II. Die Epen in:

Sarah K. Weber

Alter Held - Neue Welt, page 13 - 19

Der Heros in der germanischen Heldenepik des Mittelalters

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3959-5, ISBN online: 978-3-8288-6721-5, https://doi.org/10.5771/9783828867215-13

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
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Äußerungsformen wollen und tun kann“.20 Mit dieser außergewöhnlichen Extremität ist der Brückenschlag zu seinen animalischen Eigenschaften leicht gemacht, die nach einem Überblick über die ausgewählten Epen zuerst betrachtet werden sollen und an die sich unm ittelbar die heroisch/höfische und die christlich/heidnische Ebene anschließen. II. Die Epen Die Auswahl der drei zu untersuchenden Epen ist zum einen aus dem interdisziplinären Blickwinkel, zum anderen unter dem Gesichtspunkt der räumlichen und zeitlichen Distanz der Texte getroffen worden, was ermöglicht, das breite Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten der Heldenfiguren exemplarisch aufzeigen können. II.l Beowulf Das Beowulf-Epos21 ist das älteste, singulär in der Cotton MS Vitellius A. XV überlieferte germanische Heldenepos und das berühmteste Stück in altenglischer Sprache. Es mutet bei einem Umfang von 3182 Stabreimzeilen geradezu an, als sei „built as it is from old stone“ .22 Seine W urzeln hat das Epos in der Völkerwanderungszeit, wobei es hier verschiedenste Annahmen und Interpretationen zur Entstehungszeit gibt.23 20 Klaus von See: Was ist Heldendichtung?, in: Ders. (Hrsg.): Europäische Heldendichtung (Wege der Forschung 500), Darmstadt 1978, S. 38. 21 Die Textgrundlage bilden R. D. Fulk; Robert E. Bjork; John D. Niles: Klaeber’s Beowulf, Fourth Edition, Toronto 2008.; George Jack: Beowulf. A Student Edition. Oxford 2009; Martin Lehnert: Beowulf. Ein altenglisches Heldenepos (übersetzt und herausgegeben von dems.), Stuttgart 2004. 22 Andy Orchard: Beowulf, in: Malcolm Godden; Michael Lapidge (Hrsg.): The Cambridge Companion to Old English Literature. Second Edition, Cambridge 2013, S. 157. 23 Vgl. Jack, 2009, hier: Introduction [dort ist auch die Überlieferungsgeschichte des Manuskripts in ihren wichtigsten Zügen dargelegt]. Aktuelle Untersuchungen zur Datierung unter anderem zu finden bei Leonard Neidorf (Hrsg.): The Dating of Beowulf. A Reassesment, Cambridge 2014. 13 Nach einem kurzen Vorwort zum dänischen Königsgeschlecht steigt die Erzählung in m edias res m it den Überfällen Grendels auf die dänische Königshalle Heorot ein und schildert die Ankunft des Gauten Beowulf mit seinem Gefolge bei König Hroögar, um Hilfe im Kampf gegen das Ungeheuer zu leisten. Der Kam pf zieht eine Ruhm esfeier nach sich, die den „Finnsburg“- Vortrag des Skopen Hroögars beinhaltet, doch die Stimmung wird schnell getrübt, denn die Rachsucht lässt ein weiteres Monster, die M utter Grendels, aus den Sümpfen emporsteigen und den Dänen im nächtlichen Überfall Leid zufügen. Daraufhin ergreift Beowulf erneut die Initiative und sucht die Mörderin in ihrem See heim, wo er m it dieser einen ungleich schwierigeren Kampf ausfechten muss. Siegreich geht er auch aus diesem hervor und wird wieder an Hroögars Hof gefeiert. Nach dem Erhalt von Geschenken und Danksagungen reisen die Gauten w ieder ab und werden von ihrem König Hygelac ehrfürchtig empfangen. An dieser Stelle kommt es zu dem größten Sprung in der Erzählung, da innerhalb weniger Verse der Tod Hygelacs, die Wahl des neuen Königs (Beowulf) und dessen Am tszeit von 50 Jahren abgehandelt werden. Der letzte und bedeutendste Kampf des Epos setzt an dieser Stelle ein. Ausgelöst durch einen entlaufenen Sklaven, der aus dem Drachenhort einen Goldbecher entwendet hat, beginnen die Angriffe eines Drachen auf Beowulfs Volk. Ein letztes Mal zieht Beowulf in die Schlacht, in der er zwar den Drachen mit Hilfe von W iglaf töten kann, aber am Ende selbst stirbt. II.2 Siegfried Das in seiner frühesten Fassung ins 13. Jh. datierte N L,24 dessen Sagenzeugnisse vom B eow ulf bis hin zu skandinavischen Ritzzeichnungen reichen, ist in 11 Handschriften vollständig und in 24 fragmentarisch überliefert,25 wobei die ältesten vollständigen Fassungen m it den Siglen A, B und C vesehen wurden und je ca. 2400 vierzeilige Langzeilenstrophen umfassen. Daneben existiert 24 Die Textgrundlage bildet Ursula Schulze (Hrsg.): Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach der Handschrift B [herausgegeben von ders.]. Ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse, Stuttgart 2011. 25 Vgl. Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter: Eine Einführung, Berlin 2008, S. 187. 14 auch die m ittelniederländische Adaption, das Nevelingenlied.26 Die hier zitierte Fassung B beruht auf der Überlieferung des Codex Sangallensis 857, die im ersten Teil, der Siegfrieds Geschichte enthält, Folgendes erzählt: Nachdem der höfisch erzogene und zum Ritter geschlagene Siegfried beschlossen hat, um Kriemhild zu werben, tritt er seine Reise an den Burgundenhof an, wo er von Hagen sofort als Siegfried erkannt und noch vor dem ersten Kontakt mit dem Empfangskomitee als Drachentöter vorgestellt wird. Dem einladenden Empfang antwortet Siegfried dann passend zu den einführenden Worten Hagens mit einer provokanten Aufforderung zu einem Kräftemessen, dem die Burgunden ihrerseits m it Ruhe begegnen und Siegfried einladen, zu bleiben. Es dauert ein Jahr bis Siegfried sich in der höfischen Umwelt eingefunden hat und dann als Gefährte der Burgunden in die Schlacht gegen die Sachsen zieht. Nach einem überwältigenden Sieg benötigt König Gunter aber sogleich w ieder Siegfrieds Hilfe, denn er ist der einzige, der Brünhild zu überwinden vermag, um sie für ihn zu gewinnen. Mithilfe des magischen Tarnumhangs gelingt Siegfried diese Aufgabe, sodass Brünhild nach Worms gebracht werden kann, wo sie Gunter heiratet. Siegfried, dem die Ehe mit Kriemhild versprochen worden ist, wird ebenfalls vermählt, womit die Konflikte beginnen: Brünhild hält Siegfried für einen Unfreien und betrachtet ihn dadurch als unwürdig, die Schwester des Königs heiraten zu dürfen. Gunter, der seinen Segen zu dieser Ehe gegeben hat, entzieht sie zur Strafe das Ehebett und bindet ihn m it einem Gürtel an die Wand. Siegfried ist es erneut, der unter der Tarnkappe und im Schutze der Nacht die Königin überwältigt, ihr einen Ring abnimmt und dem König seinen Platz im Ehebett zurückerobert. Die folgenden Jahre verbringen die Paare getrennt von einander, da Siegfried mit Kriemhild zur Fam iliengründung und Krönung nach Xanten zurückkehrt. A ls Gunter dann zu einem Fest an seinen Hof einlädt, dauert es nicht lange, bis die (alten) Reibungen bezüglich des Status Siegfrieds wieder entfacht werden und Kriemhild die zunächst heimlichen Konflikte öffentlich macht. Dies gipfelt am Dom, den beide Frauen betreten wollen, da Brünhild sich weigert hinter der 26 Zur Verbindung zwischen Nibelungenlied und Nevelingenlied siehe Bernd Bastert: Fremde Helden?: narrative Transcodierung und Konnexion des 'Nibelungenlieds' im mittelniederländischen 'Nevelingenlied', in: Victor Millet (Hrsg.): Narration and Hero: Recounting the Deeds of Heroes in Literature and Art of the Early Medieval Period, Berlin 2014, S. 385-402. 15 Frau eines (vermeintlich) Unfreien hinein zu gehen. Daraufhin kann Kriemhild Ring und Gürtel vorzeigen, die in der Hochzeitsnacht eine wichtige Rolle gespielt haben und Siegfrieds Ehevollzug mit Brünhild demonstrieren. Brünhild wendet sich mit der Bitte um Klärung dieses Um standes an Gunter, der diese Streitigkeit als Frauenzank abtut, weshalb sich seine Frau beleidigt fühlt. Hagen wiederum nimm t dies als Anlass, dem König sein M ordvorhaben an Siegfried zu unterbreiten. Sogleich wird ein erneuter Krieg gegen die Sachsen erdacht, was Hagen die M öglichkeit gibt, vor Kriemhild behaupten zu können, dass er ihren Siegfried schützen wolle und daher die Schwachstelle in seiner Hornhaut kennen müsse. Kriemhild kennzeichnet sie in gutem Glauben auf einem Hemd mit einem Kreuz. Der Krieg, der nie hat stattfinden sollen, wird scheinheilig abgesagt und in höfischer M anier durch einen Jagdritt ersetzt. Im Wald punktet Siegfried w ieder auf ganzer Linie, indem er verschiedene Tier und sogar einen Bären erlegt. Sein Übermut macht es für Hagen zu einem leichten Spiel, den durstigen Siegfried zu einem W ettlauf zu einer Quelle zu bewegen, nur um ihn dort an der gekennzeichneten Stelle tödlich zu verwunden. Die tieftraurige Kriemhild verbleibt nach dem Tod ihres Ehemanns in Worms bei ihrer Familie und ihrem toten Gatten. Der zweite Teil des NL, das die Rache Kriemhilds erzählt, spielt für diese Untersuchung keine Rolle. II.3 Wolf Dietrich Je nach Fassung besteht der W olf D ietrich27 aus 600 bis 2240 Strophen, ist in 15 Handschriften sowie einem Druck im „Gedruckten Heldenbuch“ überliefert und stellt das jüngste der hier behandelten Epen dar.28 Eng m it ihm verbunden ist eine weitere Geschichte, die von dem scheiternden König Ortnit und seiner 27 Die Textgrundlage bilden Stephan Fuchs-Jolie; Victor MiUet; Dietmar Peschel (Hrsg.): Otnit. Wolf Dietrich. Frühneuhochdeutsch/Neuhochdeutsch, Stuttgart 2013; Walter Kofler (Hrsg.): Ortnit und Wolfdietrich A, Stuttgart 2009. 28 Es werden vier Hauptfassungen A, B, C und D unterschieden, wobei C lediglich verschiedene Fragmente beinhaltet. A wird um 1230, B ebenfalls in die erste und D in die zweite Hälfte des 13. Jh. datiert, vgl. Millet, 2008, S. 387.). 16 elbischen Rüstung29 berichtet. Der W olf D ietrich setzt in Fassung A, welche die Hauptquelle dieser Untersuchung ist, nach Ortnits Tod ein und beginnt unmittelbar vor Wolf Dietrichs Geburt, die durch einen Engel angekündigt wird. Seine Mutter, die Königin von Konstantinopel, lässt ihn heimlich auf den Namen Dietrich taufen, w obei sie selbst eine Heidin ist. Der Einsiedler, der die Taufe vollzieht, gibt der M utter ein magisches Taufhemd m it Rüstungsqualitäten für den Jungen mit. Zurück am Hof, stellt W olf Dietrich schon als Neugeborener übermäßige Kräfte unter Beweis, weshalb er dort als Teufelsbrut verschrien ist und letztlich vom Vater und König Hugdietrich zur Ermordung weggegeben wird. Der Vasall Berchtung, dem diese Aufgabe anvertraut wird, bringt es aber nicht über sich und setzt den Jungen stattdessen in dem Bewusstsein aus, dass er in einer Quelle im Wald ertrinken würde. Die Nacht, in der w ilde Tiere und vor allem W ölfe auftauchen, übersteht der Knabe jedoch und erhält seine neue Identität als Wolf (Herr) Dietrich. Seine rohe, undisziplinierte Art, die er beibehält und als Dietrich, der Wolf, verinnerlicht hat, verschließt ihm die Rückkehr an den Hof des Vaters, an dem dieser zwischenzeitlich vor Gericht die Schuld für den Aussatz des Jungen hat auf sich laden müssen. Dabei hat Berchtungs Brief, der die Wahrheit über W olf Dietrichs Herkunft und Kindheit festhält, Aufschluss gegeben und bringt somit K larheit über die Sachlage. Daraufhin übernimmt Berchtung auch die ihm aufgetragen Erziehung Wolf Dietrichs und hat alle Mühe, den Ziehsohn zu bändigen, doch letztlich gelingt es ihm. Nach einigen Jahren verstirbt Hugdietrich, was dem Intriganten Sabene die M öglichkeit gibt, die beiden Brüder Wolf Dietrichs gegen M utter und Bruder aufzuhetzen und die M acht an sich zu reißen. Die Königin flieht nach Meran, wo Wolf Dietrich in dem Glauben, Berchtung sei sein Vater, erzogen wird, und offenbart ihrem Sohn seine wahre Herkunft m it Hilfe des bereits erwähnten Briefs. Im Gegensatz zu Ortnit, der alles von A nfang an besitzt, muss Wolf Dietrich selbst alles (zurück) erlangen: So zieht er mit seinen Dienstmannen, Berchtungs Söhnen, in den Kampf gegen die usurpatorischen Brüder. Die Schlacht ist für beide Seiten ein Verlust und Wolf Dietrich sieht sich gezwungen, König Ortnit um Hilfe zu 29 Die Rüstung des Zwergenkönigs Alberich, der sich als Ortnits Vater herausstellt, ist in dessen Königreich hergestellt worden und gelangt durch Ortnit in die Drachenhöhle, wo er aus der Rüstung gesogen und als Held aufgelöst wird. Die Paraphrase dieser Rüstung ist wie auch im Beowulf oftmals „die Ringe“. 17 ersuchen, ohne zu ahnen, dass dieser bereits tot ist.30 Mit dem magischen Taufhemd ausgerüstet, zieht der Held in die Wildnis, besteht verschiedene Abenteuer,31 insbesondere die Begegnung m it dem Meerweib und den Räubern, bevor er in Garda ankom mt und von Ortnits Frau Liebgart die Todesumstände des Königs erfahren muss. Sofort beschließt W olf Dietrich, dessen Tod zu rächen, indem der Drache und dessen Kinder, die Ortnis aus seiner Rüstung gesogen haben, selbst zur Strecke gebracht werden. Im Wald treffen Held und Drache aufeinander und Wolf Dietrich sieht, wie ein Löwe bereits mitten im Kampf m it dem Untier ist. Da er einen Löwen auf seinem Wappen trägt, fühlt sich Wolf Dietrich verpflichtet, an die Seite des Löwen zu treten und gemeinsam mit ihm gegen den Drachen zu kämpfen. An dieser Stelle bricht Fassung A ab. Die Fortsetzung der Erzählung wird dem Dresdner Heldenbuch (Fassung k) entnommen, da die Handlung und die Figurenkonstellation der aus Fassung A gleichen. Fassung k erzählt, wie die jungen Drachen den Löwen fressen und W olf Dietrich die Rüstung Ortnits auffindet, anzieht und zusammen m it seinem Taufhemd, das sich zwischen die Ringe fügt, optimal geschützt ist. Er besiegt die Drachen, schneidet ihnen die Zungen heraus, die ihn vor Liebgart als rechtmäßigen Drachenbezwinger ausweisen. Der Weg in die Ehe und seine Reintegration bei Hofe sind ihm sicher. Zum Schluss kann er auch seine beiden Brüder besiegen und die dortige Herrschaft übernehmen. 30 Dies gilt für Fassung A, wobei Fassungen B und D von der Begegnung der beiden wissen. 31 Auch hier berichten die Fassungen Verschiedenes. 18 III. Drei Ebenen der Epen Im Folgenden sollen die vorgestellten Heldenepen anhand der eingangs erwähnten Ebenen näher betrachtet werden. Diese ergeben sich aus den verschiedenen Schwierigkeiten, die der Heros offenkundig zu bewältigen hat und deren Integration d iejew eilige Erzählung zu meistern versucht. Der Begriff „Ebene“ suggeriert zunächst eine Fläche, ähnlich einer Schablone, die sich über das Epos erstreckt. Das ist natürlich impliziert, doch da hier der Held im M ittelpunkt der Betrachtung steht, sind die sog. Ebenen als Lagen oder Schichten zu verstehen, welche sich an die Heldenfigur schmiegen. Eine Kapitelbezeichnung wie bspw. „Schichten der Epen“ wäre hier aber deshalb irreführend gewesen, weil es nicht um die Untersuchung verschiedener Textschichten der Epen geht. Vielmehr geht es um Freilegung der verschiedenen Textebenen, die den Helden einhüllen, um am Ende ihre Bedeutung und W echselwirkung erkennen zu können. III.l. Zur animalisch/menschlichen Ebene Schon beim Versuch einer knappen Inhaltsangabe zeigen sich unterschiedliche Komplexitätsgrade der Erzählungen sowie die verschiedenen Dispositionen für die Helden und deren Über- bzw. Unmenschlichkeit, woran sich sogleich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Tier und Mensch in den Heldenfiguren und nach der jeweiligen Gestaltung des Verhältnisses von Natur und Kultur anschließen. III.1.1 Beowulf Beim altenglischen Heldenepos B eow ulf bekom men w ir es nicht nur mit dem gleichnamigen, monströsen Heros, sondern auch mit einem monströsen, weil 19

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Zusammenfassung

Beowulf, Siegfried und Wolf Dietrich: Drei mittelalterliche Helden, die aus der älteren, mündlich geprägten germanischen Heldendichtung in die Welt der Schriftlichkeit gelangten. Sie alle verbinden außergewöhnliche Eigenschaften, animalische, heroische und heidnische Werte, die in diesem Prozess auf eine höfisch-klerikale und christliche Kultur stießen. Klar ist, dass die vorliegenden Texte als selbstständige Konzepte ihrer Zeit zu verstehen sind, sich aber anhand der Figur des Helden unweigerlich die Frage nach der Integration der beiden so verschiedenen Lebenswelten aufdrängt. Anhand dreier ambivalenter Ebenen zeigt die Autorin, welche Konfliktpotentiale existieren und wie diese umschifft, verarbeitet und gelöst wurden. Mit Hilfe weiterer Texte und Mythen wird unter interdisziplinärem Blickwinkel der Frage nachgegangen, wie diese Dynamik den Heros einhüllt und zu einem oszillierenden Charakter werden lässt.