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Felix Manuel Nuss

Wie viel Wille ist gewollt?, page 1 - 8

Beitrag zum philosophischen Verständnis von Selbstbestimmung und Willensfreiheit im Kontext Sozialer Arbeit

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3896-3, ISBN online: 978-3-8288-6706-2, https://doi.org/10.5771/9783828867062-1

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Sozialwissenschaften, vol. 75

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Sozialwissenschaften WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Sozialwissenschaften Band 75 Felix Manuel Nuss Wie viel Wille ist gewollt? Beitrag zum philosophischen Verständnis von Selbstbestimmung und Willensfreiheit im Kontext Sozialer Arbeit Tectum Verlag Felix Manuel Nuss Wie viel Wille ist gewollt?. Beitrag zum philosophischen Verständnis von Selbstbestimmung und Willensfreiheit im Kontext Sozialer Arbeit Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Reihe: Sozialwissenschaften; Bd. 75 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN: 978-3-8288-3896-3 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3896-3 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 1861-8049 Umschlagabbildung: © Bild des Autors Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 ZUSAMMENFASSUNG Selbstbestimmung ist in der Sozialen Arbeit ein allgegenwärtiger Begriff. Für professionelle Kräfte ergibt sich jedoch ein Dilemma: Sie sollen einerseits normalisierend auf ihren Gegenüber einwirken und ihn zugleich nach aller Möglichkeit dabei unterstützen, sein Leben möglichst selbstbestimmt und nach seinem eigenen, freien Willen zu gestalten. Mithilfe eines einführenden philosophischen Diskurses zu Willensfreiheit und Selbstbestimmungsfähigkeit des Menschen zeigt Felix Manuel Nuss, welches Vermögen und welche Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines selbstbestimmten Lebens notwendig sind und welche Potenziale sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Den Menschen als ein zur Freiheit fähiges Individuum begreifend, wird ein Brückenschlag zur Philosophie des Existenzialismus gewagt und ein emanzipatorischer Konzeptansatz gezeichnet, der den freien Willen des Menschen als den zentralen Ausgangspunkt Sozialer Arbeit definiert. Felix Manuel Nuss (Dipl.-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, M.A. Soziale Arbeit/Community Work) promoviert zum Thema des freien Willens und der Sozialraumorientierung. Er ist freiberuflicher Dozent für Soziale Arbeit und Teil des Koordinatorenteams des Co-Curricula Educational Program der Berlin Metropolitan School. NUSS: WIE VIEL WILLE IST GEWOLLT? 6 „Das Leben jedes Menschen ist ein Weg zu sich selber hin, der Versuch eines Weges, die Andeutung eines Pfades. Kein Mensch ist jemals ganz und gar er selbst gewesen; jeder strebt dennoch, es zu werden, einer dumpf, einer lichter, jeder wie er kann.“ (Hermann Hesse 1980, S. 8) 7 INHALT 1. EINLEITUNG ....................................................................... 9 2. WAS BEDEUTET SELBSTBESTIMMUNG? ................................ 15 2.1 Allgemeiner Definitionsversuch .............................................................. 15 2.2 „Von der Utopie einer totalen Willensfreiheit“ – Selbstbestimmung und Individuum: Innere Freiheit .................................................................. 20 2.3 „Der Existenzialismus“ – Überholte Philosophie oder ein Freiheitsentwurf mit Potenzialen für die Soziale Arbeit? .................................................... 28 2.4 „Von der Notwendigkeit der Handlungsfreiheit“ – Selbstbestimmung und die äußere Ordnung: Gesellschaft .................................................... 35 3. „AUTOR SEINES EIGENEN LEBENS WERDEN – FREIHEIT ALS HANDWERK“ ................................................ 43 4. SOZIALE ARBEIT „ZWISCHEN DEN STÜHLEN“ ....................... 49 4.1 „Das Dilemma“, beauftragt zu sein ........................................................ 49 4.2 Die Auftragslage Sozialer Arbeit ............................................................ 52 4.2.1 Soziale Arbeit als intermediäre Instanz ............................................. 52 4.2.2 Die Orientierung an den Menschenrechten als Basis für den „Selbstbestimmungsauftrag“ ........................................................ 56 5. SOZIALE ARBEIT UND DER (FREIE) WILLE ............................ 61 5.1 Zentrale Verantwortung: Menschen bei der Aktivierung ihrer subjektiven Kräfte unterstützen und Verwirklichungschancen hierfür schaffen ............... 61 5.2 Soziale Arbeit und die innere Freiheit ..................................................... 64 5.3 Soziale Arbeit und die äußere Freiheit .................................................... 68 6. „SOZIALRAUMORIENTIERUNG“: DER WILLE DER ADRESSATEN ALS BEZUGSPUNKT ................................. 73 7. RESÜMEE ......................................................................... 83 LITERATURVERZEICHNIS ........................................................ 87

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Zusammenfassung

Selbstbestimmung ist in der Sozialen Arbeit ein allgegenwärtiger Begriff. Für professionelle Kräfte ergibt sich jedoch ein Dilemma: Sie sollen einerseits normalisierend auf ihren Gegenüber einwirken und ihn zugleich nach aller Möglichkeit dabei unterstützen, sein Leben selbstbestimmt und nach seinem eigenen, freien Willen zu gestalten.

Mithilfe eines einführenden philosophischen Diskurses zu Willensfreiheit und Selbstbestimmungsfähigkeit des Menschen zeigt Felix Manuel Nuss, welches Vermögen und welche Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines selbstbestimmten Lebens notwendig sind und welche Potenziale sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Den Menschen als ein zur Freiheit fähiges Individuum begreifend, wird ein Brückenschlag zur Philosophie des Existenzialismus gewagt und ein emanzipatorischer Konzeptansatz gezeichnet, der den freien Willen des Menschen als den zentralen Ausgangspunkt Sozialer Arbeit definiert.