörter leichter erklärt. Das ZeDiS is t mutig. Das ZeDiS hat neue Dinge ausprobiert. Es gab bei der Tagung eine Mischung. Es gab Leichte Sprache und Einfache Sprache. Es gab auch schwere Sprache.

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Zusammenfassung

In Artikel 27 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bekennen sich die Vertragsstaaten dazu, einen „inklusiven Arbeitsmarkt“ herzustellen. Wie ist es darum bestellt? Was kann dazu beitragen, diesen menschenrechtlichen Anspruch zu fördern? In Kooperation mit „umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.“ hat das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) hierzu am 16. September 2016 eine Tagung in Hamburg ausgerichtet. Dabei war der Anspruch der Inklusion für die Tagung selbst maßgeblich. Beides, sowohl Beiträge zum Thema als auch die inklusive Gestaltung der Tagung, dokumentiert das vorliegende Buch. Es beinhaltet Beiträge in Standard- bzw. wissenschaftlicher Sprache, Leichter Sprache sowie Einfacher Sprache.