Content

Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Tabea Lenhard

In between, page I - XIII

Identität und Zugehörigkeit Deutscher Third Culture Kids im Spannungsfeld der Kulturen

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-3997-7, ISBN online: 978-3-8288-6804-5, https://doi.org/10.5771/9783828868045-I

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Tabea Lenhard In Between Tabea Lenhard In Between Identität und Zugehörigkeit Deutscher Third Culture Kids im Spannungsfeld der Kulturen Tectum Verlag Tabea Lenhard In Between. Identität und Zugehörigkeit Deutscher Third Culture Kids im Spannungsfeld der Kulturen © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 E-Book: 978-3-8288-6804-5 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-3997-7 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlaggestaltung: Andrea Zumrode Umschlagabbildungen: Andrea Zumrode; Adobe Stock © Ennessy (Taj Mahal), photovs (Flugzeug), kartoxjm (Brandenburger Tor) Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Gewidmet Jesus Christus Mein Anker im Sturm Die Quelle meines Seins Mein Zufluchtsort Meine Heimat VII Vorwort Third Culture Kids sind bislang wenig erforscht. Mit ihrer explorativen Studie über deutsche Third Culture Kids hat Tabea Lenhard einen wertvollen Beitrag zu einem aktuellen Thema geleistet. Sie geht den Fragen nach, wie Third Culture Kids mit ihrer Sozialisation in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen ihre Identität und ihre Zugehörigkeitsgefühle entwickeln. Um Antworten zu finden, wählt sie die qualitative Forschungsmethode der Email-Interviews und befragt vier Third Culture Kids. Sie reflektiert kritisch ihr methodisches Vorgehen ebenso wie ihre Rolle als Forscherin, die selbst als Third Culture Kid sozialisiert wurde. Ohne diese Gemeinsamkeit mit den interviewten Personen hätte diese Forschung und ihre spannenden Erkenntnisse so sicherlich nicht realisiert werden können. Die Biographien der befragten Third Culture Kids werden erfahrbar und geben Einblicke in ihre individuellen Bewältigungsstrategien. Darüber hinaus ist es Tabea Lenhard gelungen, aus den Erkenntnissen ihrer Forschung einen eigenen theoretischen Ansatz zu generieren. Damit lassen sich bisherige theoretische Ansätze in der (Trans)Migrationsforschung kritisch ergänzen und fragend weiter entwickeln. Insbesondere dahingehend, wie Kinder und Jugendliche – auch aus nicht privilegierten Familien – in ihrem Aufwachsen in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen so unterstützt werden können, dass sie ihr Potential als Protagonisten einer Weltbevölkerung entfalten können. Freiburg im Breisgau, Mai 2017 Prof. Dr. Beate Steinhilber Danksagung Ein besonderer Dank gilt allen Interviewpartnern für ihre große Mühe, ihr Durchhaltevermögen sowie die Ehrlichkeit, mit der sie Einblick in ihre Gedanken und Erfahrungen gegeben haben. Ohne ihre Bereitschaft, sich über Wochen hinweg mit einer Vielzahl an Interviewfragen zu befassen, wäre dieses Buch nie zustande gekommen. Darüber hinaus möchte ich mich ganz herzlich bei Prof. Dr. Beate Steinhilber bedanken. Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben, um mir fachlich mit Ihren Erfahrungen und Anregungen zur Seite zu stehen. Und schließlich einen großen Dank an meine Familie und alle Freunde, die mich im Schreib- und Veröffentlichungsprozess auf so vielfältige Weisen unterstützt und begleitet haben. Danke für eure Ermutigung, eure Inspiration sowie die große Hilfe, die ihr mir bei der Überarbeitung und der Covergestaltung wart. Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit und aus Vereinfachungsgründen wird im Folgenden ausschließlich die männliche Form bei Personenbezeichnungen verwendet, gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter. IX Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Teil I: Theorie 2 Third Culture Kids . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 2.1 Begriffsbestimmung und -abgrenzung . . . . . . . . . . 8 2.1.1 Drittkultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2.1.2 Third Culture Kids, globale Nomaden und Kikokushijo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.1.3 Abgrenzung zu CCKs und TCAs . . . . . . . . . . . . . 13 2.2 Charakteristika von TCKs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2.3 Entwicklung und Häufigkeit des TCK-Phänomens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 2.4 Rückkehr und Leben von TCKs in Deutschland . . . . 19 3 Identität und Zugehörigkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 3.1 Theoriediskurs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 3.1.1 Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 3.1.2 Zugehörigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 3.2 Zugehörigkeit von TCKs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 3.2.1 Heimat – Überall und Nirgends . . . . . . . . . . . . . 27 3.2.2 Soziale und kulturelle Zugehörigkeit . . . . . . . . 28 3.3 Identität von TCKs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 3.3.1 Das kulturelle Identitäts-Kontinuum . . . . . . . . 30 3.3.2 PolVan Cultural Identity Model . . . . . . . . . . . . . . 31 3.3.3 Formen der Identitätsbildung . . . . . . . . . . . . . . . 34 X INHALTSVERZEICHNIS 4 Bewältigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 4.1 Transaktionales Stress- und Copingmodell . . . . . . . 39 4.1.1 Entstehung von Stress . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 4.1.2 Stressbewältigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 4.2 Theorie der Ressourcenerhaltung . . . . . . . . . . . . . . . . 43 4.2.1 Entstehung von Stress . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 4.2.2 Stressbewältigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 4.3 Kritische Lebensereignisse und Alltagswidrigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 4.3.1 Definitionen und Charakteristika . . . . . . . . . . . . 48 4.3.2 Bewältigung kritischer Lebensereignisse . . . . 50 Teil II: Empirische Studie 5 Methodisches Vorgehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 5.1 Entwicklung des Forschungsinteresses . . . . . . . . . . . 53 5.2 Erhebungsmethode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 5.2.1 Das leitfadengestützte E-Mail-Interview . . . . . 54 5.2.2 Entwicklung und Aufbau des Leitfadens . . . . 56 5.3 Qualitatives Sampling . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 5.4 Kontaktaufnahme und Durchführung der Interviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 5.5 Qualitative Inhaltsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 5.6 Kritische Reflexion des Forschungsprozesses . . . . . 63 5.6.1 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 5.6.2 Kritische Reflexion der eigenen Rolle als Forscherin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 XI INHALTSVERZEICHNIS 6 Einzelfalldarstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 6.1 Benjamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 6.2 Joshua . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 6.3 Melissa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 6.4 Sophie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 6.5 Kontrastierung der Rückkehrbedingungen . . . . . . . 74 7 Quervergleichende Erkenntnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 7.1 Identität und Zugehörigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 7.1.1 Identität der Andersartigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . 79 7.1.2 Hybride Identität und natio-kulturelle Mehrfachzugehörigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 7.1.3 Zwischenmenschliche Voraussetzungen für soziale Zugehörigkeit und Verbundenheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 7.1.4 Soziale Kontexte der Zugehörigkeit . . . . . . . . . 89 7.1.5 Relevanz der geographischen Verortung für soziale Zugehörigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 7.1.6 Ankommen und Heimat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 7.1.7 Zusammenfassung und Diskussion der Erkenntnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 7.2 Herausforderungen für Identität und Zugehörigkeit durch Rück kehr und Leben in Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 7.2.1 Umzug als Bruch im Leben . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 7.2.2 Kontakt mit deutschem Umfeld . . . . . . . . . . . . 102 7.2.3 Verlust von Selbstbestimmung . . . . . . . . . . . . . 105 7.2.4 Zusammenfassung und Diskussion der Erkenntnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 XII INHALTSVERZEICHNIS 7.3 Bewältigungsstrategien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 7.3.1 Emotionale und rationelle Bewältigung . . . . . 109 7.3.2 Bewältigung in sozialen Beziehungen . . . . . . . 112 7.3.3 Bewältigung durch Formen der Anpassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 7.3.4 Bewältigung durch Sichtweisen und Bewertungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 7.3.5 Bewältigung durch Form der Lebensgestaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 7.3.6 Bewältigung durch den christlichen Glauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 7.3.7 Zusammenfassung und Diskussion der Erkenntnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138 7.4 Forschungsfazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 8 Abschließendes Fazit und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 9 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 Anhang Abkürzungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Interviewleitfaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 Kategorienbaum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Veränderung ist ihre Normalität. Kulturelle Gegensätze der Alltag, mit dem sie aufwachsen. Third Culture Kids sind eine der am schnellsten größer werdenden Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Sie wachsen in einem Spannungsfeld zwischen unterschiedlichsten Kulturen, außerhalb der Heimatkultur ihrer Eltern auf. Die Rückkehr nach Deutschland stellt viele dieser Kinder und Jugendlichen vor existentielle Fragen der Zugehörigkeit. Wo ist ihre Heimat? Wo gehören sie hin? Als unsichtbare Einwanderer bleiben Identität, Werte und Weltbilder von Third Culture Kids häufig hinter ihrer äußerlich angepassten Erscheinung verborgen. Anhand mehrerer qualitativer Interviews geht die Autorin der Frage nach, welche Konzepte von Identität und Zugehörigkeit deutsche Third Culture Kids entwickeln und mit welchen Herausforderungen sie bei der Rückkehr und dem Leben in Deutschland konfrontiert werden. Von besonderem Interesse sind hierbei auch die Strategien, die Third Culture Kids nutzen, um trotz dieser erschwerten Bedingungen für sich Identität und Zugehörigkeit sicherstellen zu können.