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Franziska Klorer

Das Prinzip Vertrauen, page 1 - 6

Negative praktische Metaphysik zur Kritik des reinen Rationalismus

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3260-2, ISBN online: 978-3-8288-6775-8, https://doi.org/10.5771/9783828867758-1

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Philosophie, vol. 28

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Band 28 Franziska Klorer Das Prinzip Vertrauen Negative praktische Metaphysik zur Kritik des reinen Rationalismus Tectum Verlag Franziska Klorer Das Prinzip Vertrauen Negative praktische Metaphysik zur Kritik des reinen Rationalismus Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Philosophie; Bd. 28 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN 978-3-8288-6775-8 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3260-2 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN 1861-6844 Zugl. Dissertation Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2016 Umschlaggestaltung: Tectum Verlag, unter Verwendung des Bildes #122784145 von emer, www.fotolia.com Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Inhaltsverzeichnis Einleitung: Warum Metaphysik? Rationalität, Tradition und Vertrauen. . . . . . . . . 7 Methode: Phänomenologische Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 17 Die (radikal) gute Begegnung mit dem Außerordentlichen . . . . . . . . . . . . .1. 19 Von der Epoché auf Urtradition als Fundament der Urutopie . . . . . . . . . . .2. 23 Aporie des rein rationalen Vertrauens(begriffs). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 29 Tradition als (Überlebens-)Kunst und Strategie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 39 Horror Vacui: Tradition als Vernunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .III. 51 Das absolute Traditionsmodell Josef Piepers: „Heilige Tradition“ als Theasaurus der Menschheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. 53 Ein kritischer Blick auf das absolute Modell mit Paul Ricoeurs Hermeneutik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Das emphatische Modell Hans-Georg Gadamers: Tradition als Wirkungsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 68 Ein kritischer Blick auf das emphatische Modell mit Jürgen Habermas’ Kritischer Theorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Fazit: Von der Ordnungs- zur Identitätssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 V Fides Vacui: Vernunft als Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .IV. 95 Der epochéale Wendepunkt: Ausgangslage von Kritischer Theorie und Hermeneutik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. 96 Transformation der Kritischen Theorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .a) 97 Therapeutikum für den Morbus hermeneuticus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .b) 100 Brückenschlag mit Klaus Heinrich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .c) 101 Vollzug der epochéalen Wende: Phänomenologische Hermeneutik der Habitualität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 109 Intersubjektivität, Interkulturalität und Interdisziplinarität. . . . . . . . . . .a) 109 Übernahme und Enttäuschung, Sympathie und Antipathie. . . . . . . . . . . .b) 112 Der Homo habitus: vom Lebensspiel zur Lebenskunst . . . . . . . . . . . . . . . . . .c) 116 Subjektive Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .aa) 121 Intersubjektive Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .bb) 153 Soziale Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .cc) 155 Ausblick: Vertrauen als Überlebensstrategie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 Vertrauen in den und in die Neurowissenschaften – Habituelle und neuronale Evolution der menschlichen Vernunft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A. 161 Vertrauen in der und in die Politik – Psychopolitische Sanierung . . . . . . . . . .B. 162 Selbstvertrauen – Freiheit als Individualität in Gemeinschaft . . . . . . . . . . . . . .C. 165 Vertrauen in der und in die Mathematik – Die Grundlage der Mathematik als vernünftige axiomatische Mengenlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D. 166 Literaturverzeichnis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Inhaltsverzeichnis VI

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Zusammenfassung

Vernunft ohne das menschliche Vertrauen in die Möglichkeit von und zu (seiner eigenen und seiner Mitmenschen) Vernünftigkeit ist nicht möglich.

Der reine Rationalismus hat dieses stets neu zu erringende, und insofern immer auch fragile, menschliche Vertrauen metaphorisiert. Damit hat er zugleich den Vertrauensschwund in ihn selbst vorprogrammiert, reinen Irrationalismus initiiert und – einhergehend – Ethik eliminiert.

Das Prinzip Vertrauen ringt darum, jenen, für eine ethische Vernunft inter Menschen, Kulturen und Wissenschaften nicht hintergehbaren und notwendigen Zusammenhang und -halt zu aktualisieren.

Dafür bedarf es der „Negativen praktischen Metaphysik“, d. h. der theoretischen wie praktisch konkreten Rehabilitierung der Utopie als dem dialektischen Pendant zur theoretischen und praktisch konkreten Tradition.