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Anja Pils, Kapitel 5.3: Die Intervention der Virtuellen Realität zur Rehabilitation der oberen Extremität nach Schlaganfall: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse (Masterarbeit) in:

Johannes Schaller, Björn Eichmann (Ed.)

Gesundheit braucht kluge Köpfe, page 70 - 71

10 Jahre SRH Hochschule für Gesundheit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3988-5, ISBN online: 978-3-8288-6840-3, https://doi.org/10.5771/9783828868403-70

Tectum, Baden-Baden
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Die Intervention der Virtuellen Realität zur Rehabilitation der oberen Extremität nach Schlaganfall: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse (Masterarbeit) Pils, Anja Einleitung Mehr als 50% der Funktion der oberen Extremität kann nach einem Schlaganfall beeinträchtigt sein, lediglich nur 5% können ihre Arme und Hände wieder uneingeschränkt bewegen und 20% erlangen kei‐ nerlei Arm-Handfunktion wieder. Die Virtuelle Realität (VR) liefert dazu in der neurologischen Rehabilitation seit einigen Jahren positive Effekte. Es soll der aktuelle Stand der Wissenschaft evaluiert und die Frage beantwortet werden: „Welchen Effekt hat die Intervention der Virtuellen Realität zur Rehabilitation der oberen Extremität im Ver‐ gleich zu einer aktiven oder keinen Kontrolltherapie nach Schlagan‐ fall?“ Zusätzlich ist zu klären, auf welcher ICF-Ebene ein Patient am meisten profitiert. Methodik In Form einer systematischen Übersichtsarbeit wurden PubMed, Med‐ line, PEDro und The Cochrane Library auf randomisierte kontrollierte Studien bis zum Jahr 2014 durchsucht. Das primäre Outcome stellte die Funktion und Aktivität des Arms und der Hand dar. Als sekundä‐ res Outcome sollten die Effekte auf die ADL-Fähigkeiten untersucht Kapitel 5.3: Kapitel 5: Der Studiengang Neurorehabilitation (Master of Science) 70 werden. Die Ergebnisse wurden extrahiert, nach ihrer Qualität bewer‐ tet (Risk of Bias Tool) und einer Metaanalyse (Review Manager 5.3) unterzogen. Ergebnisse 28 Studien trafen die Einschlusskriterien. Primäre Outcomes: Arm: si‐ gnifikante Effekte zugunsten der VR vs. aktiver Therapie (p=0.006), aber auch vs. VR als zusätzliche Therapie oder keiner Therapie (p=0.002); Hand: keine Endpunkte zeigten signifikante Effekte. Sekun‐ däres Outcome: ADL-Fähigkeit: sowohl als alleinige und auch als zu‐ sätzliche Therapie zeigte die VR signifikante Effekte (p=0.008; p=0.001). Es wurde eine starke Nutzung der Assessments auf Funkti‐ onsebene festgestellt. Diskussion Aufgrund der Datenlage ist eine starke Evidenz der VR, im Vergleich zur aktiven oder keiner Therapie, für die Armfunktion und ADL-Fä‐ higkeiten zu verzeichnen. Jedoch nicht für die Handfunktion. Schlussfolgerung Die VR ist eine potentiell nützliche Technologie, die im rehabilitativen Prozess zu Verbesserungen der oberen Extremität führen und damit wahrscheinlich eine Empfehlung für diese Intervention ausgesprochen werden kann. Kapitel 5.3: Studiengang Neurorehabilitation 71

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Zusammenfassung

Gesundheit braucht kluge Köpfe – seit zehn Jahren leistet die SRH Hochschule für Gesundheit dazu ihren Beitrag. Gesundheit ist ein zentraler Wirtschaftszweig in allen Industrienationen. In Zeiten des demografischen Wandels wächst er dynamisch. Zusätzlich verändern sich Verständnis und Menge unseres Wissens über Gesundheit. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen ist Bildung. Orientiert an den Interessen der Studierenden eröffnet die SRH Hochschule für Gesundheit jungen Menschen neue Chancen, an diesem Wandel teilzuhaben. Sie begegnen dabei modernen Ausbildungswegen, einer umfassenden Verzahnung von Theorie und Praxis und anspruchsvollen Forschungsprojekten. Die staatlich anerkannte, private SRH Hochschule für Gesundheit ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der SRH-Gruppe. In ihren Gesundheits- und Bildungseinrichtungen engagieren sich über 13.000 Beschäftigte und ebenso viele Studierende. Dieser Band gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt der Hochschule. Gleichzeitig berichtet er vom Aufbruch in eine Gesundheitswelt im Wandel. Vorgestellt werden die aktuell 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in fünf verschiedenen Studienmodellen an sieben Standorten. Es werden Einblicke gegeben in Bachelor- und Masterthesen der vergangenen Jahre, sowie in aktuelle Forschungsprojekte. Viele kluge Köpfe hat die SRH Hochschule für Gesundheit für das Berufsleben qualifiziert. Im Wissen darum, dass innovative Bildung unersetzbar ist, werden viele weitere folgen.