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Danksagung in:

Carsten F.G. Reinhardt

Das Sterben Senecas, page 521 - 522

277 Todesfälle und die Rolle des Arztes in der frühen römischen Kaiserzeit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4013-3, ISBN online: 978-3-8288-6821-2, https://doi.org/10.5771/9783828868212-521

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Geschichtswissenschaft, vol. 35

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Danksagung Der Verfasser dankt allen, die zur Entstehung dieser Arbeit beigetragen haben, vor al‐ len seinen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, auch solchen, die, ohne das zu wissen, dem Verfasser wichtige Anregungen gaben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ein besonderer Dank gilt den akademischen Lehrerinnen und Lehrern an der medizinischen Fakultät der Ruhruniversität Bochum, deren Anregungen und Kriti‐ ken es dem Verfasser überhaupt erst ermöglichten, seine Ideen und Vorstellungen in eine angemessene wissenschaftliche Form zu bringen. Er bedankt sich im Zusammenhang damit vor allem bei den Mitgliedern des Pro‐ motionsausschusses der medizinischen Fakultät der Ruhruniversität Bochum unter dem Vorsitz von Frau Prof. Dr. med. Doris Koesling, bei den Gutachtern und nicht zuletzt bei Herrn PD Dr. phil. Christian Schulze, der diese Arbeit als Doktorvater be‐ treute. Last not least bedankt sich der Verfasser auch für die gute Kommunikation mit Frau Christina Schmidt, der zuständigen Lektorin des Tectum-Verlages. Bochum, im Oktober des Jahres 2017 Carsten F. G. Reinhardt 521

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Zusammenfassung

In der Debatte über gesetzliche Neuregelungen der Sterbehilfe, die in bestimmten Fällen mit dem Willen von Patienten Ärzten und Pflegepersonal erlaubt werden soll, vertreten vor allem Altertumswissenschaftler, Medizinethiker und Medizinhistoriker die Auffassung, dass in der Antike, vor allem in der frühen römischen Kaiserzeit, ärztliche (Selbst-)Tötungsassistenz keine Seltenheit war. Ein konkreter Beweis für die Gültigkeit dieser Hypothese steht aber noch aus. Steht zum Beispiel der Tod des Augustus in Zusammenhang mit ärztlicher Tötungsassistenz? Standen den Mördern der Kaisersöhne Germanicus und Drusus ärztliches Wissen und ärztliche Beihilfe zur Verfügung? War an der Ermordung des Kaisers Claudius tatsächlich ein Arzt beteiligt? Hat sich der Philosoph und Staatsmann Seneca von seinem Leibarzt Annaeus Statius die Adern öffnen und zum Zwecke der Selbsttötung den Schierlingsbecher reichen lassen? Holte Nero tatsächlich ärztlichen Rat ein, bevor er seinen Stiefbruder Britannicus kurz vor dessen 14. Geburtstag vergiften ließ?

Carsten F. G. Reinhardt analysiert zur Beantwortung dieser Frage 277 unnatürliche Todesfälle dieser Zeit sowie die soziokulturellen Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns im römischen Kaiserreich. Anhand historischer Quellen und gestützt auf heutiges medizinisches Wissen ergründet der Autor, ob eine ärztliche Tötungsassistenz im Falle Senecas und anderer namentlich bekannter unnatürlicher Todesfälle des Untersuchungszeitraums nachweisbar ist.