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Dank in:

Manfred Güllner

Der vergessene Wähler, page 227 - 228

Vom Aufstieg und Fall der Volksparteien

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3927-4, ISBN online: 978-3-8288-6727-7, https://doi.org/10.5771/9783828867277-227

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Dank Danken möchte ich zunächst den vielen Studenten, die mit mir während meiner langjährigen Lehrtätigkeit an der Freien Universität Berlin an der Erarbeitung vieler im vorliegenden Buch verwendeter Materialien mitgearbeitet haben. Wolfgang Wiktor und Frank Büthner danke ich für die Erstellung der Grafiken, May-Britt Schumacher für die Durchsicht des Manuskriptes. Ganz besonderer Dank gilt Rainer M. Gefeller, der die Entstehung des Buches mit kritischem Blick begleitet hat und Ursula Löffler, ohne deren permanente Ermunterung und Unterstützung das Buch nicht zustande gekommen wäre. Das Buch wäre aber auch nicht zustande gekommen, wenn nicht Millionen von Wählern und Nichtwählern im Laufe der Etablierung der Demokratie nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus bereit gewesen wären, den verschiedenen seriösen Umfrageinstituten Auskünfte über ihre Wahrnehmung und Bewertung der politischen Akteure zu geben. Das „Volk“ selbst hat es somit durch diese Auskünfte ermöglicht, dass über seine Befindlichkeiten im Laufe des Prozesses der Demokratisierung Deutschlands berichtet werden kann. 215

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Zusammenfassung

Irgendwann – lange bevor es die AfD gab – sind den großen Volksparteien in Deutschland die Wähler abhandengekommen. Die Schrumpfkur für CDU/CSU und SPD war allerdings weitgehend selbstverschuldet. Die Gründe analysiert forsa-Chef Prof. Manfred Güllner in seinem neuen Buch „Der vergessene Wähler“. Er berichtet, wie die Wähler und Nichtwähler die politischen Akteure seit Beginn des zweiten Versuchs, die Demokratie in Deutschland zu etablieren, wahrgenommen und bewertet haben und wie deren Wünsche, Hoffnungen, Ängste und Erwartungen von den Parteistrategen der Union wie der SPD über Jahrzehnte missachtet wurden. Die deutsche Politik und auch die Medien kümmerten sich in immer stärkerem Maße um Randthemen und Randgruppen. Die Sorgen und Nöte der großen Mehrheit, der oft beschworenen aber zunehmend vernachlässigten Mitte der Gesellschaft, fanden indes nur noch geringe Beachtung. Das massive Anwachsen der „Partei der Nichtwähler“ ist eine logische Konsequenz.

Güllners Blick auf die Parteiengeschichte der Bundesrepublik nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus zeigt den drastischen Vertrauensverlust der einstigen Volksparteien. Am Ende der Analyse steht die Frage: Ist diese Entwicklung unumkehrbar? Oder kann das lange Siechtum der Volksparteien noch kuriert werden?