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Vera Geselbracht

Komik im geistlichen Spiel des Mittelalters, page 1 - 6

Eine Untersuchung der Krämerszene des Innsbrucker und Wiener Osterspiels

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-4001-0, ISBN online: 978-3-8288-6714-7, https://doi.org/10.5771/9783828867147-1

Tectum, Baden-Baden
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Vera Geselbracht Komik im geistlichen Spiel des Mittelalters Vera Geselbracht Komik im geistlichen Spiel des Mittelalters Eine Untersuchung der Krämerszene des Innsbrucker und Wiener Osterspiels Tectum Verlag Vera Geselbracht Komik im geistlichen Spiel des Mittelalters. Eine Untersuchung der Krämerszene des Innsbrucker und Wiener Osterspiels © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN: 978-3-8288-6714-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-4001-0 im Tectum Verlag erschienen.) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 1 Forschungstendenzen und Fragestellung .............................................. 7 Forschungstendenzen ............................................................................ 7 Entwicklung der Fragestellung und Aufbau ................................... 10 2 Die Osterspiele des Mittelalters ............................................................. 13 Terminologie ......................................................................................... 13 Entstehung ............................................................................................ 14 Aufführung ........................................................................................... 16 3 Bewertung von Lachen und Komik im Mittelalter ............................ 19 Kirchliche Bewertung des Lachens ................................................... 19 3.1.1 Biblisch begründetes Misstrauen: „Jesus hat nicht gelacht!“ ...... 19 3.1.2 Restriktive Ordensregeln aus dem monastischen Schrifttum ..... 21 Bewertung des Komischen ................................................................. 23 4 Identifikation des Komischen in mittelhochdeutscher Literatur ... 29 Problematisierung des Methodenrepertoires .................................. 29 Inkongruenz als Grundprinzip der Komik ...................................... 32 4.2.1 Diskursive Inkongruenz .................................................................... 32 4.2.2 Inkongruenz von Erwartung und Auflösung ................................ 33 4.2.3 Bisoziation als Zusammenschluss dieser Konzepte ..................... 34 4.2.4 Sprachliche Inkongruenz .................................................................. 35 Eine Form von Komik: das Groteske ................................................ 37 5 Komik im Innsbrucker Osterspiel ......................................................... 41 Komik durch Bisoziationen ................................................................ 41 5.1.1 Die Einführung des Krämers ............................................................ 41 5.1.2 Die Suche des Krämers nach einem Knecht ................................... 43 5.1.3 Rubins Suche nach einem Knecht .................................................... 45 5.1.4 Der Krämer als meister Ypocras ......................................................... 46 5.1.5 Das Aufschlagen des Krämerstandes ............................................. 48 5.1.6 Absurde Salbenzutaten ..................................................................... 51 5.1.7 Höfischer Exkurs ................................................................................ 53 5.1.8 Die Zahl der Marien ........................................................................... 55 Sprachliche Inkongruenzen ................................................................ 56 5.2.1 Die Lohnverhandlung des Krämers und Rubin ............................ 56 5.2.2 Inkongruenz von Sprachstil und Inhalt .......................................... 57 5.2.3 Heu oder häu? – Semantische Inkongruenz .................................... 58 Elemente des Grotesken ...................................................................... 59 Prügelkomik .......................................................................................... 61 5.4.1 Der Streit der Knechte ....................................................................... 62 5.4.2 Der Streit von mercator und mercatrix .............................................. 62 Zwischenfazit der Komik des Innsbrucker Osterspiels ................. 63 6 6 Komik im Wiener Osterspiel .................................................................. 65 Komik durch Bisoziationen ................................................................ 65 6.1.1 Die Vorstellung des kauffmans .......................................................... 65 6.1.2 Die Suche nach einem Knecht .......................................................... 67 6.1.3 Die Verhandlung des Lohns ............................................................. 68 6.1.4 Der Streit von mercator und mercatrix ........................................... 69 Sprachliche Inkongruenz .................................................................... 71 Elemente des Grotesken ...................................................................... 72 7 Unter welchen Bedingungen ist Komik möglich? ............................. 75 Das Eindringen der Komik ................................................................. 75 7.1.1 Das Eindringen der Komik im Innsbrucker Osterspiel ................ 75 7.1.2 Das Eindringen der Komik im Wiener Osterspiel ........................ 76 Das Heilige als Objekt der Komik? .................................................... 77 7.2.1 Der Salbenkauf des Innsbrucker Osterspiels ................................. 77 7.2.2 Der Salbenkauf des Wiener Osterspiels .......................................... 81 Fazit der Begegnungen von Heiligem und Komik ......................... 82 8 Komische Figuren – Figuren der Komik .............................................. 83 Rubin als schalk? ................................................................................... 83 Mercator, meister Ypocras und herre – die Figur des Krämers ......... 89 Die mercatrix – groteske Figur oder Herrin? .................................... 91 Die Knechte Pusterbalk und Lasterbalk ........................................... 92 9 Funktionen der Komik ............................................................................. 95 Unterhaltungsfunktion ........................................................................ 95 Lachen als Akt der Selbstaffirmation ................................................ 96 Anregung gesellschaftlicher Diskurse .............................................. 98 9.3.1 Religiöser Diskurs .............................................................................. 98 9.3.2 Herrschaftsdiskurse ......................................................................... 100 9.3.3 Medizinischer Diskurs..................................................................... 101 10 Fazit und Forschungsausblick .............................................................. 103 11 Literaturverzeichnis ................................................................................ 105 Primärliteratur .................................................................................... 105 11.1.1 Osterspiele ......................................................................................... 105 11.1.2 Weitere mittelhochdeutsche Literatur .......................................... 105 Sekundärliteratur ............................................................................... 105 11.2.1 Lexikonartikel ................................................................................... 105 11.2.2 Forschungsliteratur .......................................................................... 106

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Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit nimmt eine Revision der älteren Forschung zur häufig vorkommenden – jedoch aus heutiger Perspektive zunächst irritierenden – Komik im geistlichen Spiel des Mittelalters vor. Es wird deutlich gemacht, dass die oft getroffene Dichotomie und damit die strikte Trennung von Komik und Sakralität in ihrer Absolutheit nicht zutreffend ist. Vielmehr müssen die als komisch beurteilten Szenen, in denen Komik evoziert wird, detaillierter als bisher betrachtet werden, um im Einzelnen herauszuarbeiten, welche (sprachlichen) Mechanismen zur Komik führen und ob es tatsächlich heilige Themen und Gegenstände sind, die mit Komik bedacht oder gar der Lächerlichkeit preisgegeben werden.