Content

Brigit Linden, Kapitel 8.5: Die Geschichte der Eröffnung des Schädels - Technologien der Trepanationen vom Neolithikum bis zur Gegenwart in:

Johannes Schaller, Björn Eichmann (Ed.)

Gesundheit braucht kluge Köpfe, page 113 - 114

10 Jahre SRH Hochschule für Gesundheit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3988-5, ISBN online: 978-3-8288-6840-3, https://doi.org/10.5771/9783828868403-113

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Die Geschichte der Eröffnung des Schädels - Technologien der Trepanationen vom Neolithikum bis zur Gegenwart Linden, Brigit Schon vor Urzeiten versuchten die Menschen krankhafte Prozesse im Gehirn zu behandeln. Da das Gehirn von Knochen umschlossen ist, verschafften sich schon steinzeitliche Operateure Zugang zum Gehirn, indem sie den Schädelknochen mit unterschiedlichen Werkzeugen und Techniken öffneten. Dazu nutzten sie unterschiedliche Materiali‐ en. Von steinzeitlichen Schabeinstrumenten aus Muscheln, kompli‐ zierteren Bohrgeräten in der Antike, ausgeklügelte Bohrer mit Siche‐ rungssystemen im mittelalterlichen Persien bis hin zu Hightechnaviga‐ tionssystemen, die den heutigen Neurochirurgen die Arbeit erleichtern. Bei den Trepanationstechniken hat es keine gravierenden Veränderun‐ gen seit dem Neolithikum gegeben. Es wird bis zum heutigen Tage mit Hilfe von bohrenden, schabenden oder schneidenden Instrumenten der knöcherne Schädel geöffnet. Anders verhält es sich bei dem Instru‐ mentarium. Im Neolithikum benutzten die Operateure primitive Kratzinstrumente aus Stein oder Muscheln. Seit der Antike aber haben die Gelehrten Instrumente mit Sicherungsfunktionen zum Schutz der Hirnhäute entwickelt. Und auch schon in der Steinzeit war der Ort, in dem man lebte, entscheidend für die Güte der medizinischen Versor‐ gung. In unterschiedlichen Regionen gab es auch damals schon signifi‐ kante Unterschiede bei der Überlebensrate nach den erfolgten Trepa‐ nationen. Kapitel 8.5: Kapitel 8.5: Studiengang Medizinpädagogik 113 Schlagwörter: Trepanation, Trepanation History, Skull Trepanation, primitiv cranial surgery, forensic anthropology Kapitel 8: Der Studiengang Medizinpädagogik (Bachelor of Arts) 114

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Gesundheit braucht kluge Köpfe – seit zehn Jahren leistet die SRH Hochschule für Gesundheit dazu ihren Beitrag. Gesundheit ist ein zentraler Wirtschaftszweig in allen Industrienationen. In Zeiten des demografischen Wandels wächst er dynamisch. Zusätzlich verändern sich Verständnis und Menge unseres Wissens über Gesundheit. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderungen ist Bildung. Orientiert an den Interessen der Studierenden eröffnet die SRH Hochschule für Gesundheit jungen Menschen neue Chancen, an diesem Wandel teilzuhaben. Sie begegnen dabei modernen Ausbildungswegen, einer umfassenden Verzahnung von Theorie und Praxis und anspruchsvollen Forschungsprojekten. Die staatlich anerkannte, private SRH Hochschule für Gesundheit ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der SRH-Gruppe. In ihren Gesundheits- und Bildungseinrichtungen engagieren sich über 13.000 Beschäftigte und ebenso viele Studierende. Dieser Band gibt einen Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt der Hochschule. Gleichzeitig berichtet er vom Aufbruch in eine Gesundheitswelt im Wandel. Vorgestellt werden die aktuell 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in fünf verschiedenen Studienmodellen an sieben Standorten. Es werden Einblicke gegeben in Bachelor- und Masterthesen der vergangenen Jahre, sowie in aktuelle Forschungsprojekte. Viele kluge Köpfe hat die SRH Hochschule für Gesundheit für das Berufsleben qualifiziert. Im Wissen darum, dass innovative Bildung unersetzbar ist, werden viele weitere folgen.