Content

Meike Goeseke, Lena Liefke, 10 Inverting the campus to enhance the shift from teaching to learning: Studierende als BeraterInnen für digital unterstützte Lehre an der Ruhr-Universität Bochum in:

Sabrina Zeaiter, Jürgen Handke (Ed.)

Inverted Classroom - The Next Stage, page 97 - 102

Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4015-7, ISBN online: 978-3-8288-6782-6, https://doi.org/10.5771/9783828867826-97

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Inverting the campus to enhance the shift from teaching to learning: Studierende als BeraterInnen für digital unterstützte Lehre an der Ruhr-Universität Bochum Meike Goeseke und Lena Liefke1 From the moment the term shift from teaching to learning was raised in the early 90 s up to the present, it has evolved into a guiding principle for the organization of teaching and learning that is entrenched in the philosophy of European Higher Edu‐ cation policy (macro level). By defining teaching along the lines of the learning pro‐ cess and its outcome, it takes the learners’ needs seriously and grants them more re‐ sponsibility for their own learning progress. We are convinced that this shift from teaching to learning can serve as a guideline for modelling (inverted) classroom sce‐ narios (micro level) and that it should be supported by a campus-wide culture of interacting, changing and moving (meso level). As student assistants of the e-learning team at Ruhr-Universität Bochum (RUB), we put this idea into practice. In close dia‐ logue with teachers, we support them in planning and realizing innovative teaching and learning concepts and by this, help to anchor the students’ perspective within teaching at our university. Einleitung Tell me and I forget. Teach me and I may remember. Involve me and I learn. - Benjamin Franklin - Die sich im stetigen Wandel befindlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer globalisierten und sich digitalisierenden Gesellschaft stellen die Hochschullehre zu‐ nehmend vor Herausforderungen (steigende Studierendenzahlen, Heterogenität der Studierendenschaft, Legitimitätsdruck aus der Öffentlichkeit, etc.). Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie sich die „Relation zwischen Hochschule und Arbeitswelt oder allgemeiner zwischen Wissenschaft und Beruf bzw. Gesellschaft“ (Wildt, 2003, S. 15) in der heutigen Zeit ausgestaltet und inwieweit die Hochschule Wissen und Kompe‐ tenzen vermittelt, die Lernende „zur Teilhabe an beruflichem und gesellschaftlichem Wandel“ (ibid.) qualifiziert. Aus diesen veränderten Ausgangsbedingungen ergibt sich der Anspruch an die moderne Hochschullehre, über die Vermittlung von Faktenwis‐ 10 10.1 1 Studentische MitarbeiterInnen | eScouts Inverted Classroom | eLearning-Team der RUB | escouts+ic@r ub.de 97 sen hinauszugehen und die Ausstattung mit gesellschaftlich relevanten Kompetenzen stärker in den Blick zu nehmen. Dies spiegelt sich auch im shift from teaching to learning. Bereits in den 1990er Jahren wurde der Ruf nach einem shift from teaching to learning (Barr & Tagg, 1995; Berendt, 1998) laut, der sich heute allmählich Gehör verschafft, wenn es darum geht, dem „Patient Hochschullehre“ (Handke, 2014) auf die Beine zu helfen. Kern der Idee ist ein Paradigmenwechsel weg von einer Lehren‐ den- hin zu einer Studierendenzentrierung (e.g. Heuchemer, 2015; Janßen, Schröder & Isenhardt, 2013; Schneider, Szczyrba, Welbers & Wildt, 2009; Wildt, 2003, 2005), der zunächst lediglich einen Wandel in der konkreten Gestaltung von Lehrveranstal‐ tungen (Mikro-Ebene) suggerieren mag. Doch ist dieser Paradigmenwechsel abhän‐ gig von hochschulpolitischen Rahmenbedingungen, die auf Makro-Ebene definiert werden. Zudem müssen auf organisationaler Ebene (Meso-Ebene) die Strukturen für einen campusweiten shift from teaching to learning geschaffen und genutzt werden. Makro-Ebene Jüngere hochschulpolitische Bestrebungen wie die Umsetzung der Bologna-Reform (KMK, 2017) und des Tuning Project Europe (González & Wagenaar, 2003) zielen u.a. darauf ab, den Perspektivwechsel vom Lehren zum Lernen auf europäischer Hochschulebene anzustoßen. Von der Grundidee her fördert die Bologna-Reform ein Bild der Lernenden als process owner, d.h. als Mitgestaltende des eigenen Lernfort‐ schritts (Wildt, 2005), während das Tuning Project europaweit Methoden-, Sozialund Selbstkompetenzen (generic competences and skills) sowie Fachkompetenzen (subject specific competences and skills) als outcomes der Lehre formuliert. Auch auf Bundesebene rückt universitäre Lehre und Studium wieder mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses. So fördert beispielsweise das Bun‐ desministerium für Bildung und Forschung von 2011 bis 2020 im Zuge eines umfas‐ senden Qualitätspakts Lehre (BMBF, 2017) verstärkt Projekte und Maßnahmen an Hochschulen zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität. Ein Groß‐ teil dieser Projekte beinhaltet eLearning-Elemente, die allgemeinhin zunehmend als Chance erkannt werden, um eine stärkere Studierendenzentrierung zu realisieren. Mikro-Ebene Mit dem Inverted Classroom-Modell (ICM) steht auf Mikroebene ein Lehr-Lernar‐ rangement bereit, das in mehrfacher Hinsicht an den zentralen Ansatzpunkten eines shift from teaching to learning anknüpft: Es spricht in besonderem Maße den Studie‐ renden eine selbstgesteuerte Rolle in ihrem Lernprozess zu und berücksichtigt mithil‐ fe multimedialer Inhalte individuelle Lernverläufe (Handke, 2014). Hier eröffnen ak‐ tivierende Lehrmethoden bei dem entsprechenden Engagement und der notwendigen Offenheit beider Seiten den Studierenden die Möglichkeit, die Lehrveranstaltung 10.2 10.3 10 Inverting the campus to enhance the shift from teaching to learning 98 maßgeblich mitzugestalten. Der damit verbundene Rollenwechsel sowohl von Studie‐ renden als auch von Lehrenden verlangt von allen Beteiligten, das bisherige Rollen‐ verständnis in der universitären Lehre (Studierende als Konsumierende, Lehrende als Instruierende) konsequent neuzudenken (Wildt, 2005). Damit dieser Wechsel gelingt, braucht es hochschuldidaktische Unterstützungsangebote, die beide Perspektiven be‐ rücksichtigen, Reflexionsprozesse anstoßen und den Wechsel auf den Weg bringen. Meso-Ebene Wenn ein tiefgreifender Wandel der Lehr-Lernkultur an Hochschulen in Richtung einer studierendenorientierten Lehrpraxis angestoßen werden soll, ist es nur schlüssig, auch auf Meso-Ebene alle Betroffenen zu Beteiligten zu machen und demzufolge Stu‐ dierende „als MitgestalterInnen“ (Müller & Voegelin, 2012) aktiv in den Entwick‐ lungsprozess universitärer Lehre einzubeziehen. Ein unmittelbarerer und weniger an‐ onymer Weg - im Vergleich zu Gremien und studentischer Evaluation -, Studierende in den Prozess der Lehrentwicklung zu involvieren, ist ein Dialog auf Augenhöhe zwi‐ schen Studierenden und Lehrenden. An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) wird diese Art des Austauschs in der Arbeit des eLearning-Teams verwirklicht: Hier hat sich die mittlerweile langjährige Tradition bewährt, Studierende in unterschiedlichen didaktischen und technischen Bereichen zu qualifizieren und als Beraterinnnen und Berater für innovative, digital unterstützte Lehr-Lernkonzepte einzusetzen. Als eScouts2 bieten wir derzeit in drei verschiedenen studentischen Teams Beratung zu den Themenbereichen Inverted Classroom, Game Based Learning und Open Educational Resources an. Dabei bera‐ ten und begleiten wir Dozierende aller Fachbereiche unserer Universität bei ihrem Vorhaben, ihre Lehre besonders im Rahmen dieser drei Bereiche neuzudenken und ihre Lehre mithilfe von entsprechenden eLearning-gestützten Szenarien weiterzuent‐ wickeln. Im Einzelnen bedeutet dies, dass wir neue eLearning-Technologien und -Konzepte innerhalb der drei Bereiche ausfindig machen, sie auf ihre Tauglichkeit im RUB-Kontext prüfen und schließlich in individuellen Beratungsgesprächen an die unterschiedlichen Lehrenden der Fakultäten herantragen. Zusätzlich erstellen wir Online-Content3 mit relevanten Infos über innovative Lehrkonzepte und eLearning- Hilfsmittel, der die Lehrenden bei der Umsetzung ihrer Lehrvorhaben unterstützt. Neben der Beratung zu konkreten didaktischen Anliegen der einzelnen Lehrenden ist uns besonders an der Verbreitung von innovativen Ideen innerhalb der RUB sowie der Vernetzung von interessierten Lehrenden untereinander gelegen. Als eScouts- Team Inverted Classroom ist unser jüngstes Projekt daher der Aufbau eines Netz‐ 10.4 2 Neben dem eScouts-Projekt erfolgt die Einbindung von studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbei‐ ter auch in anderen Projekten, e.g. im RUB-weiten eLearning-Wettbewerb 5x5000 und in den eTeams. Für detaillierte Projektbeschreibungen siehe Kneiphoff und Hansen (2015) sowie die Homepage des eLearning-Teams, (Ruhr-Universität Bochum, 2017). 3 Bspw. Moodle-Info-Kurse der eScouts-Teams (Links sind der Homepage des eLearning-Teams zu ent‐ nehmen: Ruhr-Universität Bochum, 2017). 10.4 Meso-Ebene 99 werks zum Austausch über eLearning-gestützte Lehrformate wie das ICM (Net[t]working ICM). In diesem Rahmen veranstalten wir regelmäßige Net[t]working-Treffen, die die Möglichkeit bieten, sich persönlich mit Gleichgesinn‐ ten zu Fragen, Methoden, Chancen und Herausforderungen von IC(-ähnlichen)-Mo‐ dellen auszutauschen. Zusätzlich haben wir einen begleitenden Blog4 aufgesetzt, so‐ dass Online-und Präsenzphasen – ähnlich wie im ICM - miteinander verzahnt wer‐ den: Themen, die im Blog diskutiert werden, werden bei den Treffen aufgegriffen und umgekehrt. Wenn wir uns als studentische MitarbeiterInnen gemeinsam mit interessierten Lehrenden über ihre derzeitigen Lehrveranstaltungen und zukünftige eLearning-Pro‐ jekte austauschen, können wir auf Grundlage unserer eigenen Erfahrung im Studium schildern, womit sich Studierende in ihrem Lernprozess schwertun und was sie sich von einer modernen Lehre versprechen. So gelingt es in der zumeist langfristigen Zu‐ sammenarbeit, die didaktische Expertise der Lehrenden um die Studierendenper‐ spektive zu erweitern und infolgedessen eine stärkere Fokussierung auf eben diese in der Lehre zu erreichen. Andersherum erlangen wir als studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, hinter die teils noch immer wohlbehüteten Kulissen universitärer Lehre zu blicken, Lehrkonzepte mitzuentwickeln und profitieren schließlich auch als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gemeinsam konzipierten Veranstaltungen von „guter Lehre“. In der wechselseitigen Ergänzung der Sicht auf Lehre findet sich ein für uns zentraler Grundsatz für Beratungssituationen wieder, der auch in der „Charta für gute Lehre“ (Jorzik, 2013) unter anderen5 aufgeführt ist - „Distanz zwischen Studierenden und Lehrenden verringern“ (ibid., S. 30). Hier liegt ein Schlüsselmoment für den shift from teaching to learning - eben nicht nur in der konkreten Realisierung in der Lehre, sondern auch in der Etablierung einer campus‐ weiten Kultur: Wenn wir näher zusammenrücken, entwickeln wir durch die gemein‐ same Reflexion mehr Verständnis für die Rolle und die Belange des jeweils anderen und sensibilisieren uns gegenseitig für notwendige Wandlungsprozesse an unserer Universität. ICM – interact on the campus and move! Indem sowohl Studierende als auch Dozierende aktiv an der Qualitätsentwicklung der (digitalen) Lehre an der RUB partizipieren, werden die unmittelbar von dem Wandel der Lehr-Lernkultur Betroffenen zu Beteiligten. Im wörtlichen Sinne der uni‐ versitas treten Lehrende und Studierende optimaler Weise in den gemeinsamen, gleichberechtigten Dialog, womit die studentische Sicht am Ursprung der universitä‐ ren Lehrentwicklung verankert wird. Benjamin Franklins Worte „Involve me and I 10.5 4 https://icm-net-t-working.de 5 In der Charta wird dieser Grundsatz als einer von mehreren Grundsätzen für die Beratung und Be‐ treuung an Hochschulen formuliert, die sich allesamt - anders als im hier gemeinten Sinne – auf die Beratung von Studierenden durch Lehrende beziehen (Jorzik, 2013). 10 Inverting the campus to enhance the shift from teaching to learning 100 learn“ gelten also nicht nur für Studierende in ihren individuellen Lernprozessen, sondern ebenso für alle Angehörigen einer lernenden Universität. Nur auf diesem Nährboden kann sich – unserer Überzeugung nach - eine campusweite Kultur im Sinne des shift from teaching to learning konsequent und nachhaltig etablieren. Literaturverzeichnis Bergmann, Jonathan & Sams, Aaron. (2014). Flipped Learning for Science Instruction. Eugene, Oregon: International Society for Technology in Education. Barr, Robert B. & Tagg, John. (1995). From Teaching to Learning – A new paradigma for undergra‐ duate Education. Change, 27 (6), S. 13-25. Berendt, Brigitte. (1998). How to support and practice the shift from teaching to learning through academic staff development programmes – examples and perspectives. UNESCO-CEPES Higher Education in Europe, 23 (3), S. 317-329. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). (2017). Internetpräsenz zum Programm Qualitätspakt Lehre. Projektdatenbank: Maßnahmen und Themenfelder der geförderten Projekte suchen und finden. Verfügbar unter: www.qualitaetspakt-lehre.de/de/massnahmen-und-themen‐ felder-der-geforderten -projekte-suchen-und-finden-1745.php. González, Julia & Wagenaar, Robert. (2003). Tuning Educational Structures in Europe. Final Report. Phase One. Bilbao, Groningen: University of Deusto. Handke, Jürgen. (2014). Patient Hochschullehre: Vorschläge zu einer zeitgemäßen Lehre im 21. Jahrhundert. Marburg: Tectum Verlag. Heuchemer, Sylvia. (2015). Diversity Management als Voraussetzung für eine zukunftsfähige Hoch‐ schulbildung. In Birgit Szczyrba, Birgit, Timo van Treeck, Birgit Wildt & Johannes Wildt (Hrsg.), Coaching (in) Diversity – Vielfalt und Integration von Beratungsverfahren an Hochschulen (S. 19-27), Berlin: Springer VS. Janßen, Daniela, Schröder, Stefan & Isenhardt, Ingrid. (2013). Innovative XXL-Lehre: Das Beispiel 'Kommunikation und Organisationsentwicklung' der RWTH Aachen. In Erman Tekkaya, Sabina Jeschke, Marcus Petermann et al. (Hrsg.), Innovationen für die Zukunft der Lehre in den Inge‐ nieurwissenschaften, TeachING-Learn ING.EU discussions (S. 34-44). Jorzik, Bettina. (Hrsg.). (2013). Charta guter Lehre. Grundsätze und Leitlinien für eine bessere Lehrkultur. Essen: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Kneiphoff, Anika & Hansen, Holger. (2015). „Ich fühle mich zehn Jahre weiser“ – studentische Be‐ teiligung in zentraler E-Elearning-Beratung. ZFHE, 10 (2), S. 111-123. Kultusminister Konferenz (KMK). (2017). Der Bologna-Prozess. Verfügbar unter: www.kmk.org/th emen/hochschulen/internationale-hochschulangelegenheiten .html. Müller, Wilfried & Voegelin, Ludwig. (2012). Studierende als Mitgestalter/innen der Hochschulent‐ wicklung?. Eva Net – Netzwerk für Hochschulevaluation, 06, HIS/HRK. Ruhr-Universität Bochum. (2017). Homepage des RUBeL-Teams. Verfügbar unter: www.ru‐ bel.rub.de. Schneider, Ralf, Szczyrba, Birgit, Welbers, Ulrich, & Wildt, Johannes. (Hrsg.). (2009). Wandel der Lehr- und Lernkulturen. Bielefeld: wbv. Wildt, Johannes. (2003). The Shift from Teaching to Learning – Thesen zum Wandel der Lernkultur in modularisierten Studienstrukturen. In Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW (Hrsg.), Unterwegs zu einem europäischen Bildungssystem. Düsseldorf. 10.6 10.6 Literaturverzeichnis 101 Wildt, Johannes. (2005). Vom Lehren zum Lernen – hochschuldidaktische Konsequenzen aus dem Bologna-Prozess für Lehre, Studium und Prüfung. Kurzfassung eines Vortrags zur Expertenta‐ gung des EWFT „From Teaching to Learning“, Berlin am 17.11.05. Verfügbar unter: www.fb12.u ni-dortmund.de/dyn/ewft/index.php? module=Pagesetter& tid=20&filter=core.pid:eq:6&showS ub=1. 10 Inverting the campus to enhance the shift from teaching to learning 102

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Nun schon zum sechsten Mal fand die „Inverted Classroom Konferenz“ statt, seit 2016 im jährlichen Wechsel zwischen der Philipps-Universität Marburg und der Fachhochschule St. Pölten in Österreich. Die Konferenz hat sich als fester Bestandteil der deutschsprachigen Community von Lehrkräften und Interessenten, die sich der Digitalisierung der Lehre verschrieben haben, etabliert und wird mit jeder Durchführung thematisch ausgebaut und erweitert. Der Organisator der „Inverted Classroom Konferenz“, Jürgen Handke, wurde 2013 mit dem 2. Projektpreis des hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet, im Oktober 2015 wurde ihm dann mit dem Ars legendi-Preis für digitales Lehren und Lernen der am höchsten dotierte und renommierteste deutsche Lehrpreis verliehen. Der Erfolg der „Inverted Classroom Konferenz“ mit all ihren Community-Mitgliedern dürfte bei diesen Errungenschaften einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Neben speziellen Themen zum Inverted Classroom in all seinen Facetten standen bei der 6. Inverted Classroom Fachtagung 2017 unter anderem Anwendungsbeispiele aus den Fächern Wirksamkeitsstudien, Fragen nach der Erzeugung digitaler Inhalte sowie Open Educational Resources oder auch Roboter zur Nutzung in digital unterstützten Lehrszenarien zur Debatte. Der Tagungsband „Inverted Classroom – The Next Stage“ fasst nicht nur die Ergebnisse dieser 6. Fachtagung zusammen, sondern er bietet anhand ausgewählter Fallstudien und Untersuchungen auch einen Einblick in die Arbeit all derjenigen, die sich mit der Digitalisierung der Lehre im Allgemeinen und mit dem Inverted Classroom im Speziellen befassen.