Content

Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Gerhard Brandhofer

Lehr-/Lerntheorien und mediendidaktisches Handeln, page 1 - 16

Eine Studie zu den digitalen Kompetenzen von Lehrenden an Schulen

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3880-2, ISBN online: 978-3-8288-6732-1, https://doi.org/10.5771/9783828867321-1

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Pädagogik, vol. 42

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
W is s e n s c h a f t l ic h e B e it r ä g e AUS DEM TECTUM VERLAG R eihe P ädagog ik W is s e n s c h a f t l ic h e B e it r ä g e AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Pädagogik Band 42 Gerhard Brandhofer Lehr-/Lerntheorien und mediendidaktisches Handeln Eine Studie zu den digitalen Kompetenzen von Lehrenden an Schulen Tectum Verlag Gleichzeitig Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Philosophie, Technische Universität Dresden, 2015. Originaltitel: Die Kompetenzen der Lehrenden an Schulen im Umgang mit digitalen Medien und die Wechselwirkungen zwischen Lehrtheorien und mediendidaktischem Handeln. Gerhard Brandhofer Lehr-/Lerntheorien und mediendidaktisches Handeln. Eine Studie zu den digitalen Kompetenzen von Lehrenden an Schulen Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Reihe: Pädagogik; Bd. 42 Tectum Verlag Marburg, 2017 Zugl. Diss. Technische Universität Dresden 2015 ISBN: 978-3-8288-6732-1 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3880-2 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 1861-7638 Umschlagabbildung: vom Autor selbst erstellt Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. „The important thing in science is not so much to obtain new facts as to discover new ways of thinking about them.” Sir William Henry Bragg Vorwort All jenen, die sowohl durch Anregungen, Ratschläge und Kritik als auch durch Literaturempfehlungen und Diskussionsbeiträge bei Arbeitstreffen zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben, gilt mein ausdrücklicher Dank. Dank gebührt in erster Linie meinem Betreuer Dr. Thomas Köhler für die hervorragende Unterstützung und Beratung. Sein Interesse an meinem Thema, das Herstellen von Querverweisen und die Zurückhaltung in Bezug auf Vorgaben haben die Arbeit in dieser Form ermöglicht. Ebenso gilt der Dank Dr. Beat Döbeli Honegger für seine wertvollen Beiträge zum themati schen Diskurs. Bedanken möchte ich mich auch bei Dr. Johannes Reitinger und seinem Team für die vielen Anregungen beim Lehrgang Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden und Herrn Ingolf Völker, MSc für die intensiven Diskussionen zur theoretischen Fundierung der Arbeit. Herzlichen Dank möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen aussprechen, die sich bei der Diskussion um Kompetenzmodell und Fragenkatalog beteiligt haben, das sind insbesondere die Mitglieder der E-Learning-Strategiegruppe der Pädagogischen Hochschulen Österreichs, der NMS-E-Learning-Steuergruppe, sowie der digitalen Admonter Arbeitsgemeinschaft, der Bundesländer koordinationsgruppe des Projektes eLSA, der Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Referenzrahmens Informatische Bildung — digitale Kompetenzen und der Arbeitsgruppe [e]PH N O des Departments 4 der Pädagogischen Hoch schule für Niederösterreich. Schließlich gilt mein Dank M R Mag. Helmut Stemmer und Thomas Narosy, MSc, die die Programmierung der Onlineplattform ermöglicht haben sowie Astrid Leeb, MAS, MSc und ihrem Team der Edugroup für die technische Umsetzung. Meiner Partnerin Katrin und meinen Töchtern Ina und M ona gilt mein ganz besonderer Dank, in erster Linie für ihre unendliche Geduld und Ermutigung aber auch für die notwendige und bereichernde Ablenkung von Kompetenz modellen und Signifikanztests. Abstract Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage der Kompetenzen der Lehren den in Zusammenhang mit dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien und über digitale Medien an Schulen auseinander. Notwendige Voraussetzungen für die Erstellung eines Kompetenzmodells für Lehrende werden theoretisch abgeleitet und empirisch untersucht. Die Frage der schulorganisatorischen Umsetzung, die der Legitimation von digitalen Medien im Unterricht und die Auseinandersetzung mit Lehrtheorien sind Prämissen für das Design des Kompetenzmodells. Das Rahmenmodell TPCK wird zum Ausgangspunkt für die Ausformulierung der Kompetenzen. Im Rahmen der empirischen Untersuchung wird der vermutete Zusammen hang zwischen konstruktivistischer Sichtweise und dem verstärkten Einsatz digitaler Medien untersucht. Aber auch die Korrelationen zwischen Anwen dungskenntnissen und pädagogischen Kenntnissen bei Lehrenden sowie die Relation zwischen Unterrichtserfahrung und den Kenntnissen der Lehrenden sind ein wesentlicher Bestandteil der quantitativen Forschungsarbeit. Es werden folgende Forschungsfragen behandelt: Inwiefern bestehen Wech selwirkungen zwischen der lehrtheoretischen Sichtweise von Lehrenden an Schulen und dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht? Inwiefern ist die Verwendung digitaler Medien im Unterricht abhängig von den Anwendungs kenntnissen der Lehrenden und welchen Stellenwert haben informatische Kenntnisse sowie Kompetenzen im Umgang mit Social Media bei den Anwendungskompetenzen der Lehrenden? Inwiefern ist das Lehren und Lernen mit digitalen Medien und über digitale Medien abhängig von der Unterrichtserfahrung der Lehrenden und welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Art der Kommunikation und Kooperation am Schulstandort und über den Schulstandort hinaus? Das Ziel dieser Abhandlung ist es, mit der Erstellung eines Kompetenzmodells für Lehrende einen bislang fehlenden Grundstein sowohl für die Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer zu setzen, aber auch eine Zielvorgabe für die Fort- und Weiterbildung bereitzustellen. Abstract The present work discusses the question of the competences of teachers in conjunction with teaching and learning using digital media, and via digital media at schools. The necessary prerequisites for the creation of a competence model for teachers are theoretically deduced and empirically analyzed. Premises for the design of the competence model are the question of the organizational implementation, the legitimation of digital media for teaching and the discussion of teaching theories. The framework model TPCK is the starting point for the formulation of the competences. The assumed correlation between a constructivist approach and the increasing use of digital media is analyzed within the framework of the empirical examination. However, the correlations between the application knowledge and pedagogic knowledge among the teaching staff, and the relation between teaching experience and knowledge of the teachers are also a main part of the quantitative research. The following research questions are covered: To what extent are there interactions between the theoretical view of teaching at schools and the use of digital teaching media in teaching? To what extent does the use of digital media in teaching depend on the application knowledge of teachers, and how important are Computer knowledge and competence in the use of social media for the application competence of the teachers? To what extent are teaching and learning with digital media and using digital media dependent on the teaching experience of the teachers, and what is the significance in these in relation to the means of communication and Cooperation within and beyond the school premises? This works aims to create a missing corner stone through the creation of a competence model for teachers for the training of future teachers and also for the further and advanced training of teachers. Inhalt 1. Einleitung..................................................................................................... 17 Theoretischer T e il ...........................................................................................2 5 2. Definitionen und Abgrenzungen............................................................ 26 2.1 Informatik, informatische Bildung und IKT........................................................ 27 2.2 E-Learning............................................................................................................... 33 2.3 Neue Medien und digitale M edien....................................................................... 37 2.4 Medienbildung und Medienkompetenz................................................................41 2.5 Mediendidaktik.......................................................................................................45 2.6 Zusammenfassung.................................................................................................. 46 3. Von der Kompetenz zum Kompetenzmodell.......................................48 3.1 Zum Begriff: Kompetenz........................................................................................49 3.2 Legitimationsansätze zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht.....................53 3.2.1 Das Methodenvielfaltsargument............................................................................................54 3.2.2 Das Lebensweitargument........................................................................................................55 3.2.3 Das Arbeitsweitargument........................................................................................................57 3.2.4 Das Wechselwirkungsargument............................................................................................. 58 3.2.5 Das Reflexionsargument..........................................................................................................60 3.2 .6 Das Lernerfolgsargument........................................................................................................61 3.3 Digitale Medien: eine fachliche oder überfachliche Aufgabe?............................. 62 3.3.1 Ein Fach Digitale Medienbildung und Informatik........................................................... 65 3.3.2 Digitale Medienbildung als überfachliches Unterrichtsprinzip........................................66 3.3.3 Der dritte Weg..........................................................................................................................67 3.4 Kompetenzmodelle................................................................................................. 70 3.5 Zusammenfassung.................................................................................................. 72 4. Lehr- und Lerntheorien............................................................................ 74 4.1 Behaviorismus..........................................................................................................77 4.2 Kognitivismus..........................................................................................................78 4.3 Konstruktivismus.................................................................................................... 78 4.4 Konnektivismus.......................................................................................................81 4.5 Neurodidaktische Modelle..................................................................................... 84 4.6 Zusammenfassung und Bewertung....................................................................... 90 5- K o m p e ten zm o d e lle z u r N u tz u n g d ig ita le r M e d ie n d u rc h L e h re n d e ..........................................................................................................93 5.1 E-Learning und Kompetenzentwicklung nach Frank.......................................... 93 5.2 Key E-Competences................................................................................................ 96 5.3 ICT Competency Framework for Teachers...........................................................98 5.4 Das Inventar zur Computerbildung.................................................................... 101 5.5 Das Modell TPCK nach Koehler und Mishra.................................................... 103 5.6 Zusammenfassung, Vergleich und Bewertung der Rahmenmodelle............... 107 6 .T h e o rie b ild u n g : das K o m p e ten zm o d e ll T P C K -A u n d d e r in te rn a tio n a le V e rg le ich .......................................................................................109 6.1 Das Modell TPCK-A............................................................................................109 6.1.1 Content Knowledge............................................................................................................... 110 6.1.2 Pedagogical Knowledge......................................................................................................... 113 6.1.3 Technological Knowledge..................................................................................................... 116 6.1.4 Technological Pedagogical Content Knowledge................................................................ 117 6.2 Lerntheorien und digitale Medien....................................................................... 119 6.3 Anwendungskenntnisse.........................................................................................122 6.4 Die Vernetzung am Schulstandort...................................................................... 125 6.5 Der Einfluss des Alters der Lehrenden.................................................................126 6.6 Das Projekt eLEMER...........................................................................................128 6.7 Die Untersuchung SITES.................................................................................... 129 6.8 Zusammenfassung................................................................................................ 131 Em pirischer T e i l ...........................................................................................133 7- Empirische Untersuchung...................................................................... 134 7.1 Forschungsdesign.................................................................................................. 135 7. 1. 1 Forschungsmethode................................................................................................................ 137 7.1.2 Fragebogengestaltung.............................................................................................................137 7.1.3 Gestaltung der Items..............................................................................................................138 7.1.4 Skalenformat..........................................................................................................................139 7.1.5 Skalenpunkte.......................................................................................................................... 140 7.1.6 Form der Durchführung der Befragung.............................................................................140 7.2 Erhebungsmethode und Datenerhebung.............................................................141 7.2.1 Operationalisierung...............................................................................................................142 7.2.2 Pretest, Verständlichkeit, Redundanzen und Zeitbedarf . ...............................................143 7.2.3 Objektivität............................................................................................................................ 144 7.2.4 Reliabilität..............................................................................................................................146 7.2.5 Validität..................................................................................................................................148 7.2.6 Durchführung der Befragung.............................................................................................. 150 7.2.7 Zielgruppe und Stichprobe................................................................................................... 150 7.2.8 Untersuchungszeitraum........................................................................................................153 7.3 Auswertungsmethodik..........................................................................................153 7.4 Deskriptive Datenanalyse..................................................................................... 154 7.4.1 Geschlecht und Unterrichtserfahrung.................................................................................155 7.4.2 Schularten undSchulstandorte............................................................................................157 7.4.3 Anwendungskenntnisse......................................................................................................... 159 7.4.4 Pädagogische Kenntnisse.......................................................................................................161 7.4.5 Technische Kenntnisse........................................................................................................... 162 7.4.6 Vergleich der Ergebnisse zu CK, PK und TK................................................................... 163 7.4.7 TPCKunddie Unterrichtserfahrung.................................................................................165 7.4.8 Die Subskala Hemmnisse aus PK und der Vergleich mit COMA.................................166 7.4.9 Das Konstrukt TPCK und eLEMER.................................................................................168 7.4.10 Konstruktivistische und behavioristische Sichtweise.........................................................170 7.5 Antworten auf die offene Frage............................................................................172 7.6 Korrelationsanalysen.............................................................................................174 7.6.1 Homogenität und Normalverteilung.................................................................................. 174 7.6.2 Zur Repräsentativität: Zufallsstichprobe im Vergleich zur Selbstselektion....................177 7.6.3 Lerntheorien und digitale Medien......................................................................................178 7.6.4 Anwendungskenntnisse......................................................................................................... 179 7.6.5 Die Vernetzung am Schidstandort......................................................................................180 7.6.6 Der Einfluss des Alters der Lehrenden................................................................................181 Zusammenfassung............................................................................. 189 8 . Resümee, Anregungen und Ausblick......................................................... 190 8.1 Resümee................................................................................................................ 191 8.2 Anregungen zu Deflnidonsfragen....................................................................... 193 8.3 Anregungen für die weitere Forschung................................................................193 8.4 Anregungen für die Lehrendenfortbildung und -Weiterbildung........................194 8.5 Offene Fragen zur Unterrichtsgestaltung und zum Schulsystem.......................195 8.6 Kritik am eigenen Vorgehen................................................................................197 9 . Verzeichnisse.........................................................................................................199 9.1 Abbildungsverzeichnis...........................................................................................199 9.2 Tabellenverzeichnis............................................................................................... 201 9.3 Abkürzungsverzeichnis..........................................................................................202 10. Bibliographie........................................................................................................203 11. A nhang....................................................................................................................237 11.1 Das Kompetenzmodell TPCK-A......................................................................... 237 11.2 Fragenkatalog zur Onlinebefragung.................................................................... 251 11.3 Fragebogen zur Lehrendenbefragung..................................................................262 11.4 Tabellen zur Datenauswertung............................................................................264

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Der professionelle Umgang mit digitalen Medien sowie deren Einbezug in den Unterricht gehören längst noch nicht zum Standardrepertoire von Lehrenden an Schulen. Bemängelt werden meist unzureichende digitale Kompetenzen und veraltete Wissensstände, kurz: unsere Schulen samt Lehrpersonal sind nicht mehr up to date. Neben dem Einsatz digitaler Medien meint moderner Unterricht aber auch das Lehren innerhalb eines weitgehend konstruktivistischen Lernsettings. In welchem Zusammenhang steht die Nutzung digitaler Medien mit solch einer lerntheoretischen Sichtweise? Gerhard Brandhofer beschäftigt sich umfassend mit der Legitimation digitaler Medien im Schulunterricht. Mithilfe eines eigens erstellten Kompetenzmodells und eines Selbsteinschätzungstests für Lehrende bildet er deren aktuellen Stand an Fertigkeiten und Fähigkeiten ab. Damit legt Brandhofer nicht nur einen wichtigen Grundstein für die zeitgemäße Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer, sondern schafft darüber hinaus klare Zielvorgaben für Fort- und Weiterbildungen bereits im Schuldienst aktiver Lehrkräfte.