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Wörterbuch Leichte Sprache in:

Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Ed.)

Inklusiver Arbeitsmarkt, page 222 - 232

Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3969-4, ISBN online: 978-3-8288-6857-1, https://doi.org/10.5771/9783828868571-222

Tectum, Baden-Baden
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222 Wörterbuch Leichte Sprache 223 Abschließende Bemerkungen Das is t ein Bericht. In dem Bericht geht es um die BRK. Hat Deutschland sich an die BRK gehalten? Die Antwort s teht in dem Bericht. Der Bericht heißt: Abschließende Bemerkungen. Der Fachausschuss hat den Bericht geschrieben. Andere Anbieter Menschen mit Behinderungen können dort arbeiten. Andere Anbieter sind so ähnlich wie eine richtige Firma. Andere Anbieter sind neu. Das s teht im neuen Bundes-Teilhabe-Gesetz. Es is t immer noch ein besonderer Arbeits-Platz. Aber der Arbeits-Platz is t auf dem Arbeits-Markt-für-Alle. Andere Anbieter sind keine Werks tatt für behinderte Menschen. 224 Arbeits-Markt Der Arbeits-Markt hat mit der Arbeit von den Menschen zu tun. Viele Menschen haben einen Beruf gelernt. Sie gehen zur Arbeit. Sie haben einen Arbeits-Platz. Sie arbeiten zum Beispiel in einer Firma. Die Firma zahlt ihren Anges tellten einen Lohn. Das alles heißt Arbeits-Markt. Der Arbeits-Markt heißt auch so: • Ers ter Arbeits-Markt oder • Allgemeiner Arbeits-Markt. Sonder-Einrichtungen gehören nicht dazu. Arbeits-Markt-für-Alle Menschen mit und Menschen ohne Behinderung können zusammenarbeiten. Alle sind bei der Arbeit dabei. Alle arbeiten mit. Das kann in einer Firma sein. Es kann auch in einem Amt sein. Das is t ein Arbeits-Markt-für-Alle. Auf dem Arbeits-Markt-für-Alle gibt es Inklusion. Dieser Arbeits-Markt heißt auch so: Inklusiver Arbeits-Markt. 225 Artikel, Artikel 27 BRK In einem Artikel is t etwas aufgeschrieben. Es geht um ein bes timmtes Thema. In der BRK s tehen Artikel. In den Artikeln s tehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das heißt: Die Artikel sind in der BRK wie Regeln. In Artikel 27 von der BRK s teht: Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit. Es muss einen Arbeits-Markt-für-Alle geben! Das Wort Artikel kann verschiedene Dinge bedeuten. Es gibt auch Artikel in einer Zeitung. Artikel is t dort ein anderes Wort für einen Text. Ausgleichs-Abgabe Die Ausgleichs-Abgabe is t eine Art Geld-Strafe. Manche Firmen s tellen zu wenige Menschen mit Behinderungen ein. Diese Firmen müssen dann diese Geld-Strafe zahlen. Arbeiten in einer Firma 20 oder mehr Mitarbeiter? Dann muss wenigs tens 1 Mensch mit Behinderung dabei sein. In großen Firmen müssen es noch mehr sein. In vielen Firmen is t trotzdem kein Mitarbeiter mit Behinderung. Dann muss die Firma die Ausgleichs-Abgabe bezahlen.  226 Barrieren Barrieren sind Hindernisse. Treppen sind eine Barriere für Rolls tuhl-Fahrerin. Schwere Sprache is t eine Barriere für einen Menschen mit Lernschwierigkeiten. Barriere-Freiheit, barrierefrei: Es gibt keine Hindernisse. Es gibt keine Hindernisse für Menschen mit Behinderungen. Es gibt eine Rampe für eine Rolls tuhl-Fahrerin. Es gibt Leichte Sprache für einen Menschen mit Lernschwierigkeiten. Behinderten-Rechts-Konvention, BRK: BRK is t die Abkürzung für: Behinderten-Rechts-Konvention. Konvention spricht man: Kon-ven-zjon. Die BRK is t ein Vertrag. Den Vertrag haben viele Länder unterschrieben. In dem Vertrag s tehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 227 Beschäftigte Arbeiten Menschen mit Behinderungen in einer Werks tatt für behinderte Menschen? Dann nennt man diese Menschen: Beschäftigte. Budget für Arbeit Budget spricht man so: Büd scheh. Ein Budget is t eine bes timmte Menge Geld. Das Budget für Arbeit is t für Beschäftigte aus einer Werks tatt für behinderte Menschen. So können Beschäftigte die Werks tatt verlassen. Sie sollen so leichter in eine Firma wechseln können. Sie wechseln auf einen normalen Arbeits-Platz. Der Arbeits-Platz is t auf dem Arbeits-Markt. Die Firma zahlt einen normalen Lohn. Eine Behörde zahlt einen Lohn-Zuschuss an die Firma. Das Budget für Arbeit is t eine Maßnahme. Fachausschuss Der Fachausschuss is t eine Gruppe von Fachleuten. Der Fachausschuss kümmert sich um die BRK. Der Fachausschuss überprüft alle Länder. Halten sich die Länder an die BRK? Das überprüft der Fachausschuss. 228 Fachtag Ein Fachtag is t eine Verans taltung. Bei einem Fachtag geht es um ein bes timmtes Thema. Fachleute reden über ein Thema. Menschen können sich über ein Thema informieren. Inklusion Alle Menschen gehören dazu. Alle Menschen sind gleich wichtig. Niemand wird ausgeschlossen. Zum Beispiel: Menschen mit und Menschen ohne Behinderungen können • zusammen in die gleiche Schule gehen. • zusammen in der gleichen Firma arbeiten. Inklusiver Arbeits-Markt Mehr dazu s teht bei: Arbeits-Markt-für-Alle. 229 Maßnahme Das is t ein Programm für Hilfe vom Staat. Zum Beispiel: Für Menschen mit Behinderungen. Es gibt verschiedene Maßnahmen. Zum Beispiel: • Eine Weiter-Bildung • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz • Geld Der Staat zahlt die Maßnahme. Maßnahme bedeutet auch: Wie kann ich ein Ziel erreichen? Das Wort Maßnahme kann verschiedene Dinge bedeuten. Menschen-Rechte Menschen-Rechte sind bes timmte Regeln. Wie alle gut zusammenleben können. Jeder Mensch hat Menschen-Rechte. Alle sollen sich an diese Regeln halten. 230 Partizipation, Teilhabe Menschen mit Behinderungen sollen überall mitreden. Sie sollen sich beteiligen können. Niemand soll über behinderte Menschen reden und entscheiden. Das heißt auch: Partizipation oder Teilhabe. Sonder-Einrichtung, Sonder-Welt Eine Sonder-Einrichtung is t ein besonderer Ort. Der Ort is t nur für Menschen mit Behinderungen. Menschen mit und Menschen ohne Behinderungen sind getrennt. Das sind Sonder-Einrichtungen: • Werks tatt für behinderte Menschen Dort können nur Menschen mit Behinderungen arbeiten. • Berufs-Bildungs-Werk Dort können nur Menschen mit Behinderungen für den Beruf lernen. Sonder-Welt is t ein anderes Wort für: Sonder-Einrichtung. 231 Staat Der Staat is t für die Menschen in Deutschland da. Die Regierung gehört zum Staat. Alle Ämter in Deutschland gehören zum Staat. Zum Staat gehören bes timmte Berufe. Die Arbeits-Plätze dort heißen: Öffentlicher Diens t. Zum Beispiel: • Politiker und Politikerinnen • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem Amt • Richter und Richterinnen • Polizis ten und Polizis tinnen Sie alle arbeiten für den Staat. Werkstatt für behinderte Menschen, WfbM Dort können Menschen mit Behinderungen Arbeit bekommen. WfbM is t die Abkürzung für: Werks tatt für behinderte Menschen. Die WfbM is t eine Sonder-Einrichtung. Dort dürfen nur Menschen mit Behinderungen arbeiten. 232 Zentrum für Disability Studies, ZeDiS Disability Studies spricht man so: Dis ä bille tie Staddies. Disability heißt auf Deutsch: Behinderung. Studies heißt: Forschung. Fachleute forschen zum Thema Behinderung. Die Fachleute arbeiten an einer Hoch-Schule. Sie arbeiten in einer bes timmten Abteilung. In Hamburg gibt es auch ein Zentrum für Disability Studies. ZeDiS is t die Abkürzung für das Zentrum.

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References

Zusammenfassung

In Artikel 27 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bekennen sich die Vertragsstaaten dazu, einen „inklusiven Arbeitsmarkt“ herzustellen. Wie ist es darum bestellt? Was kann dazu beitragen, diesen menschenrechtlichen Anspruch zu fördern? In Kooperation mit „umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.“ hat das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) hierzu am 16. September 2016 eine Tagung in Hamburg ausgerichtet. Dabei war der Anspruch der Inklusion für die Tagung selbst maßgeblich. Beides, sowohl Beiträge zum Thema als auch die inklusive Gestaltung der Tagung, dokumentiert das vorliegende Buch. Es beinhaltet Beiträge in Standard- bzw. wissenschaftlicher Sprache, Leichter Sprache sowie Einfacher Sprache.