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Vanessa Engler, Claudia Luck-Sikorski, Katrin Schulz, Kapitel 6.3: GAD- Glaub an Dich! Entwicklung und Evaluation eines Trainings zur Selbstwertsteigerung bei Jugendlichen im vollstationären Setting in:

Johannes Schaller, Björn Eichmann (Ed.)

Gesundheit braucht kluge Köpfe, page 83 - 84

10 Jahre SRH Hochschule für Gesundheit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3988-5, ISBN online: 978-3-8288-6840-3, https://doi.org/10.5771/9783828868403-83

Tectum, Baden-Baden
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GAD- Glaub an Dich! Entwicklung und Evaluation eines Trainings zur Selbstwertsteigerung bei Jugendlichen im vollstationären Setting Engler, Vanessa; Luck-Sikorski, Claudia & Schulz, Katrin Der Einfluss des Selbstwertgefühls auf die Funktionsfähigkeit eines Ju‐ gendlichen ist von zentraler Bedeutung, bedenkt man, dass die Zeit der Jugend geprägt ist durch verschiedene Entwicklungsaufgaben und Ent‐ scheidungen, welche das zukünftige Leben beeinflussen können (Blick‐ le, 2011). So ist die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls eine zentrale Aufgabe, vor allem bei Jugendlichen, welche im Rahmen psy‐ chiatrischer Erkrankungen in diesem Bereich Defizite aufweisen (But‐ ton et al., 1996). Grade hier gibt es noch Nachholbedarf in der psycho‐ therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen, Trainings zur Steigerung des Selbstwertgefühls sind in Deutschland wenig vertreten. Ziel der Studie war die Konzipierung und Evaluation eines Selbst‐ werttrainings für Jugendliche im Alter von 11-15 Jahren. Das Training wurde in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Asklepios Fachklinikums im Zeitraum von sechs Wochen durchgeführt. Es nahmen 6 Jugendliche (Durchschnittsalter M = 12.83 Jahre) am Training teil, dieses unterteil‐ te sich in ein Einzel- und begleitendes Gruppentraining. Die Evaluati‐ on erfolgte mittels eines randomisierten Kontrollgruppendesigns mit Eigen- und Fremdbeurteilung durch die Aussagenliste zum Selbstwert‐ gefühl für Kinder und Jugendliche (Schauder, 2010). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das entwickelte Training zur Steigerung des Selbstwertgefühls ergänzend zum regulären Ange‐ Kapitel 6.3: Kapitel 6.3: Studiengang Gesundheitspsychologie 83 bot einer psychotherapeutischen Klinik wirksam sein kann. Das Selbstwertgefühl der Interventionsgruppe verbesserte sich im Ver‐ gleich zur Kontrollgruppe in den drei Dimensionen Schule, Familie und Freunde deutlich. In weiteren Arbeiten ist die Sicherung der Er‐ gebnisse durch eine größere Stichprobe geplant, eine Veröffentlichung des Manuals wird angestrebt. Quellen Blickle, G. (2011). Berufswahl und berufliche Entwicklung. In F. Nerdinger, G.Blickle & N. Schaper (Hrsg) Arbeits- und Organisatinspsychologie (S. 173-193). Berlin, Heidelberg: Springer Verlag. Button, E., Sonuga-Barke, E., Davies, J. & Thompson, M. (1996). A prospective study of self-esteem in the prediction of eating problems in adolescent school girls: Questionnaire findings. British Journal of Clinical Psychology, 35 (2), 193-203. Kapitel 6: Der Studiengang Gesundheitspsychologie (Bachelor of Science) 84

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Zusammenfassung

Gesundheit braucht kluge Köpfe – seit zehn Jahren leistet die SRH Hochschule für Gesundheit dazu ihren Beitrag. Gesundheit ist ein zentraler Wirtschaftszweig in allen Industrienationen. In Zeiten des demografischen Wandels wächst er dynamisch. Zusätzlich verändern sich Verständnis und Menge unseres Wissens über Gesundheit. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen ist Bildung. Orientiert an den Interessen der Studierenden eröffnet die SRH Hochschule für Gesundheit jungen Menschen neue Chancen, an diesem Wandel teilzuhaben. Sie begegnen dabei modernen Ausbildungswegen, einer umfassenden Verzahnung von Theorie und Praxis und anspruchsvollen Forschungsprojekten. Die staatlich anerkannte, private SRH Hochschule für Gesundheit ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der SRH-Gruppe. In ihren Gesundheits- und Bildungseinrichtungen engagieren sich über 13.000 Beschäftigte und ebenso viele Studierende. Dieser Band gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt der Hochschule. Gleichzeitig berichtet er vom Aufbruch in eine Gesundheitswelt im Wandel. Vorgestellt werden die aktuell 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in fünf verschiedenen Studienmodellen an sieben Standorten. Es werden Einblicke gegeben in Bachelor- und Masterthesen der vergangenen Jahre, sowie in aktuelle Forschungsprojekte. Viele kluge Köpfe hat die SRH Hochschule für Gesundheit für das Berufsleben qualifiziert. Im Wissen darum, dass innovative Bildung unersetzbar ist, werden viele weitere folgen.