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Severin Mosch

Schuld, Verantwortung und Determinismus im Strafrecht, page I - XVI

Eine Grundlegung unter Bezugnahme auf die Neurowissenschaften

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4037-9, ISBN online: 978-3-8288-6760-4, https://doi.org/10.5771/9783828867604-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 105

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften Band 105 Severin Mosch Schuld, Verantwortung und Determinismus im Strafrecht Eine Grundlegung unter Bezugnahme auf die Neurowissenschaften Tectum Verlag Severin Mosch Schuld, Verantwortung und Determinismus im Strafrecht. Eine Grundlegung unter Bezugnahme auf die Neurowissenschaften Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Reihe: Rechtswissenschaften; Bd. 105 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Zugl. Diss. Justus-Liebig-Universität Gießen 2017 E-Book: 978-3-8288-6760-4 ISSN: 1861-7875 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4037-9 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlaggestaltung: Tectum Verlag, unter Verwendung des Bildes # 586341743 von Digital abstract Art | www.shutterstock.de Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Meinem Mann, meinen Eltern und meiner Schwester Vorwort Die Frage nach dem was wäre, wenn wir alle determiniert wären, ließ mich bereits seit dem vierten Semester meines Studiums nicht mehr los. Ich klebte mir damals einen Zettel mit wenigen Stichworten für eine eventuelle strafrechtliche Dissertation zu dem Thema Schuld an mein Bücherregal. Damals noch von der Genetik inspiriert, richtete sich der Gedanke im Laufe der Jahre, angeregt durch die mediale Diskussion, auf die Neurowissenschaften. Ich bin in der besonderen Situation, sowohl eine Doktormutter als auch einen Doktorvater zu haben. Während ich für meine Doktormutter die letzte von ihr betreute Doktorandin war, war ich für meinen Doktorvater die erste Doktorandin. Mein besonderer Dank gilt ihnen. Ich möchte mich herzlich bei Herrn Prof. Dr. Bernhard Kretschmer bedanken, dass er die umfangreiche Erstbegutachtung von meiner Doktormutter übernahm und dadurch zu meinem Doktorvater wurde. Seine Worte waren eine große Bereicherung für mich. Zugleich bedanke ich mich herzlich bei meiner Doktormutter Frau Prof. i.R. Dr. Gabriele Wolfslast und schätze es zutiefst, dass sie trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen das Zweitgutachten verfasste und schließlich zusammen mit Herrn Prof. Dr. Bernhard Kretschmer, Herrn Prof. Dr. Jens Adolphsen und Herrn Prof. Dr. Steffen Augsberg mir die Disputation abnahm. Ohne das Vertrauen, das sie mir entgegenbrachte, den Mut, den sie mir gab und die Kraft, die sie mir schenkte wäre diese Dissertation nicht möglich gewesen. Ihre Worte werden mich auch weiterhin begleiten. Zudem bedanke ich mich bei meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die die Zeit an der Professur zu etwas ganz besonderem machten. Nicht zuletzt möchte ich mich liebevoll bei meinem Mann und meiner Familie bedanken, die mich während der gesamten Ausbildung unterstützten, mir den Rücken freihielten und mir zusprachen. Meinem Mann möchte ich besonders danken, der aufopferungsvoll und VII mit viel Verzicht an meiner Seite stand, auch in Zeiten, an denen er mich fast nur im Arbeitszimmer am Schreibtisch sitzend antraf. Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen – nicht nur, weil er mich entlastete, sondern weil er mich zugleich bestärkte, indem er immer eine Schulter zum Kraftschöpfen für mich hatte. Meiner gesamten Familie, meinem Mann und meinen Freunden danke ich für ihre Unterstützung und die Momente, in denen sie mich aus dem Alltag herausholten. Abschließend möchte ich mich bei der Justus-Liebig-Universität Gießen für die finanzielle Unterstützung durch ein Promotionsstipendium bedanken und bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Winterschule 2009 der Universität Heidelberg zum Thema „Verantwortlichkeit – eine nützliche Illusion?“ für die anregenden Diskussionen. Wiesbaden im Juli 2018 Severin Mosch Vorwort VIII Inhaltsverzeichnis Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Die Problematik um Schuld und Willensfreiheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 1 Ziel und Gang der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 6 Freiheit, Indeterminismus und Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 1 9 Die Klärung der Begriffe Freiheit, Indeterminismus und Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 9 Die Freiheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 10 Die Unterscheidung von Handlungsfreiheit und Willensfreiheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.1. 10 Die Unterscheidung von Wille und Entscheidung . . . . . . . . . .1.2. 17 Die drei Komponenten des klassischen Willensfreiheitsbegriffs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.3. 19 Der Indeterminismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 20 Der absolute Indeterminismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1. 21 Der relative Indeterminismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2. 23 Der Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 25 Das klassische Verständnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.1. 26 Der dynamische systemisch-multikausale Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2. 28 Die Vorhersagbarkeit und der systemischmultikausale Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2.1. 28 Das Kausalgesetz und der systemisch-multikausale Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2.2. 37 Die (Meta-)Redetermination als Beispiel eines modernen, systemisch-multikausalen Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2.3. 40 IX Zusammenfassung zum systemisch-multikausalen Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2.4. 43 Der neuronale Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3. 46 Das allgemeine Verständnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.1. 46 Die Relevanz des neuronalen Determinismus für die Frage nach Willensfreiheit und Verantwortung . . . . . 3.3.2. 48 Der erweiterte neuronale Determinismus. . . . . . . . . . .3.3.3. 50 Die Unterscheidung von Determinismus und Indeterminismus – ein Missverständnis? Eine Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 55 Die Bedeutung der Schuld für das Strafrecht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 2 59 Das Schuldprinzip: „nullum crimen, nulla poena sine culpa“ – kein Verbrechen, keine Strafe ohne Schuld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 59 Ein geschichtlicher Abriss: Vom Erfolgsstrafrecht zum Schuldstrafrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 61 Das sich ändernde Präventionsstrafrecht und die Neurowissenschaften. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III. 65 Die Vorschläge aus den Reihen der Neurowissenschaftler . . . . . .1. 65 Das nach-präventive Sicherheitsstrafrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 71 Die Tatschuld und die Selbstbestimmungsfähigkeit als Schutz vor dem nach-präventiven Sicherheitsrecht. . . . . . . . 2.1. 74 Schuldbegriff oder Verantwortungsbegriff unter Berücksichtigung des nach-präventiven Sicherheitsstrafrechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2. 77 Die Verhältnismäßigkeit als Ersatz der Tatschuld im Rahmen des nach-präventiven Sicherheitsstrafrechts . . . . . 2.3. 78 Die Schuld als Strafbegrenzung gegenüber Sicherungs- und Besserungsinteressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. 79 Die Schuld als Maßregelanordnungsbegrenzung . . . . . . . . . . . . . . .4. 81 Das Sanktionenmodell nach G. Merkel und G. Roth . . . . . . . . . . . . .5. 83 Die Schuld als Attest der Selbstbestimmungsfähigkeit . . . . . . . . .6. 86 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .IV. 86 Inhaltsverzeichnis X Die Neurowissenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 3 89 Erklärungsversuche des menschlichen Verhaltens . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 89 Die Erklärungsbefugnis der Hirnforscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 91 Die unbewussten Prozesse der Verhaltensplanung und -steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 94 Die Libet- und Nachfolgeexperimente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1. 94 Die Libet-Experimente. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1.1. 94 Die geläufige Interpretation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1.2. 97 Die Kritik an den Libet-Experimenten . . . . . . . . . . . . . . .2.1.3. 99 Die Bedeutung der Libet-Experimente für die Willensfreiheitsfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.1.4. 102 Die neurobiologische Erklärung von Verhalten (Gerhard Roth) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2. 104 Die erste neurowissenschaftliche Vorhersage unbewussten Wollens (John-Dylan Haynes) . . . . . . . . . . . . . . . 2.3. 107 Unbewusste Entscheidungen und Entscheidungskomponenten als Ausschluss von Willensfreiheit und Verantwortung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.4. 109 Nichts als Illusion – und doch mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 115 Das Konstrukt eines initiierenden Willens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 115 Die Illusion eines immateriellen Selbst – wie das Gefühl einer unabhängigen Entscheidungsinstanz entsteht . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 119 Der Nutzen der Illusion vom Selbst-Autor als Überbauphänomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. 121 Die Bedeutung in der sozialen Kommunikation . . . . . . . . . . .3.1. 121 Die Wirkung als Überbauphänomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2. 122 Geschädigtes Gehirn – krankes Selbst? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .III. 124 Vier sich widersprechende Fälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 126 Der Fall Phineas P. Gage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1. 126 Der Fall E.V.R. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.2. 130 Keine Dissozialität und sogar die Aufhebung von Dissozialität durch Hirnläsionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.3. 131 Die Schlussfolgerung aus allen vier Fällen . . . . . . . . . . . . . . . . .1.4. 133 Drei „Verbrechertypen“ unter besonderer Beobachtung der Hirnforschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 135 Inhaltsverzeichnis XI Pädophilie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1. 135 Gewalttäter (Mehrfach- und Intensivtäter) . . . . . . . . . . . . . . . .2.2. 140 Drei medial bekannte „Opfer“ ihrer „aggressiven Hirnbiologie“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2.1. 141 Hirnphysiologische, biochemische und genetische Abweichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2.2. 143 „Psychopathy“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3. 146 Zusammenfassende kritische Betrachtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .IV. 150 Der Mensch als materielles Wesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 150 Hirnfunktionelle und hirnphysiologische „Störungen“, „Dysfunktionen“, „Abnormalitäten“ und „Abweichungen“ als nicht alleiniger Anknüpfungspunkt von Schuldunfähigkeit gem. §§ 20, 21 StGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 151 Der „normale“ Delinquent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1. 151 Über die Normalität der Unterschiede und über die Schuld als Wertungsfrage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2. 155 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 163 Der Indeterminismus als das aktuell herrschende Schuldverständnis der Strafrechtswissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kapitel 4 165 Die historische Entwicklung – vom psychologischen zum normativen Schuldbegriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 167 Die Reaktion der Strafrechtswissenschaft auf die Thesen aus den Neurowissenschaften – ein allgemeiner Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 170 Ein kurzer Rückblick auf die historische Diskussion . . . . . . . . . . . . .1. 170 „Das Schuldstrafrecht retten“ – darin besteht fast Einigkeit . . . .2. 172 Der Inhalt der strafrechtlichen Diskussion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 173 Novellierung des Strafrechts bzw. der Schuld? . . . . . . . . . . . . . . . . . .4. 174 Konservative Reaktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.1. 174 Novellierende Reaktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.2. 175 Die indeterministischen Strömungen der Strafrechtswissenschaft . .III. 177 Die real-indeterministischen Strömungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 179 Der Indeterminismus als objektiv-empirisch gegebene Seinskonzeption der Dritten-Person-Perspektive . . . . . . . . . . 1.1. 180 Die Rechtsprechung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.1. 180 Inhaltsverzeichnis XII Der Bundesgerichtshof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.1.1. 180 Das Bundesverfassungsgericht . . . . . . . . . . . . .1.1.1.2. 183 Die strafrechtliche Literatur und das Verhältnis des relativen Indeterminismus zum Determinismus . . . . 1.1.2. 184 Die Spielraumtheorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.2.1. 185 Der Dualismus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.2.2. 188 Die Lehre von der Überdetermination . . . . . .1.1.2.3. 189 Der relative Indeterminismus – keine Position der Vereinigung von Determinismus und Indeterminismus . . . . . . 1.1.2.4. 192 Exkurs: Bedingende Faktoren oder determinierende Faktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193 Das Beweisproblem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.3. 194 Freiheitsbeweis: Die Quantenphysik . . . . . . . .1.1.3.1. 194 Freiheitsbeweis: Die neuronale Plastizität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.1.3.2. 200 Exkurs: Der Sinn der neuronalen Plastizität im Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Freiheitsbeweis: Der performative Widerspruch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.1.3.3. 204 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1.3.4. 208 Der Indeterminismus als subjektiv- bzw. gesellschaftlichempirisch gegebene Seinskonzeption der Erste-Person- Perspektive . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2. 209 Das subjektiv-indeterministische Freiheitsbewusstsein als Anknüpfungspunkt für Verantwortung und Schuld (subjektiv-empirische Seinskonzeption) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.1. 212 Das gesellschaftlich-indeterministische Freiheitsbewusstsein als Anknüpfungspunkt für Verantwortung und Schuld (gesellschaftlichempirische Seinskonzeption) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.2 214 Determinismus und Fatalismus . . . . . . . . . . . . .1.2.2.1. 214 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.2.2.2. 220 Die Freiheitserfahrung – eine indeterministische?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.3. 221 Inhaltsverzeichnis XIII Das indeterministische Willensfreiheitsgefühl oder das deterministische Freiheits- und Verantwortungsbewusstsein . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.3.1. 223 Die deterministische Möglichkeit . . . . . . . . . . .1.2.3.2. 226 Die deterministische Wenn-Option . . . . . . . . .1.2.3.3. 228 Ein indeterministisches Postulat bei deterministischem Freiheitsgefühl? . . . . . . . . 1.2.3.4. 230 Die Erste-Person-Perspektive oder die Dritte-Person-Perspektive . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.3.5. 231 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.2.3.6. 233 Der Konstruktivismus als Versuch der Legitimation des Indeterminismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2.4. 234 Die agnostisch-indeterministischen Strömungen. . . . . . . . . . . . . . .2. 236 Der sozial vergleichende Schuldbegriff (sozial-pragmatisch) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.1. 238 Der Indeterminismus als Fiktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2. 244 Die Zurechnungsfähigkeit mit Hilfe der Motivierbarkeit des Menschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3. 245 Deterministische Lesart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3.1. 246 Indeterministische Lesarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3.2. 247 Roxin: Die Willensfreiheitsfiktion als Folge der empirisch erfassbaren normativen Ansprechbarkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3.2.1. 249 Schreiber: Die Motivierbarkeit als Element seines sozial-vergleichenden Schuldbegriffs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3.2.2. 252 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3.3. 253 Günther Jakobs: Der funktionale Schuldbegriff . . . . . . . . . . . .2.4. 254 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 258 Der Indeterminismus als Verantwortungsausschluss . . . . . . . . . . . . . . . .IV. 259 Verantwortung als Oberbegriff von Schuld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 260 Der Indeterminismus und das Zufalls-Problem . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 261 Die Konsequenz für alle indeterministischen Schuldbegriffe . . .3. 265 Zusammenfassung und die Beweislastfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .V. 265 Inhaltsverzeichnis XIV Der agnostisch-deterministische Schuldbegriff. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 5 271 Die Zulässigkeit deterministischer Ansätze als Grundlage für die strafrechtliche Schuld nach dem Gesetzgeberwillen . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 272 Der Wille des Verfassungsgesetzgebers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 272 Der Wille des Strafgesetzgebers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 279 Der Gesetzgeber und der objektiv-empirische Indeterminismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.1. 279 Der Gesetzgeber und der normative Indeterminismus . . . .2.2. 285 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 291 Schuldkonzepte deterministischer Strafrechtler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 292 Die normative Ansprechbarkeit (v. Liszt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 292 Die Lehre von der Lebensführungsschuld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 296 Die Lehre von der Charakterschuld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 297 Die Begründung von Schuld und Verantwortung im Wege der Zurechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III. 303 Die Zurechnung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 305 Die Zuschreibung als normatives, gesellschaftliches Regularium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 308 Die Verantwortungszuschreibung mit Hilfe der Selbstbestimmungsfähigkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. 310 Selbstbestimmung anstatt Selbst-Bestimmung . . . . . . . . . . .3.1. 311 Die Selbstbestimmungsfähigkeit des Menschen. . . . . . . . . . .3.2. 315 Selbstbestimmung als Form von Kontrolle . . . . . . . . . .3.2.1. 316 Das Denken alternativen Verhaltens . . . . . . . .3.2.1.1. 318 Die Unrechtseinsicht und die Realitätswahrnehmung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.2.1.2. 319 Selbstbestimmung als Äußerung des Selbst . . . . . . . .3.2.2. 321 Das individuelle Selbst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.2.1. 321 Das Gefühl der Autorschaft . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.2.2. 322 Der verständig Selbstbestimmte als Anknüpfungspunkt von Schuldunfähigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.3. 324 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.4. 327 Inhaltsverzeichnis XV Das Entfallen der Verantwortung durch Entschuldigungsgründe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. 328 Die Rolle von Normen und Sanktionen in einem deterministischen Strafrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IV. 329 Der Zweck einer Schuldstrafe in einem deterministischen Strafrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. 329 Relative Strafzwecke im Determinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 331 Die Veränderbarkeit des Menschen mit Hilfe der neuronalen Plastizität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.1. 332 Verantwortlichkeit durch Verantwortungszuschreibung . .2.2. 334 Der Sinn von Strafrechtsnormen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 338 Anknüpfungspunkt: Der Täter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4. 339 Worin die Freiheit des Menschen liegt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .V. 341 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .VI. 343 Abschließende Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 6 345 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353 Inhaltsverzeichnis XVI

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Zusammenfassung

In jüngerer Zeit wurde der alte Streit um Freiheit und Verantwortung von einigen Vertretern der Neurowissenschaften wieder aufgegriffen. Behauptet wird u. a., dass aufgrund der neuronalen Determination des Menschen Schuld dem Strafrecht nicht zugrunde gelegt werden dürfe. Die Arbeit legt dar, dass neuere Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften den Determinismus nicht bewiesen haben, sodass weiterhin sowohl Indeterminismus als auch Determinismus in Bezug auf die menschliche Entscheidung möglich bleiben. Ausgehend von dem Ansatz, wonach unter einem Determinismus Freiheit und Verantwortung möglich sind, ist die Behauptung, dass das Strafrecht nicht auf Schuld und Strafe aufbauen dürfe, nicht zwingend. Maßgeblich ist, wie Freiheit, Verantwortung und Schuld begründet werden, also welchen Inhalt sie haben. Die Arbeit ist eine Grundlegung für einen agnostisch-deterministischen Schuldbegriff, der auf normativer Ebene einen Determinismus zugrunde legt und daneben die Selbstbestimmungsfähigkeit des Menschen in den Mittelpunkt stellt.