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Claudia Wahn, Kapitel 12.1: Gesundes Altern & Gerontologie in:

Johannes Schaller, Björn Eichmann (Ed.)

Gesundheit braucht kluge Köpfe, page 144 - 145

10 Jahre SRH Hochschule für Gesundheit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3988-5, ISBN online: 978-3-8288-6840-3, https://doi.org/10.5771/9783828868403-144

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Gesundes Altern & Gerontologie Wahn, Claudia Der demographische Wandel stellt unser Gesundheitssystem vor im‐ mer neue Herausforderungen. Zum einen nehmen chronische Erkran‐ kungen und multimorbide Erkrankungen in unserer älter werdenden Gesellschaft zu. Zum anderen ist die ältere Generation vitaler denn je und wünscht sich eine fortbestehende aktive, selbstbestimmte Teilnah‐ me am gesellschaftlichen Leben in den Bereichen Bildung, Arbeit und Unterhaltung. Unsere Gesundheits- und Sozialversorgung muss daher systematisch an diese Veränderungen unter Berücksichtigung wirt‐ schaftlicher Aspekte und wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Altern angepasst werden. An diesem Punkt setzt der Masterstudiengang Gesundes Altern und Gerontologie an: Fragen aus der Gerontologie werden gezielt mit Fragen nach einem gesunden Altern verbunden. Der daraus resultie‐ rende Schnittstellenbereich, der zwischen den Gesundheits- und The‐ rapiewissenschaften angesiedelt ist, macht den Masterstudiengang zu einem neuen und innovativen Angebot. Der konsekutive Masterstudiengang Gesundes Altern und Geronto‐ logie an der SRH Hochschule für Gesundheit Gera ist ein Vollzeitstudi‐ um, das sich durch komprimierte Präsenzphasen mit einer Berufstä‐ tigkeit vereinbaren lässt. Inhaltlich wird das Studium dazu in drei Kompetenzfelder eingeteilt: | Erweiterte Grundlagen im Bereich Gesundes Altern und Geronto‐ logie, | Erweiterte Fach- und Schnittstellenkompetenzen, | Erweiterte Methoden und Praxis. Im Zentrum des ersten Kompetenzbereiches steht die Vermittlung grundsätzlicher Aufgaben und Konzepte im Bereich des gesunden Al‐ terns und der Gerontologie in Deutschland und in internationalen Handlungskontexten. Darüber hinaus befasst sich dieses Kompetenz‐ Kapitel 12.1: Kapitel 12: Weitere akademische Perspektiven für die Gesundheitsfachberufe 144 feld mit erweiterten Grundlagen zur Kommunikation über die Lebens‐ spanne, zum lebenslangen Lernen, zur Versorgung, Infrastruktur, Netzwerken inklusive Gesundheitsepidemiologie und Demographie. Gegenstand des zweiten Kompetenzfeldes sind die erweiterten Fach- und Schnittstellenkompetenzen, mit denen folgende Inhalte ab‐ gebildet werden: Prävention im Kontext kognitiver Störungen, Ge‐ sundheitstechnologien und intelligente Technologien in Anwendung auf den Gesundheits- und Therapiebereich. Weitere Schwerpunkte sind das Schnittstellenmanagement im Gesundheits- und Therapiebe‐ reich sowie sensorisches und sensomotorisches Training zur Gesund‐ heitsförderung und Prävention im Alter. Das dritte Kompetenzfeld ist den erweiterten Methoden und der erweiterten Praxis mit Fokus auf interdisziplinärer/ interprofessionel‐ ler Arbeit gewidmet. Hier steht die berufliche Tätigkeit eines „high professional“, der im o.g. Schnittstellenbereich auf dem Gesundheits‐ markt oder als Therapiemanager tätig ist, im Mittelpunkt. Außerdem stehen die Besprechung und Analyse komplexer Fälle, Methodik und Statistik in den Alterswissenschaften im Mittelpunkt. Den Abschluss des Studiums bildet die Anfertigung der Masterthesis, mit der ein ho‐ her Grad an Selbstständigkeit im Hinblick auf die wissenschaftlichempirische Bearbeitung einer Fragestellung aus dem Bereich Gesundes Altern und Gerontologie nachgewiesen wird. Kapitel 12.1: Gesundes Altern & Gerontologie 145

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Zusammenfassung

Gesundheit braucht kluge Köpfe – seit zehn Jahren leistet die SRH Hochschule für Gesundheit dazu ihren Beitrag. Gesundheit ist ein zentraler Wirtschaftszweig in allen Industrienationen. In Zeiten des demografischen Wandels wächst er dynamisch. Zusätzlich verändern sich Verständnis und Menge unseres Wissens über Gesundheit. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen ist Bildung. Orientiert an den Interessen der Studierenden eröffnet die SRH Hochschule für Gesundheit jungen Menschen neue Chancen, an diesem Wandel teilzuhaben. Sie begegnen dabei modernen Ausbildungswegen, einer umfassenden Verzahnung von Theorie und Praxis und anspruchsvollen Forschungsprojekten. Die staatlich anerkannte, private SRH Hochschule für Gesundheit ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der SRH-Gruppe. In ihren Gesundheits- und Bildungseinrichtungen engagieren sich über 13.000 Beschäftigte und ebenso viele Studierende. Dieser Band gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt der Hochschule. Gleichzeitig berichtet er vom Aufbruch in eine Gesundheitswelt im Wandel. Vorgestellt werden die aktuell 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in fünf verschiedenen Studienmodellen an sieben Standorten. Es werden Einblicke gegeben in Bachelor- und Masterthesen der vergangenen Jahre, sowie in aktuelle Forschungsprojekte. Viele kluge Köpfe hat die SRH Hochschule für Gesundheit für das Berufsleben qualifiziert. Im Wissen darum, dass innovative Bildung unersetzbar ist, werden viele weitere folgen.