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Lars Bruhn, Jürgen Homann, Einleitung Zusammen-Fassung in Leichter Sprache in:

Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Ed.)

Inklusiver Arbeitsmarkt, page 18 - 26

Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3969-4, ISBN online: 978-3-8288-6857-1, https://doi.org/10.5771/9783828868571-18

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
18 Einleitung Lars Bruhn und Jürgen Homann Zusammen-Fassung in Leichter Sprache 19 Worum geht es in diesem Buch? Alle Menschen haben die gleichen Rechte. In der Gesellschaft sollen alle dabei sein können. So soll es für Menschen mit und ohne Behinderungen sein: • Sie sollen gut zusammen leben können. • Sie sollen gut zusammen arbeiten können. • Sie sollen zusammen in einer Firma arbeiten können. • Sie sollen nicht in getrennten Firmen arbeiten müssen. Das nennen wir: Inklusion. Inklusion is t ein Menschen-Recht. Menschen-Recht bedeutet: Alle Menschen haben dieses Recht. Immer und überall. Bei der Arbeit soll es auch Inklusion geben. Jeder kann eine Arbeit machen. Möchte jemand arbeiten? Dann soll er auch eine Arbeit bekommen. Welche Arbeit möchte jemand machen? Jeder soll selbs t wählen können. Und jeder soll für seine Arbeit Geld bekommen. Von diesem Geld soll jeder gut leben können.  20 Der Arbeits-Markt-für Alle Das alles is t wichtig! Wir sagen dazu: Ein Arbeits-Markt-für-Alle! Das bedeutet: Alle können dabei sein. Alle arbeiten mit. Auf dem Arbeits-Markt-für-Alle gibt es Inklusion. Dieser Arbeits-Markt heißt auch so: Inklusiver Arbeits-Markt.  21 Gibt es den Arbeits-Markt-für-Alle? Den Arbeits-Markt-für-Alle gibt es noch nicht. Viele Menschen haben keinen Arbeits-Platz. Viele Menschen mit Behinderungen finden nur in Werks tätten Arbeit. Nicht alle haben gleich gute Möglichkeiten. Für Menschen mit Behinderungen gibt es Hindernisse. Deshalb können sie bes timmte Arbeiten nicht machen. Einige Beispiele: Manche Schreibtische passen nicht für Rolls tuhl-Fahrer. Treppen behindern Rolls tuhl-Fahrer. Gehörlose können nicht mit Telefon arbeiten. Zu Hindernissen sagt man auch: Barrieren. Barriere-Freiheit bedeutet: Es gibt keine Hindernisse. Barrieren müssen weg. Jeder Arbeits-Platz muss barrierefrei sein. Ers t dann gibt es den Arbeits-Markt-für-Alle.  ✓ 22 Was is t das ZeDiS? In Hamburg forschen Fachleute zum Thema Behinderung. Die Fachleute arbeiten an einer Hochschule. Sie arbeiten in einer bes timmten Abteilung. Die Abteilung heißt: ZeDiS. Das is t die Abkürzung für: Zentrum für Disability Studies. Disabilty Studies spricht man so: Dis ä bille tie Staddies. Disability heißt auf Deutsch: Behinderung. Studies heißt: Forschung. Ein Fachtag vom ZeDiS. Die Mitarbeiter vom ZeDiS haben eine Verans taltung gemacht. Bei der Verans taltung haben Fachleute gesprochen. Man sagt deshalb auch: Fachtag. Der Fachtag war im Rauhen Haus in Hamburg. Das Rauhe Haus is t: Eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Über 130 Menschen sind gekommen: • Menschen mit Behinderungen Viele arbeiten in der Politik oder in der Wissenschaft. • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen • Fachleute für Arbeit und Politik • Fachleute aus der Wirtschaft • Chefs und Chefinnen von Firmen 23 Was war das Thema vom Fachtag? Ein Arbeits-Markt-für-Alle! Es soll Inklusion auf dem Arbeits-Markt geben! Wie kann man den Arbeits-Markt-für-Alle schaffen? Was kann man besser machen? Zum Beispiel: Was kann die Politik besser machen? Was kann man für Barriere-Freiheit tun? Fachleute haben dazu Vorschläge gemacht. Der Vertrag: BRK Es gibt einen Vertrag. Den Vertrag haben viele Länder unterschrieben. Deutschland hat den Vertrag auch unterschrieben. Der Vertrag heißt: Behinderten-Rechts-Konvention. Die Abkürzung dafür is t: BRK. In der BRK s tehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die BRK war auch Thema auf dem Fachtag. In der BRK s teht: Menschen mit Behinderungen sollen überall dabei sein. Es darf keine Barrieren geben.  24 Was is t Artikel 27 von der BRK? In der BRK gibt es 50 Artikel. Artikel bedeutet hier: Die Artikel sind wie Regeln. In den Artikeln s tehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Dort s teht etwas zu einem bes timmten Thema. In Artikel 27 s teht: Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit. Es muss einen Arbeits-Markt-für-Alle geben! Barriere-Freiheit: Ein Fachtag für alle! Barriere-Freiheit bedeutet: Es gibt keine Hindernisse. Der Fachtag soll auch für alle sein. Das hat es auf dem Fachtag vom ZeDiS gegeben: • Leichte Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten. • Barriere-Freiheit für Menschen mit Körper-Behinderung. • Gebärden-Dolmetscher und Schrift-Dolmetscher für Menschen mit Hörbehinderung. Menschen mit Behinderungen sagen: Wir wollen mitreden. Nichts über uns ohne uns! Beim ZeDiS sollen alle dabei sein. Das ZeDiS hat alle eingeladen.   25 K Produktion hat das ZeDiS unters tützt. Die Firma K Produktion arbeitet für Menschen mit Behinderungen. K Produktion is t der Name von der Firma. K Produktion kennt sich aus mit Barriere-Freiheit. ZeDiS hat K Produktion gefragt: Wie können wir den Fachtag barrierefreier machen? K Produktion hat geholfen. Anja Teufel hat dazu etwas geschrieben. Anja Teufel arbeitet bei K Produktion. Sie können das in diesem Buch lesen. Was hat K Produktion für die Barriere-Freiheit gemacht? K Produktion hat schwere Vorträge übersetzt: • In Einfache Sprache. • In Leichte Sprache. Menschen mit Lernschwierigkeiten haben mitgeholfen. Sie haben die Texte geprüft.   26 Wer hat gesprochen? Verschiedene Fachleute haben gesprochen. Sie können alles in diesem Buch lesen. Dort s teht: • Wer beim Fachtag gesprochen hat. • Was das Thema von dem Vortrag war. Das ZeDiS sagt Danke. Viele haben für dieses Buch gearbeitet. Einige haben einen Vortrag gesprochen. Einige haben einen Vortrag geschrieben. Dafür sagt ZeDiS allen: Danke. Jörn Dobert arbeitet für: umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. Jörn Dobert hat viel geholfen: Er hat mit Geld und mit Ideen geholfen. Danke an Jörn Dobert. Danke an umdenken. Der Tectum-Verlag hat dieses Buch gedruckt. Leichte Sprache hat besondere Regeln. Der Tectum-Verlag hat sich daran gehalten. Das is t mehr Arbeit für den Verlag. Danke an den Tectum-Verlag.  

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Zusammenfassung

In Artikel 27 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bekennen sich die Vertragsstaaten dazu, einen „inklusiven Arbeitsmarkt“ herzustellen. Wie ist es darum bestellt? Was kann dazu beitragen, diesen menschenrechtlichen Anspruch zu fördern? In Kooperation mit „umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.“ hat das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) hierzu am 16. September 2016 eine Tagung in Hamburg ausgerichtet. Dabei war der Anspruch der Inklusion für die Tagung selbst maßgeblich. Beides, sowohl Beiträge zum Thema als auch die inklusive Gestaltung der Tagung, dokumentiert das vorliegende Buch. Es beinhaltet Beiträge in Standard- bzw. wissenschaftlicher Sprache, Leichter Sprache sowie Einfacher Sprache.