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Christian Winter

"In der Freiheit des freien Schriftstellers", page 1 - 10

Wolfgang Koeppens literarische Laufbahn 1951-1996

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4042-3, ISBN online: 978-3-8288-6763-5, https://doi.org/10.5771/9783828867635-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Christian Winter „In der Freiheit des freien Schriftstellers“ Christian Winter „In der Freiheit des freien Schriftstellers“ Wolfgang Koeppens literarische Laufbahn 1951–1996 Tectum Verlag Christian Winter „In der Freiheit des freien Schriftstellers“. Wolfgang Koeppens literarische Laufbahn 1951–1996 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Zugl. Diss. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 2017 E-Book: 978-3-8288-6763-5 (Dieser Titel ist zugleich auch als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4042-3 im Tectum Verlag erschienen.) Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 Danksagung Die vorliegende Arbeit wurde im Jahr 2017 von der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Dissertation angenommen. Für die Veröffentlichung wurden leichte Veränderungen vorgenommen. Ohne die Unterstützung von Menschen, die mich auf diesem nicht immer einfachen Abschnitt begleitet haben, wäre diese Arbeit nicht fertig gestellt worden. Ihnen möchte ich meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Allen voran gilt mein großer Dank meiner Betreuerin Prof. Dr. Sabine Doering, die meine Arbeit stets mit gutem Rat, viel Zuspruch und positiven Rückmeldungen begleitet hat. Von dem Moment an, als ich das erste Mal in ihre Sprechstunde kam, habe ich eine große Zugewandtheit und Unterstützung erfahren, die bis über den gesamten Prozess der Promotion Bestand haben sollte. Frau Prof. Sabine Kyora danke ich für die Übernahme der Rolle als Zweitgutachterin, und Herrn Prof. em. Dr. Günter Häntzschel dafür, dass er sich als externer Gutachter zur Verfügung gestellt und für die Disputation den Weg aus München auf sich genommen hat. In meiner Recherche konnte ich mich stets vollständig auf das Wolfgang- Koeppen-Archiv in Greifswald verlassen. Hier möchte ich mich bei dem Leiter Herrn Prof. Dr. Eckhard Schumacher und seinen Mitarbeitern Katharina Krüger, Andrea Werner und Florian Meusel bedanken. Weiterer Dank gilt den Mitarbeitern der Handschriftenabteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Für die Einsichtnahme und Verwendung bislang unveröffentlichter Briefdokumente bedanke ich mich bei Raimund Fellinger von der Peter Suhrkamp Stiftung, Thomas Anz, Peter Goedel, Ulrich Greiner, Jonas Koch, Jens Andre Pfeiffer, Andrew Ranicki, Annette Reschke und Klaus Rainer Röhl. Sehr verbunden bin ich Elfe Stauch, die mir ganz zu Anfang die nötige Anstoßenergie gegeben hat. Im weiteren Verlauf hat Margarete Rosenbohm-Plate mich mit Rat und Tat dabei unterstützt, die Arbeit zu einem guten Abschluss zu bringen. Beide haben für mich auch Korrektur gelesen, ebenso wie Peter Kunert und Daniel Janssen, denen ich ebenfalls Dank weiß. Nicht zuletzt gilt mein Dank meiner Familie, die immer an mich geglaubt hat. Oldenburg im November 2017 Christian Winter 7 Inhaltsverzeichnis Einleitung 11 1. Theoretischer Zugang: Der literatursoziologische Ansatz Pierre Bourdieus 13 1.1 Habitus 15 1.2 Feld 18 1.3 Literarisches Feld 21 1.3.1 Genese des literarischen Feldes 22 1.3.2 Struktur des literarischen Feldes 25 2. Methodischer Zugriff: Einschränkungen und Schwerpunkte der Untersuchung 33 3. „Im Kampf für ein bürgerliches Vorurteil“. Wolfgang Koeppens Herkommen und Werdegang als Schriftsteller 37 3.1 Soziale Herkunft und Kindheit 38 3.2 Literarische Sozialisation und schulischer Bildungsweg 42 3.3 Abschied von Greifswald und erste Stationen im kulturellen Leben 45 Exkurs: Schriftsteller Koeppen. Ansichten eines Habitus 49 3.4 Koeppen und das Jahr 1933 52 3.5 Eine unglückliche Liebe (1934) 55 3.6 Die Mauer schwankt / Die Pflicht (1935 / 1939) 58 3.7 „Unterstellen“ beim Film 65 4. Lager und Gemengelage im literarischen Feld ab 1945. Eine Skizze 69 4.1 Das dominante Lager: Die Dichter der inneren Emigration 70 4.2 Das dominierte Lager: Die Trümmerliteratur und die Gruppe 47 72 5. „Kaum gelesen, gepriesen und verdammt“. Koeppens Romane der frühen Fünfzigerjahre 79 5.1 Verzögerte (Wieder-)Anknüpfung an die Moderne 81 5.2 Tauben im Gras (1952) 83 5.3 Das Treibhaus (1953) 89 5.4 Der Tod in Rom (1954) 95 8 5.5 Resümee 101 6. Platzwechsel: Die Reisebücher der späten Fünfzigjer- und frühen Sechzigerjahre 105 6.1 Nach Rußland und anderswohin. Empfindsame Reisen (1958) 107 6.2 Amerikafahrt (1959) 113 6.3 Akklamation für politische Resignation? Eine Einordnung des Erfolgs der Reisebücher 117 6.4 Ende der Dienstfahrten? Reisen nach Frankreich (1961) 124 7. Der Wechsel zum Suhrkamp Verlag 129 7.1 Zur Entstehung des Suhrkamp Verlags 131 7.2 Profil und Programm 133 7.3 Siegfried Unseld 136 7.4 Siegfried Unseld und sein Autor Wolfgang Koeppen 140 8. Die Konsekrationen der Sechzigerjahre 147 8.1 Allgemeines zu Literaturpreisen und zum Georg-Büchner-Preis 148 8.2 Der Georg-Büchner-Preis an Wolfgang Koeppen (1962) 151 8.2.1 Die Laudatio 152 8.2.2 Die Preisrede 155 8.3 Weitere Auszeichnungen und Konsekrationsindizes 159 9. Chronik eines angekündigten Romans. Das Warten auf eine neue Publikation Koeppens und die Konstruktion eines ‚schweigenden’ Autors 165 9.1 Das sichtbare und das unsichtbare Werk Koeppens 168 9.2 Das ‚Schweigen’ Koeppens 173 10. Dichtung und Soziales. Schriftstellernöte vor dem Hintergrund eines sich ändernden Berufsbildes 187 11. (K)ein Politischer Autor. Anfänge der westdeutschen Koeppen-Forschung 195 11.1 Ansätze und Grenzen einer politischen Lesart Koeppens 197 11.2 Der Band Über Wolfgang Koeppen (1976) 205 12. Das „vollendete Fragment“: Jugend (1976) 211 12.1 Die Geschichte eines „zurechtgelogenen jungen Mannes“. Koeppens Auseinandersetzung mit dem autobiografischen Schreiben 211 9 12.2 Im „unordentlichen verwirrenden Netz der Erinnerung“: Jugend 216 12.3 Veröffentlichung und Aufnahme von Jugend 220 13. Reisen, Filme, Romananfänge: 1976–1981 227 13.1 Aus aufgegebenen Werken 227 13.2 Reisen und Reisetexte I 230 13.3 Ich bin gern in Venedig warum (1979) 232 14. Der Dichter als Gelehrter? Die elenden Skribenten (1981) und die Frankfurter Poetik-Vorlesungen (1982) 237 15. Ein Beben in zweiter Auflage: Die Mauer schwankt (1983) 245 16. Ein Klassiker zu Lebzeiten. Die dritte Konsekrationsstufe 257 16.1 Gesammelte Werke (1986) 257 16.2 Diversifizierung und Differenzierung der Koeppen-Forschung 259 16.3 Auf dem Weg in die ästhetische Orthodoxie 263 17. Die Magie der Signatur. Koeppens Autorschaft bei Es war einmal in Masuren (1991) und Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch (1992) 269 17.1 Ortelsburg – Szczytno (1990) 270 17.2 Es war einmal in Masuren (1991) 271 17.3 Von Jakob Littners Mein Weg durch die Nacht zu Wolfgang Koeppens Aufzeichnungen aus einem Erdloch 275 17.4 Vom Dokument zum Roman: Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch 277 17.5 Publikationsrahmen, -echo und Nachspiel 282 18. „... ich werde dieses Buch und auch andere Bücher fertig schreiben.“ Letzte Pläne und Veröffentlichungen 287 18.1 Reisen und Reisetexte II 287 18.2 Prosaskizzen / Kleinere Erzählungen 292 18.3 Coda 294 Siglenverzeichnis 297 Literaturverzeichnis 299

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Zusammenfassung

Wolfgang Koeppen hat sich mit Romanen wie „Das Treibhaus“ und „Der Tod in Rom“ als Chronist der Adenauerrepublik seinen Platz in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur gesichert. Von der Kritik allgemein geschätzt und von der Leserschaft weitgehend ignoriert, blieb ihm der größere Durchbruch nicht zuletzt deswegen verwehrt, weil ihm der vielfach angekündigte große Roman nicht gelingen wollte. In den Feuilletons machte bald der „Fall Koeppen“ Schlagzeilen. Christian Winter skizziert in seiner Studie im Rückgriff auf die kultursoziologischen Arbeiten Pierre Bourdieus die Laufbahn Wolfgang Koeppens im literarischen Feld der Bundesrepublik Deutschland. In chronologischer Reihenfolge werden die einzelnen Werkphasen mit ihren jeweiligen literarhistorischen Hintergründen beleuchtet. Gezeigt wird, wie ab den späten Sechzigerjahren der Diskurs über den „schweigenden“ Autor entstand, der Koeppen über seinen Tod hinaus bis zur Erschließung des Nachlasses begleiten sollte. Weitere Kapitel über seine Ausflüge in das Medium Film und die Kontroverse um die Autorschaft von „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ runden das Bild eines Schriftstellers ab, der im Prinzip immer schrieb, der ohne die Unterstützung seines Verlegers Siegfried Unseld und seines Förderers Marcel Reich-Ranicki jedoch nicht dauerhaft in der „Freiheit des freien Schriftstellers“ hätte existieren können.