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ELMAR D. KONRAD, Finanzierung und Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Übersicht und Implikationen aus den Ergebnissen einer Studie der Hochschule Mainz in:

David Maier (Ed.)

KULTUR WIRTSCHAFT RLP, page 121 - 130

TEXTE ÜBER DIE KULTURWIRTSCHAFT IN RHEINLAND-PFALZ

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3905-2, ISBN online: 978-3-8288-6744-4, https://doi.org/10.5771/9783828867444-121

Tectum, Baden-Baden
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Finanzierung und Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz Übersicht und Implikationen aus den Ergebnissen einer Studie der Hochschule Mainz ELMAR D. KONRAD 1. Einleitung Es ist unschwer festzustellen, dass die meisten Gründungen im Kultur- und Kreativsektor sich vor allem aus privatwirtschaftlichen und somit unternehmerischkünstlerischen Eigeninitiativen sowie aus dem Freiberuflertum entwickeln (vgl. SÖNDERMANN 2012). Dies zeigt sich sowohl bei kleinen, kleinsten als auch mittleren Organisationen. Aus diesem Grund besteht in der Kultur- und Kreativwirtschaft (im Folgenden KuKw genannt) kein Widerspruch zwischen Künstlertum, Kulturarbeit und Unternehmertum (vgl. KONRAD et al. 2010). Die meisten Kreativschaffenden agieren in einem sehr rauen und manchmal Existenz bedrohenden Spannungsfeld zwischen der reinen Marktorientierung sowie Kosteneffizienz und dem idealistischen Bild einer freien Kunst sowie einer tradierten Kulturrezeption (vgl. KONRAD 2010: 20ff.). Gerade bei Fragen der Finanzierung und Förderung der eigenen Selbständigkeit, der Umsetzung von Kreativprojekten sowie der nachhaltigen Wachstumsphasen stehen viele Kreativschaffende und Kulturunternehmer vor großen Problemen (vgl. KONRAD et al. 2016). Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat erkannt, dass ein Bedarf an Informationen und weiterführenden Erkenntnissen zur Förderung, Finanzierung und Qualifizierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft notwendig ist. Daher hat, gefördert vom Wirtschaftsministerium des Landes Rheinland-Pfalz, das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz im Jahr 2013 eine erste umfassende und repräsentative Studie zu den nachhaltigen Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz durchgeführt (vgl. KONRAD 2014). 2. Struktur der KuKw in Rheinland-Pfalz 2.1 Grundlegende Informationen zur Studie zur KuKw Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KuKw) in Deutschland umfasst 11 Teil-bereiche nach der einheitlichen Festlegung der Wirtschaftsministerkonferenz aus dem Jahr 2009 auf Basis der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ (DEUT- SCHER BUNDESTAG 2008). Nach Analyse der 813 in der Studie komplett vollständig ausgefüllten Datensätze konnte festgestellt werden, dass die Verteilung der befragten Unternehmen in den einzelnen Sub-Branchen auch in Rheinland- Pfalz sehr repräsentativ sind (vgl. EBERT et al. 2016). Aufteilung der Untersuchungsstichprobe nach KuKw-Teilbereichen in Rheinland-Pfalz (KON- RAD 2014 Knapp zwei Drittel aller Teilnehmer/-innen (ca. 60 Prozent, n=489) waren männlich, ca. 40 Prozent (n=324) waren weiblich. Der Anteil derer, die angaben, einen Migrationshintergrund zu haben, lag bei ca. 10 Prozent. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer/-innen lag bei ca. 43 Jahren. Die Bezeichnung Kultur- und Kreativwirtschaft ist auch nach mehr als fünf Jahren nach Einführung der Definition bei den Akteuren der elf Teilbereiche noch nicht selbstverständlich. Rund 49 Prozent gaben an, die Definition zu kennen. Interessant ist, dass die Akteure der Bereiche ‚Visuelle Medienkunst’ und ‚Kunsthandwerk’, welche nach Bundesdefinition (noch) nicht der Kultur- und Kreativwirtschaft zugeordnet sind, die Bezeichnung genauso gut kennen wie die Akteure der elf Teilbereiche (vgl. SÖNDERMANN et al. 2009: 86). ! " # $$ % " & % ' ( )) * $ + ) " , - )) % . * " & * / ( 0 $ &$ 2.2 Finanzierung in der KuKw Im Rahmen einer Existenzgründung ist die Finanzierung eine wichtige Ressource (vgl. ACHLEITNER et al. 2011). Ein zentraler Punkt ist hierbei die Unterscheidung der Finanzierung durch persönliches Umfeld und der Finanzierung durch ein institutionelles Umfeld. Die Studie ergibt, dass ca. 62 Prozent aller Ausgaben in der Phase der Gründungsfinanzierung maximal 10.000€ betrugen. Dadurch wird die Kleinteiligkeit der Teilbereiche der KuKw in Rheinland-Pfalz insbesondere in der Gründungsphase ersichtlich. Weitere ca. 26 Prozent benötigen in der Phase der Gründungsfinanzierung ein Kapitalvolumen zwischen 10.001€ und 25.000€. In der Studie sind die Teilnehmer/-innen gebeten worden, die Finanzierungsformen anzugeben, mit welchen das genannte Kapitalvolumen in der jeweiligen Phase komplett oder zu großen Teilen gedeckt wurde. In der Phase der Gründungsfinanzierung lag die Wahl der Finanzierungsform mit ca. 65 Prozent hauptsächlich (bzw. mit ausschließlich) eigenen Mitteln, also 100 Prozent Eigenkapital. Die Gründungsfinanzierung aus dem persönlichen oder geschäftlichen Umfeld lag zusammen gefasst bei ca. 22 Prozent (vgl. FRASER et al. 2011). 2.3 Kapitalverwendung Innerhalb der Studie wurde bei der Verwendung des benötigten Kapitals zwischen den Phasen der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung unterschieden. Die höchsten Ausgaben innerhalb der Gründungsfinanzierung liegen im Bereich IT. Sowohl IT-Equipment (ca. 58 Prozent) als auch Softwarelizenzen (ca. 45 Prozent) dominieren die Verwendung der finanziellen Mittel innerhalb dieser Phase. Ein anderes Bild zeigt sich in der Phase der Wachstumsfinanzierung, bei der lediglich ca. 28 Prozent bzw. ca. 6 Prozent für IT-Equipment als auch Softwarelizenzen als Ausgaben angegeben wurden. Hier dominieren Ausgaben für technische Ausrüstungen und Anlagen (ca. 52 Prozent), Ausstattung und Materialien (ca. 34 Prozent) sowie Ausgaben für Gebäude, Räume und Flächen (ca. 33 Prozent). Zudem geben ca. 30 Prozent der Befragten an, ihren persönlichen Lebensunterhalt finanzieren zu müssen. Dieser Position kommt in der Wachstumsphase nur noch ein Wert von ca. 12 Prozent zu. Weitere Ausgaben in der Phase der Gründungsfinanzierung waren zum Beispiel für Corporate Design, für den Internetauftritt und Steuer- und Rechtsberatung. 2.4 Einschätzungen und Bewertungen zu formalen Finanzierungsformen Im Rahmen der Studie wurde festgestellt, dass die elf Teilbereiche eine sehr hohe Diversifizierung besitzen. In den Teilbereichen und darin enthaltenen 78 Unterbereichen diversifizierten sich die Fokusse auf Produkte und/oder Dienstleistungen, Rechtsformen, Alter, Human Kapital und Kundenausrichtungen heraus. Alle zeigen einen hohen Grad an Heterogenität. Hierzu kommt auch die Ausrichtung der Motivationen und Ziele hinsichtlich Informations- und Beratungsquellen, Finanzierungswahlen und Bedarfsdefinitionen der einzelnen Gruppierungen innerhalb der KuKw. Nur ein verschwindend geringer Anteil nutzt(e) Beteiligungsfinanzierung. Das allenthalben vor allem in den Medien als die neue innovative Form der Finanzierung kommunizierte Crowdfunding wurde von Akteuren in Rheinland-Pfalz nicht genutzt. In Sachen Beteiligungs- und Crowdfunding-Finanzierung bleiben die Akteure aus Rheinland-Pfalz weit hinter dem Bundestrend zurück. Bundesweit greifen ca. 18 Prozent aller Gründungen in der KuKw auf Venture Capital oder alternative Finanzierungsformen zurück (vgl. WERNER 2011). Interessant ist aber, dass ca. 23 Prozent der Akteure in Rheinland-Pfalz, die sich gerade in der Planung der Selbstständigkeit befinden, diese Form der Finanzierung vorstellen können bzw. planen, diese einzusetzen. Die Finanzierung durch subventionierte Finanzierungsprogramme ist insbesondere in der Gründungsphase relevant. Die Angebote der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) finden jedoch sowohl in der Gründungs- als auch in der Wachstumsfinanzierung wenig Anwendung bei den Akteuren der KuKw. Ca. 55 Prozent der Respondenten sahen die Aussage, dass es für die Teilbereiche ausreichend Fördermöglichkeiten gibt, als eher nicht bzw. überhaupt nicht zutreffend an. Diese Tendenz wird auch durch die Tatsache unterstützt, dass sich ca. 42 Prozent in der Gründungsphase und ca. 52 Prozent in der Wachstumsphase nicht weiter über Förderung informieren und keine Förderung beantragen. Ein Drittel aller Akteure (in beiden Phasen) beantragt keine Förderung trotz vorheriger Information. Ein Großteil der beantragten Förderungen waren Zuschüsse bzw. Gutscheine für Beratungs- oder Coaching-Leistungen. Weitere beantragte Förderungen waren teilbereichsbezogen (z.B. Filmförderung, Designförderung, Wettbewerbe) oder finanzielle Förderungen der Agentur für Arbeit. 3. Fazit 3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse Der Begriff bzw. Terminus Kultur- und Kreativwirtschaft ist zwar in den entsprechenden Teilbereich nahen wirtschaftlichen Institutionen bekannt, aber nicht fest etabliert. Es besteht nur wenig Wissen darüber, welche anderen Teilbereiche sich in der Definition Kultur- und Kreativwirtschaft befinden. Daher besteht ein hoher Bedarf, zum einen das Bewusstsein für die KuKw zu steigern, als auch die Kenntnis über deren Bedeutung zu vermitteln. Es zeigt sich auch, dass eine Öffnung eines Teilbereiches hin zu einer vernetzteren Ausrichtung zu anderen Teilbereichen der KuKw nur aus der Historie ersichtlich – z.B. die Bereiche Design und Architektur oder Kunst und Design oder Musik und Kunst – entstanden ist (vgl. KONRAD 2013). Es besteht zwar ein diffuses Gefühl der Zugehörigkeit zur definitorischen KuKw, dennoch ist eine emotionale oder auch strategisch ausgerichtete Zuordnung noch wenig ersichtlich. Ein Großteil der Gründungsfinanzierungen nutzt ausschließlich eigenes Kapital. Es zeigt sich, dass formelle Finanzierungsinstrumente üblicherweise nicht genutzt werden, auch wenn dies in der Gründungs- oder Wachstumsphase sinnvoll wäre. Gründe hierfür sind zum einen mangelndes Wissen als auch Barrieren und Berührungsängste. Es besteht durchaus Bedarf nach konkreter Vermittlung und Aufzeigen solcher formaler Finanzierungsinstrumente. In Sachen Beteiligungs- und Crowdfunding-Finanzierung bleiben die Akteure aus Rheinland-Pfalz weit hinter dem Bundestrend zurück. Gerade in den Metropolregionen (z.B. Rhein-Main) und z.B. den Branchen Musik, Film und Fernsehen ist durchaus Potenzial für solche innovativen Finanzierungsmethoden. Die Finanzierung durch subventionierte Finanzierungsprogramme ist insbesondere in der Gründungsphase relevant. Die Angebote der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) finden sowohl in der Gründungs- als auch in der Wachstumsfinanzierung wenig Anwendung bei den Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Akteure der KuKw legen meist keinen Schwerpunkt auf die Schaffung von Beschäftigung bzw. die Branche ist hierfür nicht ausgerichtet (vgl. KONRAD 2013). Daher sind Förderprogramme mit dem Ziel, Beschäftigungswachstum zu schaffen, für die KuKw nicht sinnvoll bzw. meist nicht anwendbar. Es besteht daher ein Bedarf und auch ein Bedürfnis von Seiten der Akteure der KuKw, andere Bewilligungskriterien oder Bewertungsmaßstäbe für Erfolg und Innovation anzuwenden. Der Großteil aller Gründungen benötigt finanzielle Mittel bis ca. 10.000 Euro, was sich im kleinteiligen Segment befindet. Der Kapitalbedarf ist daher meist unterdurchschnittlich. Es besteht ein erheblicher Bedarf an Mikrokrediten, die in einem vereinfachten Prozedere zügig zu bearbeiten sein müssen. Es zeigt sich zudem, dass beidseitig Hemmungen und Unkenntnis sowie Barrieren zwischen Akteuren der KuKw und Finanzinstituten bestehen, was ein großer Bedarf an Wissensvermittlung impliziert. Die Studie zeigt auch, dass Beratungsangebote (vor allem im ländlichen Raum) wenig bis unzureichend genutzt werden. In Rheinland-Pfalz fällt vor allem ein sehr starker Designbereich als auch der hohe Anteil des Kunsthandwerks auf. Schlussendlich ist festzustellen, dass je urbaner die Region ist, umso stärker gewinnen institutionelle Beratungs- und Förderangebote an Bedeutung, indem diese umso stärker genutzt werden. Im ländlichen Raum werden diese weniger nachgefragt, obwohl diese nicht weniger bedeutend oder von Vorteil für den Gründungserfolg sind (vgl. GRAEME 2009). 3.2 Vorschläge von konkreten Handlungsempfehlungen A. Es besteht aus Sicht der Studie ein hoher Bedarf, zum einen das Bewusstsein für Kultur- und Kreativwirtschaft zu steigern als auch die Kenntnis über deren Bedeutung zu vermitteln. - Aufbau einer KuKw-Info-Plattform sowie eines Round-Table KuKw. - Planung einer landesweiten Leistungsschau KuKw oder Aktionen unter einem Titel wie Gib der Branche ein Gesicht – Unternehmer aus der Branche. - Empfehlung bei der Kommunikation des Landes RLP mit Fokus auf KuKw- Teilbereiche wie z.B. Film oder Designwirtschaft stets den Terminus Kulturund Kreativwirtschaft mitverwenden. - Stärkere Einbeziehung der Hochschulen. - Förderung eines KuKw-Verband RLP oder anderer Netzwerkorganisationen, indem die Einzelverbände (Teilbereiche) Mitglieder sind. B. Es besteht aus Sicht der Studie durchaus Bedarf von Strukturen und Aktionen zur Überwindung von Barrieren und Hemmnissen nach konkreter Vermittlung und Aufzeigen der Möglichkeiten und Vorteilen formaler Finanzierungsinstrumente. - Entwicklung einer Broschüre (Gründungs- und Finanzierungsfibel) gezielt für die KuKw – in Kooperation (Vertrieb) mit Netzwerkpartner (+ eventuell Entwicklung einer KuKw-Infobroschüre speziell für Berater und Coaches). - Einrichtung einer konkreten Anlauf- und Vermittlungsstelle bei Banken und Fördereinrichtungen für Angehörige und Vertreter der KuKw. - Spezielle Symposien oder Workshops mit Vertretern der Finanzwelt und der Kreativszene. C. Gerade in den Metropolregionen (z.B. Rhein-Main) und z.B. bei den Branchen Musik, Film und Fernsehen ist aus Sicht der Studie durchaus Potenzial für innovative Finanzierungsmethoden des Crowdfundings. - Infoveranstaltungen für innovative Formen der Finanzierungsmethoden zusammen mit Netzwerkpartnern (siehe auch Info-Broschüre). - Präsentation von erfolgreichen Benchmarking-Beispielen. - Spezielle Coaching-Angebote (für KuKw-Gründer als auch für Berater). - Auflegen spezieller Weiterbildungsmaßnahmen. - Initiierung einer RLP-Crowdfunding-Plattform für KuKw. - Einbeziehung von Business-Angels. D. Es besteht nach Ansicht der Studie der Bedarf, neue Finanzierungsinstrumente stärker an die Zielgruppe auszurichten bzw. vorhandene besser anzupassen. - Prüfempfehlung, ob die vorhandenen Instrumente der formalen (lokale wie regional etc.) ausreichen, passgenau sind und richtig vermittelt werden. - Schaffung von alternativen Finanzierungsformen (bzw. Sondergenehmigungskriterien). - (Externe) Expertenteams könnten die Finanzierungsvorhaben und Kreativunternehmen bewerten und Banken somit eine bessere Entscheidungsgrundlage für die Kreditvergabe liefern. - Prüfung, ob Bezuschussung von Messeförderung von Seiten des Landes so auch für die KuKw geeignet sind? (z.B. Modeschauen, Filmprojekte etc.). - Aufbau einer adaptierten Struktur (Branchen) bei den Kreditberatern. E. Es bestehen nach Ansicht der Studie ein Bedarf und auch ein Bedürfnis von Seiten der Akteure der KuKw, andere Bewilligungskriterien oder Bewertungsmaßstäbe für Erfolg und Innovation anzuwenden. - Es ist – eventuell unter Einbeziehung der Wissenschaft oder Praxisexperten – zu prüfen, ob diverse Kredit- und Förderbewilligungskriterien für die KuKw nicht so restriktiv anzuwenden sind bzw. neue angepasste Kriterien zu entwickeln. - Bundesweite Recherche und Evaluation von Mikrofinanzierungsinstrumenten und Anpassung an die Situation in Rheinland-Pfalz. - Verstärkung der Arbeitsagenturen als Schnittstellen. F. Die Studie zeigt, dass Beratungsangebote (vor allem im ländlichen Raum) wenig bis unzureichend genutzt werden. - Dezidierte und teilbereichsnahe Beratungen sollten mehr gefördert und im Land aufgebaut werden. - Vermittlung von Bedürfnissen der KuKw an und in die Beraterszene (z.B. über entsprechende Veranstaltungen des Wirtschaftsministeriums RLP). - Aufbau entsprechender Netzwerke von Repräsentanten und Mentorenprogrammen (siehe auch Info-Plattform). - Recherche und Evaluation der Beratungs- und Coaching-Angebote in RLP sowie weitere Bedarfsanalysen durch weitere Untersuchung, welche Branchen an welchen Standorten besonders als Kernbranchen gefördert werden sollten. Literaturverzeichnis ACHLEITNER, A.-K./BRAUN, R./KOHN, K. (2011): New venture financing in Germany: Effects of firm and owner characteristics. – In: ZfB – Zeitschrift für Betriebswirtschaft 81 (3), 263–294. DEUTSCHER BUNDESTAG (2008): Schlussbericht der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’. Deutscher Bundestag 16. 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Eine Analyse der unternehmerischen Einflüsse. – In: ZfKE – Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship – Fokusheft Cultural Entrepreneurship. 64/1, 47-80. SÖNDERMANN, M./BACKES, C./ARNDT, O./BRÜNINK, D. (2009): Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Kurzfassung eines Forschungsgutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. – In: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, BMWi (Hrsg.): Forschungsbericht Nr. 577. SÖNDERMANN, M. (2012): Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2011. – In: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, BMWi (Hrsg.). Berlin. WERNER, A. (2011): Abbruch und Aufschub von Gründungsvorhaben: Eine empirische Analyse mit den Daten des Gründerpanels des IfM Bonn. – In: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 209.

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Zusammenfassung

Die Kultur- und Kreativwirtschaft wirkt. In den Arbeitsmarkt, als Standortfaktor, als wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft. Auch in Rheinland-Pfalz.

Doch wer sind die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz? Welchen konkreten Herausforderungen müssen sich die Kreativen im Zeitalter der Digitalisierung stellen? Was sind die gegenwärtigen kultur- und wirtschaftspolitischen Diskurse? Wie gestaltet sich das Verhältnis der Akteure zum Standort – und umgekehrt?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich der vorliegende Sammelband. Dabei sollen weniger Handlungsempfehlungen gegeben als viel mehr Ideen und aktuelle wissenschaftliche Diskurse aufgegriffen und diskutiert werden. Es geht aber auch darum, mehr Lust zu machen auf noch mehr Kreativität – und hierdurch einer positiven Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz weitere Impulse zu geben.

KULTUR/WIRTSCHAFT/RLP – Ein wissenschaftlicher wie praxisrelevanter Beitrag zum kulturwirtschaftspolitischen Diskurs, nicht nur in Rheinland-Pfalz. Mit zahlreichen Fachartikeln von Wissenschaftlern, Kulturmanagern und anderen Akteuren der Kultur-(Wirtschafts-)Politik. Ein Buch für alle Interessierte, Studierende, Lehrende und Berufstätige im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Kulturpolitik.