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Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Ed.)

Inklusiver Arbeitsmarkt, page 1 - 14

Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3969-4, ISBN online: 978-3-8288-6857-1, https://doi.org/10.5771/9783828868571-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Inklusiver Arbeitsmarkt Ein Arbeits-Markt für Alle! Lars Bruhn, Jürgen Homann, Christian Judith, Anja Teufel (Hrsg.) Inkusiver Arbeitsmarkt Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren Ein Arbeits-Markt für Alle! Es soll Inklusion auf dem Arbeits-Markt geben! Tectum Verlag Lars Bruhn, Jürgen Homann, Chris tian Judith, Anja Teufel Inklusiver Arbeitsmarkt Zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren Ein Arbeits-Markt für Alle! Es soll Inklusion auf dem Arbeits-Markt geben! © Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 ePDF: 978-3-8288-6857-1 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-3969-4 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagges taltung: Tectum Verlag, unter Verwendung von Piktogrammen des ZeDiS, Zentrum für Disability Studies an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Stiftung Das Rauhe Haus in Hamburg Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Das Projekt „Kompetenzzentrum Disability Studies an Hochschulen und in der beruflichen Weiterbildung“ wird aus Mitteln des Euro päischen Sozialfonds (ESF) finanziert und von der Freien und Hanses tadt Hamburg kofinanziert. 5 Inhalt Das können Sie hier lesen: Grußwort Andreas Theurich In Einfacher Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Einleitung Lars Bruhn und Jürgen Homann In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Einleitung Lars Bruhn und Jürgen Homann Zusammen-Fassung in Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . 18 Leichte Sprache und Einfache Sprache: Konzept und Formate für den Fachtag Anja Teufel In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Leichte Sprache und Einfache Sprache: Ein Plan für den Fachtag Anja Teufel Zusammen-Fassung in Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . . 36 Was ist Transformationsdesign? Zu den Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialen Wandels unter normativen Leitbildern Bernd Sommer In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Was haben Inklusion und Umwelt-Schutz gemeinsam? Bernd Sommer Zusammen-Fassung in Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . . 54 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Exklusiv inklusiv? Kann die Politik dafür sorgen, dass alle gute Arbeit haben? Jürgen Homann und Lars Bruhn In Einfacher Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 6 Herausforderungen an den inklusiven Arbeitsmarkt Barbara Vieweg In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Es soll einen Arbeits-Markt-für-Alle geben. Deshalb muss man Vieles anders machen. Barbara Vieweg Zusammen-Fassung in Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . . 98 Arbeit für Alle?! Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention für Arbeitgeber*innen aus der Perspektive der Disability Studies Kathrin Römisch In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Arbeit für Alle! Wie können gute Aktions-Pläne aussehen? Kathrin Römisch Zusammen-Fassung in Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . . 154 Werkstätten und Inklusion: Welche Zukunft können die Werkstätten haben? Was bringt die Arbeit dort? Christian Judith In Einfacher Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 Programm In schwerer Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215 Programm In Leichter Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Wörterbuch Leichte Sprache. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 Nachweise Leichte Sprache. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233 7 ********************************* Was bedeutet die Sternchen-Schreibweise? Das Gender-Sternchen Manchmal lesen Sie im Text Wörter mit diesem Zeichen: *. Zum Beispiel: Mitarbeiter*innen oder Arbeitnehmer*innen Das Zeichen heißt: Gender-Sternchen. Gender ist Englisch und bedeutet: Geschlecht. Gender wird so gesprochen: Dschender. Das Gender-Sternchen kommt in den Texten in schwerer Sprache und in Einfacher Sprache vor. Was hat es mit diesem Sternchen auf sich? Das Sternchen soll zeigen: • Männer und Frauen sind gemeint. • Für manche Menschen passt keins der beiden Geschlechter Mann oder Frau. Menschen mit einem anderen Geschlecht sind auch gemeint. • Manche Menschen fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig. Mit dem * gehören alle mit dazu. Es gibt noch viele Möglichkeiten zwischen den Geschlechtern. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen. Für die Leichte Sprache ist das Sternchen sehr schwer. Der Text soll gut zu lesen sein. Der Satz darf in Leichter Sprache nicht zu lang sein. Deshalb haben wir dort mal die männliche, mal die weibliche Schreibweise benutzt. Manchmal haben wir auch beide Schreibweisen gleichzeitig benutzt. Vielleicht kann das Sternchen auch in Leichter Sprache bekannt werden? 9 Hinweis Wörterbuch Leichte Sprache In Leichter Sprache sind einige Wörter unters trichen. Manche schweren Wörter kommen oft vor. Diese Wörter können Sie im Wörterbuch nachlesen. Das Wörterbuch is t am Ende vom Buch. 10 Grußwort Andreas Theurich Rektor, Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Stiftung Das Rauhe Haus, Hamburg In Einfacher Sprache 11 Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie herzlich im Wichern-Saal von der Stiftung Das Rauhe Haus. Ich begrüße Sie zu diesem Fachtag vom ZeDiS. ZeDiS ist die Abkürzung für: Zentrum für Disability Studies. Das ist Englisch. Man spricht es: Dis äbille tie Staddies. Es bedeutet: Ein Zentrum, das zur Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen forscht. Das ZeDiS gehört zur Evangelischen Hochschule im Rauhen Haus in Hamburg. Das ZeDiS hat für den Fachtag dieses Thema gewählt: „Ein Arbeitsmarkt für Alle! Es soll Inklusion auf dem Arbeitsmarkt geben!‟ Dieses Thema ist für die Politik wichtig. Und es ist auch für die soziale Arbeit wichtig. Und für die soziale Arbeit bilden wir an unserer Hochschule Student*innen aus. Deshalb müssen wir uns gut mit diesem Thema beschäftigen. Jeder soll an unserer Gesellschaft teilhaben können. Jeder soll selbstbestimmt leben können. Dafür ist sehr wichtig, dass jeder eine Arbeit hat. Und dass jeder mit seiner Arbeit Geld verdient, von dem er leben kann. Gute Arbeit ist aber nicht nur Arbeit für Geld oder Lohn. Viele machen gute und wichtige Arbeiten, aber sie bekommen kein Geld dafür. Solche Arbeiten sind zum Beispiel: • Soziale Arbeit im Freiwilligen-Dienst. • Arbeit im Haushalt. • Erziehungs-Arbeit. • Arbeit in der Pflege. 12 Wie muss ein guter Arbeitsplatz sein? Alle Menschen sollen eine Arbeit haben, die sie lange Zeit machen können. Dafür braucht jeder bestimmte Bedingungen an seinem Arbeitsplatz. Der Arbeitsplatz muss so sein, dass jeder selbständig und gut arbeiten kann. Und dass jeder sich an der Kommunikation in seiner Firma beteiligen kann. Dazu gehören alle Gespräche, die mit der Arbeit zu tun haben. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch mit Kollegen, Kunden und Fachleuten. Wir müssen nicht nur fragen: Wie kann ich dem Menschen selbst helfen? Braucht er zum Beispiel technische Hilfsmittel oder persönliche Assistenz? Wir müssen fragen: Was braucht der Mensch, damit er bei uns teilhaben kann? Was können wir alle dafür tun, dass die Inklusion klappt? Wie können wir Inklusion schaffen? Wir müssen uns fragen: Wie wollen wir als Gesellschaft miteinander leben? Was brauchen wir dafür? Inklusion bedeutet nicht, dass sich manche Menschen an die Gesellschaft anpassen müssen. Es geht darum, dass wir alle zusammen die Gesellschaft sind. Deshalb kann nicht der Staat bestimmen, wie wir Inklusion machen müssen. Es genügt zum Beispiel nicht, Gesetze für gute Inklusion zu machen. Wir müssen alle miteinander reden. Jeder muss sagen, was er braucht. Denn das weiß jeder selbst am besten. Weil jeder andere Probleme hat und für jeden andere Barrieren schwer sind. Und dann müssen wir alle zusammen sehen, wie wir die Barrieren abbauen können. Nur so können wir Inklusion auf dem Arbeitsmarkt schaffen. 13 „Nichts über uns ohne uns!‟ Jeder ist Experte für sein eigenes Leben. Jeder soll selbst bestimmen, was er für sein Leben braucht. Das ist das Ziel von sozialer Arbeit. Und das ist auch das Thema vom ZeDiS. Das ZeDiS hat uns gezeigt, dass es hier an unserer Hochschule Barrieren gibt. Warum ist eine Hochschule kein inklusiver Arbeitsmarkt? • In vielen Arbeitsverträgen werden die Arbeitsplätze nicht sicher versprochen. Deshalb sind viele Verträge schlecht. • Die meisten Räume sind nicht barrierefrei. • Es gibt feste Regeln, welche Arbeit gut ist und welche nicht. Manche Menschen machen gute Arbeit, aber die Arbeit wird nicht anerkannt. Man muss meistens eine bestimmte Ausbildung haben und Wissenschaftler sein, damit die Arbeit anerkannt wird. Das ist nicht gerecht. Wie können wir Inklusion an einer Hochschule schaffen? Die Fragen sind: Wie wollen wir miteinander • leben? • arbeiten? • lehren? • forschen? Wir müssen zuerst überlegen, wie wir diese Fragen beantworten wollen. Wenn wir die Fragen beantworten können, dann müssen wir auch handeln. 14 Wir müssen • dafür sorgen, dass wir Barrieren abbauen. Das können Barrieren am Haus sein oder Barrieren bei technischen Hilfsmitteln. • Hilfsmittel für die Kommunikation anschaffen und benutzen. • Fortbildung und Weiterbildung so anbieten, dass alle mitmachen können. • Arbeit in der Forschung so anbieten, dass alle mitmachen können. Zum Beispiel müssen wir Menschen mit Behinderungen besser fördern. Sie sollen sehr gute Forschung machen und sich verbessern können. Sie sollen sehr gute Ausbildungen in Wissenschaft und Forschung bekommen. Warum machen wir diese Tagung? Auf dieser Tagung wollen wir über das alles sprechen. Wir wollen natürlich nicht nur über die Hochschulen sprechen. Wir wollen über Arbeit für Alle auf dem Arbeitsmarkt sprechen. Wie wollen wir miteinander leben und zusammenarbeiten? Ich bin gespannt, wie wir diese Frage gemeinsam beantworten. Ich freue mich auf die Tagung. Vielen Dank an die Kollegen und Kolleginnen vom ZeDiS, dass sie diesen Tag vorbereitet haben. Und an die Vortragenden für die Vorträge, die wir hören können. Vielen Dank, dass Sie zugehört haben.

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References

Zusammenfassung

In Artikel 27 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen bekennen sich die Vertragsstaaten dazu, einen „inklusiven Arbeitsmarkt“ herzustellen. Wie ist es darum bestellt? Was kann dazu beitragen, diesen menschenrechtlichen Anspruch zu fördern? In Kooperation mit „umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.“ hat das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) hierzu am 16. September 2016 eine Tagung in Hamburg ausgerichtet. Dabei war der Anspruch der Inklusion für die Tagung selbst maßgeblich. Beides, sowohl Beiträge zum Thema als auch die inklusive Gestaltung der Tagung, dokumentiert das vorliegende Buch. Es beinhaltet Beiträge in Standard- bzw. wissenschaftlicher Sprache, Leichter Sprache sowie Einfacher Sprache.