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Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Christian Igelbrink

Freundschaft, Herrschaft, Fehde, page 1 - 6

Die Beziehungen Mieszkos I. von Polen zu den ottonischen Königen und den Großen des Reiches

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3951-9, ISBN online: 978-3-8288-6740-6, https://doi.org/10.5771/9783828867406-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Christian Igelbrink Freundschaft, Herrschaft, Fehde Christian Igelbrink Freundschaft, Herrschaft, Fehde Die Beziehungen Mieszkos I. von Polen zu den ottonischen Königen und den Großen des Reiches Tectum Verlag Christian Igelbrink Freundschaft, Herrschaft, Fehde Die Beziehungen Mieszkos I. von Polen zu den ottonischen Königen und den Großen des Reiches © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN: 978-3-8288-6740-6 (Dieses Buch ist zugleich in gedruckter Fassung unter der ISBn 978-3-8288-3951-9 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildung: Baptism of Poland, Mural in Gniezno, Sgraffito 1970 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baptism_of_Poland.Mural_ in_Gniezno.JPG) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 1 Einleitung: Bewertungsdimensionen deutsch-polnischer Beziehungen im Mittelalter – Paradigmen der staatlichen Bilateralität vs. vormoderne Herrschaftsformen ................................. 7 2 Mieszko I. als Staatsgründer: Probleme und Potentiale der mediävistischen Forschung ............................................................. 13 3 Bemerkungen zur Quellenlage ........................................................ 23 4 Systematische Vorüberlegungen ..................................................... 25 4.1 Funktionsweisen vormoderner Herrschaft in der Ottonenzeit .................. 25 4.2 Das Repertoire symbolischer Handlungen bei der Bildung personaler Netzwerke, Konfliktsituationen und Herrschertreffen .............................. 27 5 Die Beziehungen Mieszkos I. von Polen zu den ottonischen Königen ........................................................................................ 35 5.1 Mieszko I. und Otto der Große ............................................................... 35 5.1.1 Mieszko I. als ‚amicus imperatoris’ (963 oder 966/967) ................ 35 5.1.2 Der Hoftag von Quedlinburg 973: Der Bruch zwischen Otto I. und Mieszko ................................................................................ 39 5.2 Die Beziehungen Mieszkos zu Otto II. und Otto III.: Die Huldigung gegenüber Heinrich dem Zänker auf dem Reichstag von Quedlinburg 984 .............................................................................. 46 5.3 Die Wiederherstellung des Status Quo: Mieszko I. und Otto III. zwischen 986 und 992 ............................................................................. 49 5.3.1 Vom Bruch mit Boleslav II. von Böhmen bis zur Huldigung gegenüber Otto III. 986 ............................................................... 49 5.3.2 Der Hoftag von Quedlinburg 986 ................................................ 54 5.3.3 Das Regest ‚Dagome Iudex’ (um 990) .......................................... 60 5.3.4 Der Konflikt mit Boleslav II. von Böhmen und die ottonischpiastischen Beziehungen um 990: Mieszko I. auf dem Hoftag von Quedlinburg 991 ................................................................... 64 6 Die Beziehungen Mieszkos I. zu den Großen des Reiches ................ 69 6.1 Mieszko in der Auseinandersetzung mit den sächsischen Markgrafen ....... 69 6.2 Die Abkehr von den Přemysliden und die Hinwendung zu Sachsen und dem Reich ........................................................................................ 76 7 Zwischen Freundschaft, Herrschaft und Fehde – Das Verhältnis Polens zum ottonischen Reich in der Herrschaftszeit Mieszkos I. ..... 81 7.1 Mieszko I. und die ottonischen Herrscher ................................................ 81 7.2 Mieszko I. und die Großen des Reiches .................................................... 87 8 Schluss: Zum Charakter der deutsch-polnischen Beziehungen im 10. Jahrhundert ............................................................................. 91 9 Quellen- und Literaturverzeichnis .................................................. 97 9.1 Quelleneditionen ..................................................................................... 97 9.2 Forschungsliteratur .................................................................................. 99

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Zusammenfassung

Mieszko I., erster historisch greifbarer Herzog der „Polanen“ aus der Dynastie der Piasten, reorganisierte sein Herrschaftsgebiet nach den Prinzipien eines feudalen Fürstenstaates. Einhergehend mit dieser inneren Konsolidierung ergaben sich durch territoriale Expansionsbewegungen alsbald auch erste Kontakte mit dem Hochadel des römisch-deutschen Reiches – jene Beziehungen, die durch bedeutende Mediävisten als frühe Form „zwischenstaatlicher“ Politik bewertet wurden. Tatsächlich aber waren es weniger Konzepte nationaler Identität oder staatlicher Administration, die das Handeln der politischen Akteure prägten, sondern vielmehr gewohnheitsrechtlich tradierte Normen eines adeligen Personenverbandes, welche die Ausgestaltung interpersonaler Beziehungen nach den Maßstäben von Rang und Prestige, aber auch Christlichkeit und Treue regulierten. So zeigt sich, dass Mieszko I. bereits ab ca. 965 als autonomer Akteur des ottonisch-deutschen Herrschaftsverbandes betrachtet worden ist, der die Piasten gleichrangig neben anderen Dynastien zu positionieren vermochte.