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1. Einleitung in:

Alexander Niedermeier

Theorie des außen- und sicherheitspolitischen Entscheidens, page 11 - 16

Eine Analyse der Internationalen Beziehungen jenseits paradigmatischer Grenzen

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3981-6, ISBN online: 978-3-8288-6704-8, https://doi.org/10.5771/9783828867048-11

Tectum, Baden-Baden
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1. Einleitung Im Chinesischen bedeutet f e A (w eijt) Krise. Das erste Schriftzeichen steht dabei für Gefahr, das zweite für Chance, Gelegenheit1. Auch die Internationalen Bezie hungen2 als Fach können als in einer Situation des f e A (weijt) befindlich beschrie ben werden. Die Krise hierbei besteht in zwei eng miteinander verbundenen Prob lemen: Einerseits ist die Aussagkraft der einzelnen Paradigmen angesichts der selbst gesetzten Beschränkungen begrenzt, andererseits lässt sich eine immer weiter zu nehmende Zahl an neuen Erklärungsansätzen und Theoriemodellen konstatieren. Dabei zeigt sich, dass nur in den wenigsten Fällen eine pradigmenübergreifende Kommunikation stattfindet; vielmehr ist das Verhältnis von wechselseitiger Igno ranz oder gar extremer Rivalität geprägt, welche nicht zuletzt auch das Fundament der Internationalen Beziehungen zu beschädigen geeignet ist. Dieser Zustand lässt sich als destruktive paradigmatische Zersplitterung umschreiben. Tatsächlich ist bereits seit einiger Zeit von einer Zersplitterung der Disziplin und einer Dauerkrise (vgl. Dunne/Cox/Booth 1999) die Rede. Ebenso wurde ein Scheitern der Interna tionalen Beziehungen als intellektuelles Projekt insgesamt prognostiziert, sollte sich für die Herausforderung der Paradigmenvielfalt und des destruktiven Umgangs damit keine Lösung finden (vgl. Buzan/Little 2001: 19). Sogar die generelle Unfä higkeit zur Analyse (Wang 2007: 191) wurde den Internationalen Beziehungen schon aus den eigenen Reihen unterstellt und dabei die Frage erhoben, ob die Dis ziplin nach all den Debatten und angesichts der Bruchlinien im Bereich der Theorie eigentlich noch als kohärente Disziplin angesehen werden könne (vgl. Schmidt 2008: 296). Auch über das Ende des Faches wurde angesichts der scheinbaren Un fähigkeit zur Lösung der genannten Probleme bereits verschiedentlich spekuliert (vgl. etwa Yang 2007 oder Sylvester 2007). Nicht zuletzt mit Blick auf die Bedeutung der Disziplin für die außenpolitische Praxis und die Politikberatung wurde vielfach eine Erhöhung der Erklärungskraft der Internationalen Beziehungen angemahnt (vgl. etwa George 1994; Galvin 1994; Kolodziej 1994; Kruzel 1994; Newsom 1995/96; Lepgold 1998: 43; Nincic/Lepgold/George 2000). Der Anspruch an die unmittelbare Tauglichkeit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den internationalen Beziehungen für die politische Praxis kann jedoch nicht gleichgesetzt werden mit einer Reduktion der Internationalen Beziehungen auf eine reine oder weitgehende Deskriptivität mit Blick auf das Empirische oder die Beschränkung der Analyse auf Minimalzusam menhänge. Das gilt auch und gerade, wenn theoretische Erkenntnisse bei den Akt euren der politischen Praxis häufig nicht oder nur marginal Gehör finden (vgl. etwa Walt 2005). Das W ort Chance selbst setzt sich aus den Zeichen (ji hui) zusammen. Im vorliegenden Text wird unterschieden zwischen Internationale Beziehungen als Bezeich nung für das akademische Fach und internationale Beziehungen als Bezeichnung für den Pro zess zwischenstaatlichen Handelns. 11 Da die Ergebnisse der Theoriebildung in den Internationalen Beziehungen als „es sential tool o f statecraft“ (Walt 2005: 23) zu bewerten sind, muss vielmehr dafür geworben werden, dass diese ein höheres Maß an Berücksichtigung finden. Dies erscheint jedoch nur möglich, wenn die Internationalen Beziehungen das Problem der destruktiven paradigmatischen Zersplitterung überwinden. Walt (2005: 23) führt hierzu sehr pointiert und überzeugend aus: “M any policy debates ultimately rest on competing theoretical visions, and relying on a false or flawed theory can lead to major foreign policy disasters. Theory remains essential for diagnosing events, explaining their causes, prescribing responses, and evaluating the impact o f different policies“. Ein Weg aus der Paradigmenkrise der Internationalen Beziehungen lässt sich somit nur beschreiten, wenn eine grundsätzliche Wendung hin zum Überwinden der pa radigmatischen wie auch der disziplinären Grenzen bei der Ausgestaltung künftiger Analyseansätze realisiert wird. Das Aufbrechen und Überwinden der Grenzen der tradierten und neuen Paradigmen der Internationalen Beziehungen und darüber hinaus zugleich die Öffnung der dortigen Theoriebildung für Erkenntnisse benach barter Disziplinen, wird dabei als Gelegenheit betrachtet, die Diszipin weiterzuent wickeln. Mit anderen Worten soll die durch das Neben- und Gegeneinanders einer fast schon unüberschaubaren Zahl an Theorien, Argumenten und Paradigmen ver ursachten Krise als Chance genutzt werden, bei der die sich bietende Vielfalt kritisch auf ihre jeweilige Aussagekraft hin überprüft und miteinander in Einklang gebracht wird. Hierdurch kann das unübersichtliche Nebeneinander von Theorien geordnet und konstruktiv zusammenführt werden, um so das Spektrum der Analyse zwi schenstaatlichen Handelns zu erweitern. Auf diese Weise wird ein höheres Maß an Verständnis für die Ursachen, Strukturen und Prozesse zwischenstaatlichen Han delns geschaffen. Trotz der Bedeutung, welche primär empirisches Vorgehen bei der Analyse der internationalen Beziehungen heute besitzt, darf nicht vergessen werden, dass ein solches auf einem soliden Theoriefundament ruhen muss, möchte es empirische Phänomene zutreffend erklären. Angesichts dieser Tatsache ist es erforderlich, auch den Bereich der reinen Theo rieentwicklung in den Internationalen Beziehungen zu pflegen. Ohne die stetige kritische Weiterentwicklung auf diesem Gebiet wird auch die empirische Analyse notwendigerweise an ihre Grenzen stoßen. Der Kreis von der Auseinandersetzung mit teils sehr spezifischen Aspekten der Theorie einerseits und der Anwendung auf die empirische Realität andererseits wird mit der Entwicklung von Analyseansätzen, die auf den zuvor angestellten theoretischen Überlegungen basieren, geschlossen. Die Auseinandersetzung mit Fragen der Theorie lässt sich mit der Grundlagenfor schung in den Naturwissenschaften vergleichen. Nur hat Gott leider Fächern wie Physik die leichten Probleme zugewiesen und den Sozialwissenschaften die Bürde jener Weltprobleme auferlegt, welche sich einer leichten Zugänglichkeit wie auch Voraussagbarkeit entziehen, wie Bernstein et al. (2000) es gleichermaßen augen zwinkernd wie dennoch zutreffend auf den Punkt gebracht haben. Dass sich die 12 Sozialwissenschaften beziehungsweise in diesem Fall die Internationalen Beziehun gen trotz dieser besonderen Bürde dann noch rechtfertigen müssen, wenn sie For schung jenseits der jederzeitigen beziehungsweise sofortigen empirischen Umset zung und fallbezogenen Anwendung treiben, erscheint somit als ebenso unfair wie unangemessen — und vor allem der Sache des Faches abträglich. Denn woher kommen die Theorien denn, auf welche bei der empirischen Analyse wie selbstver ständlich zurückgegriffen wird? Auch die Physik steht nicht unter dem Druck, wenn sie ihre (vermeintlich) leichten Probleme löst, jederzeit auch sofort aufzuzei gen, welche praktische Anwendung in Industrie oder im Konsumgüterbereich sich hieraus unmittelbar ableiten lässt. Wäre dies so, hätten wir viele neue Küchenma schinen, aber vielleicht noch keine Erkenntnisse zur Quantentheorie. Selbstver ständlich soll an dieser Stelle die Auseinandersetzung mit der Theorie in den Inter nationalen Beziehungen nicht damit verglichen werden; dennoch ist auch die Auf gabe, die eine tragfähige Theorie im Bereich der Internationalen Beziehungen zu leisten hat, bei näherer Betrachtung alles andere als gering, soll sie doch nichts we niger erklären als wie — beinahe schon im wahrsten Wortsinne — die Welt funktio niert. Dass es angesichts der damit verbundenen Komplexität erheblicher Anstren gungen bedarf, um überhaupt sinnstiftende theoretische Zugänge zu entwickeln, vermag nicht zu verwundern. Und dass diese große Herausforderung für die Dis ziplin und all ihre Forscher, die in der Regel weder ihren grundsätzlichen prakti schen Anspruch, an der Beisteuerung von Lösungen für die empirischen Proble men der internationalen Beziehungen mitzuwirken, noch ihr normatives Bestreben, dem Frieden zwischen den Staaten, Nationen und Menschen dieser Welt, die ihr Untersuchungsobjekt und so viel mehr ist, zu dienen, aufgegeben haben, auch dazu geführt hat, dass die gegenwärtige Situation theoretischer Unübersichtlichkeit ein getreten ist, kann und sollte dem Fach nicht unreflektiert vorgeworfen werden. An ders mag da schon die Ignoranz und teils sogar bösartige Rivalität zwischen den Denkrichtungen bewertet werden. So oder so, die Herausforderungen müssen auf gegriffen und das Problem der Paradigmenvielfalt auf konstruktive Weise in den Griff gebracht werden, um so einen Analysezugang zu entwickeln, der die vielen guten Argumente der unterschiedlichen Paradigmen wie auch die der benachbarten Disziplinen konstruktiv zusammenführt. Wie die Entwicklung eines derartigen Analysezugangs im Rahmen dieser Arbeit aussehen soll, wird an dieser Stelle kurz skizziert. Basierend auf dem einführenden Problemaufriss (Kapitel 1) wird im %weiten Kapitel die der Krise gleichfalls innewoh nende Chance näher ausgeführt. Hierbei wird zunächst darauf eingegangen, wie bislang mit Herausforderungen auf dem Gebiet der Theorieentwicklung in den In ternationalen Beziehungen umgegangen wurde. Hierzu werden die großen Theo riedebatten und bedeutenden Wenden kritisch nachgezeichnet, die Implikationen für die einzelnen Paradigmen aufgezeigt und die gewonnenen Erkenntnisse mit Blick auf eine paradigmenüberschreitende Theoriefortbildung beleuchtet (Kapitel 2.1). Hieran anknüpfend findet eine Auseinandersetzung mit dem methodischen Zugang (Kapitel 2.2) statt, welcher der im Rahmen dieser Arbeit unternommenen 13 Theoriefortbildung zugrunde gelegt werden soll. In Abgrenzung von innerparadig matischer Theoriefortbildung und selektiver Paradigmensynthese wird in dieser Arbeit auf die Methode des analytischen Eklektizismus zurückgegriffen, wobei eine Weiterentwicklung des bislang rein einzelfallbezogenen Ansatzes hin zu einem mo dellorientierten analytischen Eklektizismus vollzogen wird. Hierauf aufbauend er folgt die Darlegung der Grundlage, an der sich die analytisch eklektische Auswahl der Theorieargumente orientieren soll (Kapitel 2.3). Hierzu werden drei in den In ternationalen Beziehungen zentrale und für das Fach, sein Selbstverständnis und die Erklärungskraft aller Analyseansätze der Disziplin außerordentlich grundlegen de Fragen in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt: die Frage nach der richtigen Analyseebene, die Frage nach dem Verhältnis von Akteur und Struktur und die Frage nach Wirkung und Verhältnis von Anarchie und Hierarchie als Strukturbe dingung des internationalen Systems. Diese drei Basisprobleme der Internationalen Beziehungen sind Teil jeweils seit langer Zeit geführter Diskurse, von denen keiner bisher zu einem endgültigen Abschluss gelangt ist. Diese werden hier aufgegriffen und weiterentwickelt. Auf den Ergebnissen der Auseinandersetzung mit den drei Basisproblemen aufbauend werden der Akteur Staat und die Struktur des internati onalen Systems einer ausgiebigen Analyse hinsichtlich den ihnen innewohnenden Wirkmechanismen unterzogen. Zur Analyse des Einflusses der Strukturseite auf zwischenstaatliches Handeln wird im dritten Kapitel in der Auseinandersetzung mit bisherigen strukturbezogenen Er klärungsansätzen der Internationalen Beziehungen ein Anarchie-Hierarchie Kontinuum zur Erfassung der Gesamtstruktur des internationalen Systems entwi ckelt, welches die spezifischen Handlungslogiken unterschiedlicher Strukturausprä gungen im internationalen System, die von absoluter Anarchie über genau definier te weitere Anarchievarianten und Zwischenformen von Anarchie und Hierarchie, wie etwa die Negarchie, bis hin zur reinen Hierarchie in der Ausprägung des weberianischen Staatstypus reicht, nachvollziehbar machen soll. Auf Seiten des Akteurs wird ebenfalls eine Ausdifferenzierung vorgenommen, um den Staat als Akteur mit Blick auf das Zustandekommen zwischenstaatlichen Handelns umfassender und detaillierter beziehungsweise differenzierter erklären zu können. Hierzu wird im vierten Kapitel sowohl unter Anlehnung an den Diskurs um die Frage nach der richtigen Analyseebene als auch den Agent-Structure-Diskurs der Akteur Staat in die Analyseeinheiten Individuum, Gruppe, staatliche Institutionen und kol lektive Identität unterteilt. Ziel hierbei ist es, das Zustandekommen und die Wir kung der jeweils spezifischen Interpretation entscheidungserheblicher Sachverhalte und ihre Implikationen für den zwischenstaatlichen Entscheidungsprozess aufzu zeigen. Ausgehend von philosophischen Annahmen, welche bisher die Vorstellun gen vom Individuum in den Internationalen Beziehungen beeinflusst haben, wer den neuere Erkenntnisse bis hin zu den jüngsten Entwicklungen in den Neurowissenschaften, der Psychologie und der Hirnforschung herangezogen, um bisherige Vorstellungen durch naturwissenschaftlich-biologische Argumente zu bestätigen 14 oder zu modifizieren beziehungsweise erstmals gänzlich neue Erklärungsansätze mit in die hier unternommene Theoriefortbildung mit einzubeziehen. Konkretisiert wird dieser Ansatz in der Auseinandersetzung um Rationalität, Kognition und Emotion, aber ebenso um individuelle Persönlichkeitsfaktoren, psychische Erkran kungen sowie Prägung und Sozialisation als Einflussfaktoren auf zwischenstaatli ches Handeln. Zudem werden die Entscheidungsdynamiken kooperierender Indi viduen und sozialer Gruppen im Kontext der außenpolitischen Eliten analysiert und der Staat mit Blick auf seine kollektive Identität hin untersucht, wobei Aspekte wie kollektive Sozialisation und Erinnerung sowie soziales Gedächtnis wesentliche Gegenstände der Auseinandersetzung hinsichtlich eines möglichen Einflusses auf zwischenstaatliches Handeln darstellen. Nach der Analyse der Verhaltenslogiken im Kontext von Akteur und Struktur wer den im fünften Kapitel das nationale Interesse beziehungsweise die eng damit zu sammenhängende nationale Sicherheit als motivationaler Aspekt zwischenstaatli chen Handelns analysiert. Die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und die Wahrung des nationalen Interesses gelten als grundlegende Motivationen von Staa ten. Vor diesem Hintergrund werden die bisherigen Diskurse um diese beiden Konzepte nachgezeichnet und herausgearbeitet, welche Gesichtspunkte aussage kräftig sind und wo noch Möglichkeiten bestehen, das Konzept tragfähiger zu ma chen. A uf dieser Grundlage wird unter Einbeziehung der Motivationspsychologie Maslows ein integratives Gesamtkonzept in Form des Komplexen Nationalen Si cherheitsinteresses entwickelt, welches als motivationale Verbindungsgröße zwi schen Akteur und Struktur steht. Das Konzept des Komplexen Nationalen Sicher heitsinteresses soll aufzeigen, welche staatlichen beziehungsweise gesellschaftlichen Attribute zu einem spezifischen Zeitpunkt und im Kontext einer spezifischen Konstellation als Objekt der Bedrohung angesehen werden. Hierbei ist die Perzep tion, Interpretation und Konstruktion durch den differenzierten Akteur mit Blick auf Konstellation beziehungsweise Strukturausprägung der entscheidende Prozess. Hierbei findet der Abgleich mit dem nationalen Sicherheitsinteresse statt. Je nach historischer Lage und sozio-politischer beziehungsweise sozioökonomischer Ent wicklungsstufe wird so ein unterschiedliches staatliches Attribut als primäres Ob jekt der Gefährdung des nationalen Sicherheitsinteresses angesehen. Im sechsten Kapitel werden die Erkenntnisse betreffend den Komplexen Akteur, die Komplexe Struktur und die verbindende Motivation in Form des Komplexen Na tionalen Sicherheitsinteresses zusammengeführt, um den Theorieansatz des Inter pretativen Realismus abschließend darzulegen und auf dieser Grundlage ein Analy seschema zu skizzieren, das durch die sogenannte SPICDA-Formel charakterisiert ist, welche die Prozesskette von Sozialisation über Perzeption, Interpretation und Konstruktion zu Entscheidung und empirische erkennbarer zwischenstaatlicher Handlung aufzeigt. 15 Im abschließenden siebten Kapitel werden die erzielten Ergebnisse nochmals knapp zusammengefasst und mit der im einleitenden Teil dargelegten Ausgangsproblema tik in Verbindung gebracht. 16

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Zusammenfassung

Die Theorielandschaft in den Internationalen Beziehungen ist zersplittert und von Grabenkämpfen einzelner Denkschulen geprägt. Nach jahrelanger Beschäftigung mit den bestehenden Paradigmen und Weltbildern des Fachs stellt Alexander Niedermeier nun einen Ansatz zur Analyse der internationalen Beziehungen vor, welcher die bisherigen paradigmatischen Grenzen durchbricht und so ein umfassenderes und präziseres Verständnis von Entscheidungen auf internationaler Ebene ermöglicht. In der Auseinandersetzung mit grundlegenden Problemstellungen der Theorie der Internationalen Beziehungen, etwa der Frage nach der geeigneten Analyseebene, dem Verhältnis von Akteur und Struktur und der Rolle von Anarchie und Hierarchie im internationalen System, zeigt er auf, wie entscheidungstragende Individuen, politische Berater, Bürokratie und Öffentlichkeit interagieren und welche Rolle die unterschiedliche Wahrnehmung der anderen Akteure des internationalen Systems spielt.