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Einleitung in:

Thomas Hanstein

Coaching in der Seelsorge, page 1 - 8

Ein methodischer Ansatz zur Perspektivenerweiterung im kirchlich-katholischen Milieu

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3963-2, ISBN online: 978-3-8288-6736-9, https://doi.org/10.5771/9783828867369-1

Tectum, Baden-Baden
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1 Einleitung Kontext und Rahmenbedingungen In diesem Frühjahr, am Geburtstag unserer Tochter, jährt sich zum vierten Mal die Wahl Jorge Bergoglios zum Papst . Unter dem Namen Franziskus stehen die letzten Jahre unter einer für die katholische Kirche fast schon nicht mehr gekannten positiven Aufmerksamkeit . Die letzten Jahre davor waren geprägt von einer Phase des Vertrauensund Glaubwürdigkeitsverlustes der weltweit ältesten Organisation, speziell in Westeuropa . Bergoglio hat mit seinen klaren Worten und treffenden Gesten die Herzen vieler Menschen nachhaltig erreicht und auf seine Weise den Katholizismus wieder weltoffen(er) und moderner erscheinen lassen . Doch bevor ein weiteres Jahr des Franziskus-Pontifikates beginnt, mehrten sich im Herbst kritische Stimmen, auch aus den eigenen Reihen . Und unabhängig von aller anhaltenden »Papsteuphorie« fragen sich Verantwortliche in den Ordinariaten: »Wie erreichen wir die Menschen?« – und man mag ergänzen: heute noch? (Vgl . exemplarisch das gleichlautende Interview mit Domkapitular Matthäus Karrer, in: KS 44 / 2016, S . 14 – 15 .) Manche scheinen zu sehen, dass »nur schöner Schein« (fragender Untertitel zum Thema »Die Bilanz von Papst Franziskus« von Julius Müller- Meiningen, in: Augsburger Allgemeine, 17 .12 .2016, S . 3), Worte und Zeichen allein keine Nachhaltigkeit zeitigen werden, weil die Organi- 2 Thomas Hanstein: Coaching in der Seelsorge sation – und damit die »Organisationssprache« – komplexer sind und auch im »postfaktischen« Zeitalter Menschen (noch) nach Inhalten, Einstellungen und Werten entscheiden (können) . Dazu brauchen sie aber nicht nur ein Gefühl für die Sache, sondern auch die Chance zur Verständlichkeit und dafür ein Mindestmaß an sprachlicher Präzision . Der Strategieberater Erik Flügge irritierte im letzen Jahr in seinem aktuellen Buch mit dem Untertitel: »Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt«, in dem er die »verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder« des »sterbenden Systems« Kirche (zitiert aus dem Interview mit Björn Odendahl, in: www .katholisch .de, 23 .5 .2016) mit sprachlicher Provokation hinterfragt . (Vgl . Flügge, 2016) Die Hintergründe dieser Beobachtung, dass die (katholische) Kirche im Sterben liegt, wie der Fragestellung, wie man (dann) heute noch Menschen erreichen kann, sind vielschichtig . Der Pastoraltheologe Matthias Sellmann sieht als einen Grund ein »stark verkirchlichtes Christentum« seit dem 19 . und 20 . Jahrhundert, das sich verfestigt habe . Da es heute aber nicht mehr um Kontrolle gehen kann, sondern um freiheitliche Autonomie des Einzelnen, müsse auch die (katholische) Kirche in ihrer Mentalität und Haltung »weg von der Kontrollmacht, hin zur Befreiung zur Lebens- und Gesellschaftsqualität« (zitiert nach: KS 42 / 2016, S . 8) . Egal, ob die Analyse sprachlich, historisch oder soziologisch ansetzt: diese Anzeichen verweisen weit tiefer, deuten hinein in das Innerste der »mentalen Software« (Hofstede, 2011) der (katholischen) Kirche . Insofern kommt auch diese Organisation nicht umhin, ihre »mentalen Programme« neu zu hinterfragen, und damit ihre – Kultur und Milieu prägenden – »Denk-, Fühl- und Handlungsmuster« (ebd ., S . 3) selbstkritisch auf die Lebenswirklichkeiten des 21 . Jahrhunderts hin zu überprüfen . Ausgehend von Phänomenen wie diesen machen sich aktuell einige Kollegen1 – vorrangig evangelische – Gedanken um die Zu- 1 Die vorliegende Arbeit beschränkt sich aus Gründen der besseren Lesbarkeit bei der Nennung weiblicher Berufs- und Rollenbezeichnungen auf die 3 Einleitung kunftsfähigkeit gegenwärtiger Seelsorge und binden ihre Vorschläge an Modelle verschiedener Provenienz an (beispielhaft Jacobs, 2000; Theobold, 2013; Schneidereit-Mauth, 2015) . Vorliegende Arbeit konzentriert sich – als um einige wesentliche Aspekte ergänzte Abschlussarbeit zum »Business-Coach für Wirtschaft und Verwaltung«2 – vor diesen Hintergründen auf die »Coachinglandschaft« und auf – aus dieser sich ergebende – Möglichkeiten für die Seelsorge . Dazu setzt sie auch an dem – für Begleitung jedweder Colour – bedeutsamen Aspekt des jeweiligen Menschenbildes an . Denn – im Hintergrund liegende und oft nicht präsente oder reflektierte – Vorstellungen vom Menschen bestimmen gleichermaßen Haltungen der tätigen Personen wie ihr praktisches Verhalten und Handeln . Diese jedoch können sehr unterschiedlich sein . Da christliches Denken, Tun und Handeln sich in der Selbstdarstellung nicht selten – wie an diversen Buchtiteln zu sehen – den Impetus des »Humanen« gibt, sich dabei aber von einer humanistischen Sicht des Menschen zum Teil stark unterscheidet, kann hier ansetzende Klarheit in der Sache nur dienlich sein . Kirchliche Verantwortliche müssen es selbst verantworten, wie weit sie bereit sind, andere – ihnen angebotene – Vorstellungen, Haltungen und Modelle als Korrektiv anzunehmen, oder diese – wie zu oft – als vermeintliche Bedrohung abzuwehren . Erst, wenn die (katholische) Kirche diese Demut selbst aufbringt, und nicht nur Menschen abverlangt, könnte sie fähig werden, in ihren »Sterbeprozess« selbst aktiv einzugreifen . Pastorale Strategieprogramme zur »Aufhübschung« indes verlieren – neben viel Geld, das für Soziales männliche Variante . An entsprechenden Stellen sind ausdrücklich immer beide Geschlechter gemeint . 2 (Kontaktstudium an der SRH Hochschule Heidelberg 2012 – 2016, in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Coaching KIC, Abschluss verliehen von der Führungsakademie Baden-Württemberg, systemisch-lösungsorientierte Weiterbildung nach dem Deutschen Bundesverband für Coaching DBVC .) 4 Thomas Hanstein: Coaching in der Seelsorge ausgegeben werden könnte,  – sich selbst, als an der Oberfläche ansetzende Öffentlichkeitsarbeit . Persönlicher Bezug und Motivation Als Theologe seit fast anderthalb Jahrzehnten im Schuldienst tätig, habe ich mich aufgrund vermehrter Anfragen zu seelsorglichen Einzelgesprächen vor zehn Jahren berufsbegleitend zum Seelsorger ausbilden lassen . Von da an war ich – neben meinem Lehrauftrag – als Schulseelsorger an einem großen berufsbildenden Schulzentrum Baden-Württembergs tätig . Der mehrjährige Aufbau der dortigen Schulseelsorge, gemeinsam mit einem evangelischen Kollegen, bildete den Auftakt dieses Angebotes für Schüler und alle am Schulleben Beteiligten (vgl . Hanstein / Steinmann, 2009; ebd . 2010) . Als Schwerpunkt dieses Angebotes, wie auch meiner künftigen seelsorglichen Tätigkeit, kristallisierte sich schnell der Schwerpunkt Einzelseelsorge – Gespräche und Begleitungen zumeist in persönlichen Lebensfragen und Kontexten – heraus . Vor diesem Kernthema unterstützten wir als Schulseelsorger auch das schulische Kriseninterventionsteam inhaltlich . Vor nunmehr sieben Jahren wurde ich – zusätzlich zu meiner schulpädagogischen Arbeit und zeitweise als vom Staatsdienst freigestellter kirchlicher Referent und Rektor – als hauptamtlicher Seelsorger (Diakon) nebenberuflich eingesetzt und zusätzlich zu klassischen Gesprächsanlässen (Taufe, Trauung, Sterbebegleitung, Beerdigung) mit Einzelseelsorge in verschiedenen Kontexten und Situationen beauftragt (vgl . http://www .sanktpetrus .de/hauptamtliche [Stand Sommer 2013] bzw . http://www .kirche-erbach-donau .de/Pastoralteam [Stand Frühjahr 2017]) . Die befristeten Stellen in Leitungsverantwortung habe ich auch dazu genutzt, den weiteren Aufbau seelsorglicher Konzepte zu befördern . In zahlreichen Gesprächen und seelsorglichen Begleitungen habe ich dabei festgestellt, dass sich das Verständnis von Seelsorge und der Anspruch der, ein Gespräch bzw . eine seelsorgliche Begleitung Suchenden gewandelt haben . Dies ist 5 Einleitung am deutlichsten im schulischen Bereich zu sehen, lässt aber auch den kirchlichen Kontext nicht unberührt . Mit dieser wiederholten Beobachtung war ich bereits vor Jahren konfrontiert, wobei mir zusätzliche Fortbildungen in seelsorglicher Gesprächsführung keine durchschlagende befriedigende Unterstützung an diesem Punkt gaben . Im Coaching, dem hier zugrunde liegenden Menschenbild, seinem systemisch und zugleich lösungsorientierten Ansatz und der praktischen Gesprächsstruktur fand ich später eine für meine seelsorgliche Tätigkeit passende Ergänzung, mit der ich fundiert und guten Gewissens arbeiten kann . Insofern spiegelt die Abschlussarbeit auch meine eigenen seelsorglichen Erfahrungen und basiert zugleich auf den theoretischen Grundlagen beider Gesprächsformen . Die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema Coaching war also praktisch durch eine von Jahr zu Jahr deutlicher wahrgenommene Unzufriedenheit mit dem, was mir die Seelsorgerausbildung vermittelt hatte, und dem, was ich in der Begleitung mit verschiedensten Menschen erlebte, ausgelöst worden . Für einige – in der Regel ältere, auch konservativere, im kirchlichen Milieu fester verwurzelte – Menschen war der »Werkzeugkoffer des Seelsorgers« brauchbar, für viele – insbesondere junge und kirchlich (mittlerweile) fernstehende – nicht . Zur Motivation, mich dieser Herausforderung zu stellen, etwas jeweils »Passendes« anbieten zu können, kam hinzu, dass auch in kirchlich-seelsorglichen Angeboten Fragmente aus dem Bereich Coaching bzw . aus dessen theoretischer Fundierung mittlerweile immer mehr – jedoch in der Regel implizit – eingeflossen zu sein scheinen, wobei dieses Phänomen bislang nicht hinreichend dargelegt ist (vgl . exemplarisch die Fortbildungsausschreibung für die Frauen der Diakone für den 8 .4 .2016, ausgeschrieben von der Seelsorge für Pastorale Dienste Stuttgart, wo es in der Zielsetzung u . a . heißt: »ganzheitliche Ressourcen-Stärkung, auf sich selbst und die eigenen Quellen besinnen«; zitiert aus: http://www .seelsorgepastorale-dienste .de) . So versteht sich, auch vor dieser Beobachtung einer zuweilen inflationären Verwendung z . B . des Ressourcen- 6 Thomas Hanstein: Coaching in der Seelsorge Begriffes, der vorliegende Beitrag als praktischer – wenngleich auf Theorien und Modellen basierter – Blick auf zwei in vielem sich auf den ersten Blick ähnelnde, im Grundverständnis aber verschiedene Ansätze . Insofern geht es dieser Arbeit auch um inhaltliche Konturierung, denn nur durch ein klares Profil entstehen Erkennbarkeit und bleibendes Interesse . Dabei versteht sich dieser Beitrag als erfahrungsgeleitete Reflexion, gewissermaßen aus dem und zugleich auf das (katholische) Seelsorgefeld . Er stellt einen systematischen Blick auf die Seelsorge durch die »Brille« des Coaches dar, und plädiert – so sein Untertitel – unter methodischer Anknüpfung an den systemisch-lösungsorientierten Coachingansatz für eine Perspektivenerweiterung im kirchlich-katholischen Milieu, und zwar auf mehreren Ebenen . Aufgrund ihres (ursprünglich auf 60 Seiten) begrenzten Umfangs als Abschlussarbeit können die folgenden Seiten hier und da immer mal wieder nur Themen anreißen und zur weiteren, tieferen Beschäftigung motivieren – oder auch irritieren . Neben den in der Coachingausbildung erlernten Hintergründen und hierbei erlangten Kompetenzen haben mich auch meine verschiedenen bisherigen beruflichen Tätigkeiten zu dieser Auseinandersetzung veranlasst . Insofern verstehe ich mich – in der Definition eines Freundes – als »Milieugrenzgänger«, den die freie Wirtschaft / Industrie (mit sieben Jahren), die Schule / die staatliche Anstellung (mit vierzehn Jahren), die Kirche und Seelsorge (mit wieder sieben Jahren) sowie Hochschulen (mit acht Jahren) geprägt haben . Jedes dieser Milieus ist von einer eigenen »Sprache« und von speziellen »kulturellen Codes« geprägt . Diese Hintergründe – theoretisch – zu kennen bzw . vielmehr – praktisch – zu erfahren, lässt auch Begleitung erst erfolgreich im Sinne des Begleiteten sein . Insofern will das vorliegende Buch nicht nur zur mehrdimensionalen Perspektivenerweiterung in Kirche und Seelsorge – vor dem Spiegel des systemisch-lösungsorientierten Coachingverständnisses und seines Menschenbildes als mögliches kritisches Korrektiv – anregen, sondern auch eine praktische Unter- 7 Einleitung stützung der »Milieukompetenz« des – im Kontext (katholische) Kirche tätig werdenden – Coachs bieten . Ich muss dabei gestehen, dass kein Milieu bisher kommunikativ so herausfordernd war wie das kirchliche, speziell das katholische . Denn jeder Mensch hat – auch unabhängig von seiner Erziehung, Sozialisation und kulturellen Prägung  – einen Mindestanspruch an Klarheit, ohne den er kein Verstehen und keine Verständigung ausbilden kann . Diese scheint kirchliche (katholische) Kommunikation – aus den verschiedenen, hier zu skizzierenden Gründen – in der Praxis nicht selten »schuldig« zu bleiben . »Konfuse Gefühle« (O-Ton eines Begleiteten) sind dann oft die ersten Reaktionen der Betroffenen . Theoretische Hintergründe werden an diesen Stellen mit Erfahrungen aus realen Coachingprozessen belegt . Wo dies geschieht, ist durch Anonymisierung und, wo nötig, auch Verfremdung der Schutz jedes Klienten (Coachee)3 gewahrt . Ich danke jeder einzelnen Person – nicht nur für diese Einwilligung, sondern vor allem dafür –, mich als Seelsorger und Coach Teil haben zu lassen an oft schmerzhaften Erfahrungen – aber oft auch beeindruckenden Wegen aus der Krise heraus, hin zu je eigenen Lösungswegen . Mit den erfahrungsgesättigten Worten keines Theologen, sondern eines Poeten widme ich diese Arbeit daher auch meinen ersten Klienten – besonders jenen, die sich beruflich im kirchlichen Kontext »wacker schlagen« müssen . Aufwändig kann eine Begleitung, sehr lang kann ein Weg sein, bis ein Mensch solche Sätze aus tiefster Überzeugung sprechen kann . Wird er aber dazu fähig, wächst er über sich hinaus – weil er erkennt, dass Kräfte in ihm sind, die ihm keine noch so schlaue List oder noch so raffinierte Falschheit nehmen kann . Er sieht sich vielmehr sensibilisiert, diese Ressourcen neu zu erfahren und als seine Wahrheit und Lebensquelle zu bewahren – auch wenn 3 Im Coaching wird der Begleiter als Coach und der Klient als Coachee bezeichnet . Da sich die vorliegende Arbeit auf beide Felder – Coaching und Seelsorge – bezieht, wird hier durchgängig der Begriff Klient verwendet . 8 Thomas Hanstein: Coaching in der Seelsorge dies bedeuten kann, dafür unter Umständen das »ziehen« zu lassen, was nicht (mehr) seines ist: Thomas Hanstein  – hinein in das 500 . Jubiläumsjahr der Reformation geschrieben »Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben. Sie haben meine Phantasie beflügelt. Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten. Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt. Ich danke allen, die mich belogen haben. Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt. Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben. Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen. Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben. Sie haben meinen Mut geweckt. Ich danke allen, die mich verlassen haben. Sie haben mir Raum gegeben für Neues. Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben. Sie haben mich wachsam werden lassen. Ich danke allen, die mich verletzt haben. Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen. Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben. Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten. Ich danke allen, die mich verwirrt haben. Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht. Vor allem danke ich all jenen, die mich lieben, so wie ich bin. Sie geben mir Kraft zum Leben!« Paolo Coelho

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References

Zusammenfassung

Im 500. Jahr der Reformation erscheint das achte Buch des Theologen und Coachs Thomas Hanstein. Darin plädiert der ehemalige Bischofsreferent, kirchliche Rektor und katholische Diakon für eine längst überfällige Perspektivenerweiterung innerhalb der katholischen Kirche für den Bereich der Seelsorge und stellt in anschaulicher Weise einen praktisch gut umsetzbaren, systemisch-lösungsorientierten Ansatz für ein ressourcenorientiertes Coaching in der Seelsorge vor. Dazu leitet Hanstein konkrete Methodenvorschläge ab, die mit innovativen Darstellungen wichtiger Tools anschaulich visualisiert werden.

In seiner konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit Haltungen und Werten in der katholischen Kirche knüpft der Autor an die von Erik Flügge aufgeworfene Diskussion um die Sprache der Kirche an und zeigt anhand konkreter Fälle aus seiner eigenen Coachingpraxis exemplarisch, dass das zugrundeliegende Menschenbild von einem humanistischen oft weit entfernt ist. Das Buch ist ein Appell an den Mut der Kirche zur selbstkritischen Reflexion und zugleich ein strukturierter Beitrag zur Milieukompetenz von Coachs, die im kirchlichen Milieu tätig sind oder dort einsteigen wollen.