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Ulrike Koch, Kapitel 2.1: Manuelle Lymphdrainage nach Schlaganfall - Die Wirkung der Manuellen Lymphdrainage auf den intrakraniellen Druck, die frührehabilitative Entwicklung und das Immunsystem akuter Schlaganfallpatienten (Bachelorarbeit) in:

Johannes Schaller, Björn Eichmann (Ed.)

Gesundheit braucht kluge Köpfe, page 13 - 14

10 Jahre SRH Hochschule für Gesundheit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3988-5, ISBN online: 978-3-8288-6840-3, https://doi.org/10.5771/9783828868403-13

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Manuelle Lymphdrainage nach Schlaganfall - Die Wirkung der Manuellen Lymphdrainage auf den intrakraniellen Druck, die frührehabilitative Entwicklung und das Immunsystem akuter Schlaganfallpatienten (Bachelorarbeit) Koch, Ulrike Einleitung 2013 gehörte der Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2014). Entgegen bisheriger Meinungen konnten nun Louveau et al. (2015) Lymphgefäße im Ge‐ hirn nachweisen. Aus diesem Grund scheint es sinnvoll, die Manuelle Lymphdrainage (MLD) als möglichen Therapieansatz für Schlaganfall‐ patienten zu untersuchen. Methode Sieben akute Schlaganfallpatienten (ischämisch und hämorrhagisch) wurden in einer nicht randomisierten, teilweise kontrollierten klini‐ schen Studie am Klinikum Darmstadt behandelt. Die Interventions‐ gruppe erhielt täglich eine MLD am Kopf und wenn möglich intraoral. Untersucht wurde die Wirkung auf den intrakraniellen Druck (ICP), Kapitel 2.1: Kapitel 2.1: Studiengang Physiotherapie (Ai) 13 die frührehabilitative Entwicklung (Frühreha-Barthelindex, FRBI) und das Immunsystem. Ergebnisse In der Interventionsgruppe konnte eine kurzfristige Senkung des ICP durch die MLD festgestellt werden (Ø -0,58 mm Hg). Der FRBI ver‐ besserte sich in Interventions- und Kontrollgruppe, was keine Rück‐ schlüsse auf die MLD zulässt. Die dokumentierten Blutparameter (CRP und Gesamtleukozytenzahl) konnten einen Effekt der MLD auf das Immunsystem weder bestätigen noch widerlegen. Diskussion Der Verlauf des ICP liefert erste Hinweise über den Einfluss der MLD auf das zentrale Nervensystem. Die geringe Teilnehmerzahl lässt je‐ doch keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen zu. Fazit Um die Wirkung der MLD auf die Schlaganfallsymptomatik nachzu‐ weisen sind randomisierte, kontrollierte Studien notwendig. Positive Ergebnisse würden neue Therapieansätze für die Neurorehabilitation liefern. Kapitel 2: Die Studiengänge der Physiotherapie (Bachelor of Science) 14

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Zusammenfassung

Gesundheit braucht kluge Köpfe – seit zehn Jahren leistet die SRH Hochschule für Gesundheit dazu ihren Beitrag. Gesundheit ist ein zentraler Wirtschaftszweig in allen Industrienationen. In Zeiten des demografischen Wandels wächst er dynamisch. Zusätzlich verändern sich Verständnis und Menge unseres Wissens über Gesundheit. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen ist Bildung. Orientiert an den Interessen der Studierenden eröffnet die SRH Hochschule für Gesundheit jungen Menschen neue Chancen, an diesem Wandel teilzuhaben. Sie begegnen dabei modernen Ausbildungswegen, einer umfassenden Verzahnung von Theorie und Praxis und anspruchsvollen Forschungsprojekten. Die staatlich anerkannte, private SRH Hochschule für Gesundheit ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der SRH-Gruppe. In ihren Gesundheits- und Bildungseinrichtungen engagieren sich über 13.000 Beschäftigte und ebenso viele Studierende. Dieser Band gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt der Hochschule. Gleichzeitig berichtet er vom Aufbruch in eine Gesundheitswelt im Wandel. Vorgestellt werden die aktuell 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in fünf verschiedenen Studienmodellen an sieben Standorten. Es werden Einblicke gegeben in Bachelor- und Masterthesen der vergangenen Jahre, sowie in aktuelle Forschungsprojekte. Viele kluge Köpfe hat die SRH Hochschule für Gesundheit für das Berufsleben qualifiziert. Im Wissen darum, dass innovative Bildung unersetzbar ist, werden viele weitere folgen.