A Interviewleitfaden in:

Tobias Breuckmann

Leben und Identitäten in Nicht-Orten, page 83 - 84

Eine empirische Untersuchung von raumbezogenen Identitäten in Transiträumen

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4029-4, ISBN online: 978-3-8288-6778-9, https://doi.org/10.5771/9783828867789-83

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Interviewleitfaden 1. Tell me about your homecountry and your hometown and your life there. What did you do there? At work? In your freetime? 2. Which places were most important for you to feel at home? Why/why not? Please tell me about them. Where did you go most? Why/Why not? What did you do at these places? 3. Can you tell me something about your flight to Germany? Where did you go? Where did you sleep? What was most impressing for you? Was it possible to feel at home during your flight? Why/why not? 4. What were your first impressions when you reached Germany? 5. How do you feel where you life now? Do you feel at home? Why/why not? Tell me about the places you like/don't like in the camp/city. 6. What could be done to feel at home? Is it even possible for you to feel at home in Germany? Why/why not? How? Could you imagine that Bochum or Germany could be a place that feels like home? Why?/Why not? A 83

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Zusammenfassung

Seit dem langen Sommer der Migration im Jahr 2015 und den damit zu Tage tretenden Unzulänglichkeiten des deutschen Asylsystems sind zahlreiche Asylsuchende in sogenannten Sammelunterkünften untergebracht. Diese Sammelunterkünfte können als mehr oder weniger provisorische Einrichtungen verstanden werden, besitzen jedoch immer den Charakter des temporären Aufenthalt bis zur Anerkennung als schutzbedürftige Person mit unterschiedlichem rechtlichen Status oder der Aberkennung dieses Status, die in die Abschiebung mündet. Die vorliegende Arbeit befasst sich im deutschen Kontext mit dem Phänomen der räumlich bezogenen Identität in solchen Transiträumen. Sie behandelt die Frage, wie sich der dauerhafte Aufenthalt im Transit, in Deutschland in den letzten Jahren Realität für Asylsuchende, auf die räumlich bezogene Identität auswirkt. Als theoretische Brille dient dabei der konzeptionelle Rahmen der Nicht-Orte, der eine raumbezogene Identität in Räumen des Übergangs in Zweifel zieht. Die vorliegende Arbeit leistet somit einen Beitrag zu der meist einseitigen Debatte um Unterbringung und Integration von Asylsuchenden und rückt dabei die Perspektive der Betroffenen deutscher Asylpolitik ins Zentrum der Analyse.