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Gerrit Lange

Säfte und Kräfte, page 1 - 10

Körperflüssigkeiten als Metapher in altindischen Mythen und anderen Erzählungen

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3873-4, ISBN online: 978-3-8288-6705-5, https://doi.org/10.5771/9783828867055-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Gerrit Lange Säfte und Kräfte Gerrit Lange Säfte und Kräfte Körperflüssigkeiten als Metapher in altindischen Mythen und anderen Erzählungen Tectum Verlag Gerrit Lange Säfte und Kräfte. Körperflüssigkeiten als Metapher in altindischen Mythen und anderen Erzählungen Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2017 ISBN: 978-3-8288-6705-5 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3873-4 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildung: Kamakhya temple, Guwahati, Assam (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Idol_at_Kamakhya_ temple,_Guwahati,_Assam_02.jpg#mw) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort von Edith Franke 11 Einleitung 15 I. Arbeitsbegriffe und Forschungsansätze 23 1. Metaphorologie der Religionen 23 a. Assoziation und Konnotation 24 b. „Das Nichtphysische in den Begriffen des Physischen“ 28 c. Gefährliche Stereotype 29 d. Metapher und Metonymie, Absenz und Präsenz 30 2. Hermeneutik des Leibes 33 a. Material Religion 36 b. Der Leib als religiöses Thema 37 c. Unterwelten, Tod und Exkrement 39 d. Der Körper als „Symbol für die Gesellschaft“: Mary DOUGLAS 41 e. Leck schlagen 43 f. Imaginierte Leiblichkeit: Schwarze Galle 44 i. warm oder kalt, gesund oder krank? 45 ii. leiblich oder seelisch? 46 g. Platons Pferde: Antriebe und Gemütszustände 49 3. Arbeit am Mythos 53 a. Denkformen: Mythos und Logos 56 b. Kunstformen: Mythos, Allegorie und kenning 58 i. Poesie, das „Blut des Kvasir“ 60 c. Mythos, Mythe und Purāṇa: Schwierigkeiten meiner Mythenanalysen 62 d. Methodischer Ausweg: Prototypen und Familienähnlichkeiten 65 6 II. Mythen 69 1. Milch geben, Blut spenden, Blut saugen 69 a. Pṛthivī, die Erde als Milchkuh 70 b. Jesus in der Weinpresse 76 i. Kontext 76 ii. Ein Mythos, in Bildern erzählt 78 c. Die Erinyen, blutlüsterne Rächerinnen 86 d. Interpretationsspielräume der drei Mythen 91 2. Austritt, Ausbruch, Ausdruck 98 III. Indische Besonderheiten? 105 1. Die Segnungen der Milch 105 2. Milchmütter und Blutmütter 121 3. Menstruation: Ängste und Verbote 126 4. Die retentio Seminis: Vom Sperma zur Asche 133 5. Die rasas 137 a. Säfte auf der Bühne? 137 b. rasa-Säfte als Nahrung und Tränen für Kṛṣṇa 140 6. Metaphorische und ontologische Verwandlungen 145 a. vergöttlichte Substanzen 145 b. verstofflichte Kräfte 147 c. ein personifiziertes Haus 148 IV. Allgemein Menschliches? 151 1. Blut und Vitalität 151 a. Vitalität als Substanz 152 b. Saft und Kraft: Geschichte einer Redewendung 155 c. A “zaftik” blonde 157 7 2. „Freude trinken alle Wesen / an den Brüsten der Natur“ 161 a. Die Zeit, als Milch und Honig flossen 161 b. Wahrheitsmilch 166 c. Milch geben, Milch verderben 173 3. Seelenschlamm: Reinheit, Scham und Ekel 179 4. Tränen und Seelenfluten 189 a. Tränenvielfalt 189 b. überwältigende und inszenierte Tränen 190 c. Tränen trinken, Schmerz auskosten 193 d. Katharsis als Metapher für Theater und Therapie 195 e. Tränen und Emotion: Zurück zur Hermeneutik des Leibes 198 5. Bewusstseinsströme 201 a. Metabolische Metaphysik 205 b. Metamorphe Metaphern 207 i. Kosmisches Chaos, eingedämmt 207 ii. Kanalisierte Psychen, begradigte Denkflüsse 208 Schluss und Ausblick 213 Register einzelner Körperflüssigkeiten 218 Literaturangaben 221 Primärquellen 221 Wörterbücher 226 Blogeinträge 227 Fachliteratur 227 8 Anhänge (Sammlung von Kontexten und Hintergründen) 236 1. Schema: Hauptthese meiner Arbeit 236 2. Schema: Mythen als Form metaphorischer Rede 238 3. Sanskrit-Glossar psychologisch konnotierter Flüssigkeiten 239 4. Deutsche Etymologien des Saftes und der Säfte 243 5. „Flüssige Zeichen“ für Persönliches und Soziales: Kalappūr, Südindien 249 a. der Schöpfungsmythos 249 b. Substanz, Substanzen und Kompatibilität 251 6. Göttliche Präsenz: Milchende Kühe und blutende Lingams 255 a. Varianz der Körperflüssigkeiten als Zeichen 256 b. zum Vergleich: Die Milchgrotte in Bethlehem 258 c. Eine freigiebige Kuh in einem jiddischen Gedicht 259 7. Mythische Erzählungen über außergewöhnliche Sekrete 261 a. Kvasir 261 b. Die Kosmo- und Anthropologie vedischer Opferfeuer 263 c. Gefühle und Geburten: Ursachen und Wirkungen göttlicher Ergüsse 264 i. Mṛtyu: traurige Tränentropfen der Todesgöttin 264 ii. Weinender Muhammad, schwitzender Allāh 266 iii. Devī: kosmischer Sex und kosmischer Schweiß 268 iv. Śiva‘s Schweißtropfen der Wut und Leidenschaft: Fieber, Bhairav und Andhaka 270 v. Manasā und Ayanār: problematische Samenergüsse 272 vi. Śiva und Mohinī: Triebtat und Rechtfertigung 274 vii. Skanda, der „Verspritzte“ 277 viii. Aphrodite, die Schaumgeborene 280 ix. Kumarbi, der geschwängerte Kastrator 281 x. Absonderungen ohneersichtliche Gefühlsregung 284 9 d. Kühe, Milch und Gift 287 i. Ein Ozean aus Milch, gequirlt 287 ii. Audumbla 290 iii. Pūtanā, die „Stinkende“ 290 iv. Wie Lakṣmī in Dung und Harn der Kühe einzog 291 v. königsschwängernde Butter, milchender Gott 293 vi. „magische“ Akte und „Gefühlsansteckung“ 294 e. Blutige Höllenflüsse in Hindu-Mythen und anderswo 297 i. Eine zoroastrische Höllenvision 300 f. Körperängste und Flüssigkeiten iranischer Religionen 300 i. Verdauung als moralischer Prozess 300 ii. Körper und Säfte im Bundahišn 302 g. Mythen und Gebräuche rumänischer Roma 304 8. Medizinische Erzählungen über Zeugung und Geburt 309 a. Verdauung und Zeugung in altindischer Medizin 309 b. Zeugung und Sexualängste in Tamilnadu 312 c. Java und Bali: Geburtsflüssigkeiten als „Geschwister“ 315 d. „Produktion“ von Menschen auf Neuguinea 317 e. Wachstum und Zeugung in Amazonien 323 f. Zeugung in mitteliranischen Vorstellungen 327 g. „Ach so, Säftetheorie“ 328 i. Onanieverbote der europäischen Neuzeit 328 ii. Die Erfindung der Melancholie 331 h. Simone DE BEAUVOIR und die Leiden der Menstruation 334 9. Saftige Mythen und Metaphern der Literaturgeschichte 337 a. Süßes, Saures, Bitternis 337 i. Christen und ihr bittersüßer „Seelenschlamm“ 339 ii. Balsam und Gift bei NIETZSCHE 341 iii. Unterm Rad: „wenig Süßes und viel Bitteres“ 343 iv. labende Quelle, verlandet im Morast 345 v. „Verlangen zu dienen, ins Blut geschüttet“ 348 10 vi. Inkontinenz, Behinderung, Blockade 349 b. durchtränkte Atmosphären und fermentierte Auren: Bruno SCHULZ 351 c. „Das Blut aus dem Körper der Erzählung“: Salman RUSHDIE 354 i. Nasenschleim und Drainage 355 ii. Ausbluten 357 iii. Blutsaugende Gedichte, giftspritzende Orakel 357 iv. das zähe Blut des Alters 358 v. bittere Scham, saure Frustration 359 vi. saftige Erotik und Antierotik 362 d. Atemnektar und Todesschmiere bei Hayao MIYAZAKI 363 e. „vom Orm durchströmt“ 369 i. Künstlers Abendlied 370

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