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Andra Riemhofer

Interkulturelle Kinder-und Jugendliteratur in Deutschland, page I - XIV

Lesen auf eigene Gefahr

2. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4017-1, ISBN online: 978-3-8288-6791-8, https://doi.org/10.5771/9783828867918-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Andra Riemhofer Interkulturelle Kinder und Jugendliteratur in Deutschland Andra Riemhofer Interkulturelle Kinder und Jugendliteratur in Deutschland Lesen auf eigene Gefahr Tectum Verlag Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Andra Riemhofer Interkulturelle Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland Lesen auf eigene Gefahr © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN: 978-3-8288-6791-8 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-4017-1im Tectum Verlag erschienen.) 2., überarbeitete Auflage Umschlagabbildung: shutterstock.com | © Asichka Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Seit ich denken kann, bin ich großer Jim-Knopf-Fan. Natürlich waren alle Kinder damals Jim-Knopf-Fans, aber für mich hatte dieses Buch eine völlig andere Ebene: Jim war der einzige andere schwarze Junge, den ich kannte. Und er erlebte Abenteuer. Er war cool. Marius Jung, Singen können die alle! Für die Wiedergabe einer Halbton-Vorlage in einem Druckwerk muß das Bild in Rasterpunkte zerlegt werden. Hubert Blana, Die Herstellung Für meine Nichte Julia zum Schulanfang im September 2014 Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis xiii 1 Hinführung: Bildung, Kanon und Diskurs 1 1.1 Interkulturelles Lernen mit Kinderbüchern? . . . . . . . . 1 1.2 Horizonterweiterung: Ein pragmatisches Werkzeug . . . . . 3 2 Stand der Forschung 15 2.1 Forschung mit oder zu Nebenwirkungen? . . . . . . . . . . 15 2.2 Gesellschaft, Erziehung und Literaturdidaktik . . . . . . . 18 2.2.1 Literaturdidaktik und Interkulturelle Pädagogik . . 19 2.2.2 Die Entwicklung der Interkulturellen Literaturdidaktik 20 Die ersten Gastarbeiterkinder in der KJL . . . . . . 22 Die zunehmende Orientierung am Rezipienten . . . 24 Identität, Empathie und Fremdverstehen als Lernziele 27 2.3 Zusammenführung der Ansätze: Methodik und Untersuchungsgegenstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 2.4 Untersuchungs- und Bewertungskriterien . . . . . . . . . . 30 2.4.1 Textimmanente Merkmale interkultureller Literatur 30 2.4.2 Was Literatur (außerdem) interkulturell wertvoll macht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 3 Rahmenbedingungen: Kinder- und Jugendbuch in Deutschland 37 3.1 Das Kinder- und Jugendbuch in Zahlen . . . . . . . . . . . 42 3.1.1 Die Reichweite von Kinder- und Jugendbüchern . . 44 3.1.2 Anlässe und Auswahlkriterien für Buchkäufe . . . . 46 3.2 Der Herstellende Buchhandel (Verlagsperspektive) . . . . . 50 3.2.1 Umsatzverteilung und Programmplanung . . . . . 50 3.2.2 Von Torwächtern und Titelhelden . . . . . . . . . . 53 3.2.3 Deutsch(sprachig)e Verlage im internationalen Kontext 55 ix 4 Interkulturelle Themen in der (noch) lieferbaren KJL aus 1989–2014 57 4.1 (Inter-)kulturelles als vordergründiges und problematisches Thema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 4.1.1 Gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen 59 Fremdenangst: Ein Beitrag von Rafik Schami . . . 59 Paul Maars Neben mir ist noch Platz in der Kritik . 62 Flucht, Asyl und Fremdenhass im klassischen Problembuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Deutschland schwarz-weiß: Milchkaffee und Streuselkuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 4.1.2 Vom Platz in der Gesellschaft: Kulturelle Herausforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Leaving Ararat: Abenteuerliches über Einwanderer . 78 Marginalisierung des Fremden mittels Format und Titelgestaltung: Lisas Geschichte : Jasims Geschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Identität ungeklärt: Beiträge autochthoner Autoren 83 Identität und Ausgrenzung: Selbstrepräsentationen? 91 4.2 Interkulturelles als Teil der Normalität . . . . . . . . . . . 108 4.2.1 Die Bikulturelle Familie . . . . . . . . . . . . . . . 109 Zeitenwende: Die Patchwork-Familie Schneider-Öztürk109 Muttersprache: Wortsalat und weltbeste Freunde . 110 Vaterland: Schweigsamkeit und Fehler im Universum 112 Märchenberichtigungen: Das indische Adoptivkind Dilip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 4.2.2 Vom Suchen und Finden von Heimat (Wurzelbehandlungen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 Zurück zu den Wurzeln: Ferien bei der Verwandtschaft121 Vom Heimweh der ‚politisch korrekten Putzfrau‘ . . 132 Paradiessucher : Sprachfallen und deutsche Spießigkeit140 Herzsteine: Eine Reise nach Ruanda und zu sich selbst144 5 Interkulturelle KJL ‚in Ordnung gebracht‘: Zusammenführung 153 5.1 Grobrasterung der Analyseergebnisse . . . . . . . . . . . . 153 5.2 Rasterwinkelung (das rechte Verhältnis von . . . zu . . . ) . . 158 5.2.1 Handlungsort: New York, Istanbul oder einfach nur Afrika? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 „Afrika“ im Titel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 „Orient“ (im weitesten Sinne) und Metropole „Istanbul“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163 Go West: New York, Paris, London. . . . . . . . . . 167 Rest of the World . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 Fazit und Empfehlung . . . . . . . . . . . . . . . . 171 5.2.2 Autor_innenprofil oder auch Typologie der Diskurse 174 Foucault und die Frage „Was ist ein Autor?“ . . . . 174 Schriftsteller_innen: Fazit und Empfehlung . . . . 177 5.2.3 Figurenkonstellation: Wer kommt überhaupt zu Wort?185 Die ‚vollständige‘ bikulturelle Familie . . . . . . . . 187 Bikulturelle Waisen und Scheidungskinder . . . . . 190 Pädagog_innen und Geistliche . . . . . . . . . . . . 193 „[K]leine schwarze Kinder“ und andere Statisten . . 195 Fazit und Empfehlung . . . . . . . . . . . . . . . . 197 5.2.4 Verlagsprofil: Ausnahmen bestätigen die Regel! . . 198 6 Die Welt zwischen zwei Buchdeckeln 203 Bildnachweise und Quellen Eingangszitate 205 Literaturverzeichnis 207 Primärliteratur: KJL 1989–2014 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Primärliteratur: KJL außerhalb und im Grenzbereich der Stichprobe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214 Primärliteratur: Sonstige Quellen . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 Sekundärliteratur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Danksagung 230 Abbildungsverzeichnis 2.1 Aufgabe aus: Literaturprojekt zu „Milchkaffee und Streuselkuchen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 3.1 Ulrike Kuckero, Paulas Powerbuch (2008) . . . . . . . . . 49 3.2 Marktanteile Kinder- und Jugendbuch buchreport.magazin April 2014 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 4.1 Schami/Könnecke (Ill.), Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm (2003) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 4.2 Maar/Ballhaus (Ill.), Neben mir ist noch Platz (neu illustrierte Auflage von dtv junior, 12. Auflage 2010, S. 13) . . 63 4.3 Maar/Ballhaus (Ill.), Neben mir ist noch Platz : Cover dtv junior (2010) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 4.4 Maar/Ballhaus (Ill.), Neben mir ist noch Platz Originalausgabe (1993) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 4.5 Carolin Philipps, Milchkaffee und Streuselkuchen, Carlsen (2008) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 4.6 Kirsten Boie, Lisas Geschichte : Jasims Geschichte: Cover der erweiterten Neuausgabe (2007) . . . . . . . . . . . . . 81 4.7 Melda Akbaş, So wie ich will: Cover der cbt-Ausgabe (2012) 98 4.8 Aygen-Sibel Çelik, Seidenweg (2012) . . . . . . . . . . . . 105 4.9 Salah Naoura, Dilip und der Urknall und was danach bei uns geschah (2012) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 4.10 Karimé/von Bodecker-Büttner (Ill.), Tee mit Onkel Mustafa (2011), Kapitel „Nachtbad mit schlimmen Nachrichten“ . 129 4.11 Auer/Spengler (Ill.), Ich das machen! sagt Frau Jovanovic (2011) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 4.12 Rena Dumont, Paradiessucher (2013) . . . . . . . . . . . . 142 5.1 Rasterzähler (auch Fadenzähler) . . . . . . . . . . . . . . . 158 5.2 Karin Kaçi, Irgendwann in Istanbul (2013) . . . . . . . . . 172 5.3 Klett Kinderbuch: Verlagsprospekt Ich – wir – alle : Bücher für junge Weltbürger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 xiii

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Zusammenfassung

In einer globalisierten Welt und multikulturellen Gesellschaften wird interkulturelle Kompetenz immer wichtiger, sodass insbesondere auch die Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur – im schulischen Kontext oder in der Freizeit – zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch was genau zeichnet interkulturelle Literatur für eine jüngere Zielgruppe aus? Welche Gesetzmäßigkeiten lassen sich ableiten, wenn man eine entsprechende Schablone auf das aktuelle Buchangebot legt?

Andra Riemhofer schafft eine Orientierungshilfe für die Beurteilung von Kinder- und Jugendliteratur unter interkulturellen Gesichtspunkten auf Basis aktuellster Forschungen und Erkenntnissen der Interkulturellen Literaturdidaktik. Sie analysiert 120 Texte von Autorinnen und Autoren wie Carolin Philipps, Aygen-Sibel Çelik oder Salah Naoura und stellt rund 30 davon detailliert vor. Welche Titel eignen sich besonders für den Schulunterricht oder als Freizeitlektüre, welche weniger?