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Friederike Schuler

Im Dienste der Gemeinschaft, page 1 - 7

Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3768-3, ISBN online: 978-3-8288-6657-7, https://doi.org/10.5771/9783828866577-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Friederike Schuler Im Dienste der Gemeinschaft Friederike Schuler Im Dienste der Gemeinschaft Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik Tectum Verlag Friederike Schuler Im Dienste der Gemeinschaft Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik © Tectum Verlag Marburg, 2017 ISBN 978-3-8288-6657-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3768-3 im Tectum Verlag erschienen.) Zugleich Diss. Ludwig-Maximilians-Universität München 2013 Satz, Layout und Covergestaltung: © Alex Ketzer, Köln Die Covergestaltung basiert auf der Farbkarte Willi Baumeisters für das sog. Sportarten-Wandbild im Krankenhaus Waiblingen, s. Abb. 83, Kat. Nr. 151. Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Dank 8 I. EINLEITUNG 10 1. Historische und thematische Eingrenzung 14 2. Begriffsdefinitionen 20 2.1 monumental – dekorativ 20 2.2 Wandmalerei – Wandbild – Wandgestaltung 26 2.3 Figuration – Abstraktion 28 3. Forschungsstand 31 4. Quellenlage 38 5. Fragestellung 42 6. Vorgehensweise 43 II. WANDMALEREI IM HISTORISCHEN KONTEXT 46 1. Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen 47 1.1 Gesellschaftsutopie und Volksbildung 48 1.2 Alfred Lichtwark und Fritz Schumacher 52 1.3 Die Idee des Gesamtkunstwerks, der Deutsche Werkbund vor 1914 und Karl Ernst Osthaus 59 1.4 Der Reichskunstwart 62 2. Der zeitgenössische Diskurs um Raum und Wandbild 67 2.1 Die Wandmalereidebatte in Kunstliteratur und Presse 67 2.2 Wandbild im öffentlichen Raum versus Raumgestaltung in Privaträumen 76 2.3 Wandmalerei als Ausstellungsthema 80 2.4 Geometrisch-abstrakte versus figurative Wandmalerei 84 2.4.1 Hölzel und sein Kreis 84 2.4.2 Bauhaus und De Stijl 87 2.4.3 Ein neuer Naturalismus? 90 III. ORTE, THEMEN, FUNKTIONEN 108 1. Motivationsgrundlagen 109 1.1 „Beseitigung des Rahmenbildes“ – Forderungen von Künstlern und Architekten 109 1.1.1 Künstlergruppen 109 1.1.2 Primat der Architektur 117 1.1.3 Der Deutsche Werkbund und seine erste Ausstellung in Köln 1914 121 1.1.4 Wettbewerbe und Auftragsvergabe 125 1.1.5 Kulturpolitische Aktivität 127 1.1.6 Reichswirtschaftsverband bildender Künstler 131 1.1.7 Resümee 133 1.2 Wandmalerei als kulturpolitisches Instrument auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene? 134 1.2.1 Das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung 135 6 Inhaltsverzeichnis 1.2.2 Kunstpolitik der Länder und Kommunen 146 1.2.3 Sonderrolle: Hamburg 152 1.2.4 Die Rolle künstlerischer Ausbildungsstätten 154 1.2.5 Resümee: Inwiefern wurde Wandmalerei als kulturpolitisches Vehikel genutzt? 166 1.3 Die Grundlagen der „Kunst am Bau“-Regelung – Wandmalerei versus Bauplastik 168 2. Wandmalerei im öffentlichen Raum 172 2.1 Verwaltungsgebäude, „Bauten der Gemeinschaft“ und sozialer Wohnungsbau 176 2.1.1 Rathäuser und Kreishäuser 177 • Die Neuausstattung historischer Rathäuser 177 • Städtische Ratskeller – Leichte Kost für städtische Honoratioren? 181 • Helmuth Macke und die Ausmalung des Düsseldorfer Rathauses 185 • Die Kreishäuser in Schleswig, Düsseldorf und Schneidemühl – Wandmalerei als Mittel zur Stiftung kommunaler Identität? 191 2.1.2 Bauten der Gemeinschaft 199 • Eine vergessene Ikone des Neuen Bauens – Das Wilhelm-Marx-Haus in Düsseldorf 200 • Die Krankenhäuser in Halle, Erfurt und Königstein 202 • Exkurs: Die GeSoLei in Düsseldorf – Wandbilder im Ausstellungskontext 206 • Parteigebäude und Gewerkschaftshäuser 211 2.1.3 Projekte des sozialen Wohnungsbaus 217 • Ledigenwohnheime 217 • Fassadengestaltungen von Großsiedlungen 220 2.1.4 Resümee 221 2.2 Erziehungsinstitutionen 223 2.2.1 Schulpolitik und Kunsterziehung 224 2.2.2 Wandbilder an Schulen – „in erster Linie heiter und fröhlich“? 231 • Die Rolle Fritz Schumachers für die Wandmalerei an Hamburger Schulen 231 • Lehren und Lernen 233 • Leibesübungen und Sport 237 • Der menschliche Körper – Im Einklang mit der Natur 241 • Sonderform Stillleben? 244 • Biblische und mythologische Themen 246 • Resümee 254 2.2.3 Universitäten – Geschichtsmalerei in neuem Gewand? 256 • Prometheus im Hörsaal der Charité 257 • Charles Crodels Wandbilder in den Universitäten Halle und Jena 259 • Resümee 263 2.2.4. Ferienheime – Erziehung zum politischen Denken 265 7 Inhaltsverzeichnis 2.2.5 Resümee: Themen und Tendenzen der Wandmalerei in Erziehungs- und Bildungsinstitutionen 270 2.3 Museen 273 2.3.1 Zeitgenössischer Diskurs 274 2.3.2 Wandbilder in Kunst- und Kunstgewerbemuseen 281 • Die Ausstattung des Treppenhauses im Lindenau-Museum in Altenburg 282 • Erfurt und Krefeld: Ein eigener Raum für moderne Monumentalmalerei 284 • Mehr als die Summe seiner Teile – Das neue Museum Folkwang in Essen 288 • Die Kunstgewerbemuseen in Hamburg und Köln 298 2.3.3 Wandbilder in historischen sowie technischnaturwissenschaftlichen Museen 300 2.3.4 Resümee: Museale Wandmalerei zwischen Kunst und Didaktik 308 IV. FALLBEISPIELE 328 1. Johan Thorn Prikker: Lebenszyklus im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, 1923 330 1.1 Auftrags- und Entstehungsgeschichte 331 1.2 Räumliche Ausgangssituation 332 1.3 Ikonografie und Bildkonzeption 334 1.4 Der Krefelder Lebenszyklus im historischen und zeitgenössischen Kontext 339 2. Willi Baumeister: Sportarten-Wandbild im Krankenhaus Waiblingen, 1928 342 2.1 Auftrags- und Entstehungsgeschichte 343 2.2 Die Bedeutung von Architektur und Fläche im Werk Willi Baumeisters 345 2.3. Räumliche Ausgangssituation 346 2.4 Bildaufbau und Ikonografie – Das Konzept von Licht, Luft und Sonne in Architektur und Wandmalerei 347 3. Thorn Prikker und Baumeister als Antagonisten der figurativen Wandmalerei? 352 V. SCHLUSS BETRACHTUNG UND AUSBLICK 356 VI. KATALOG 362 VII. VERZEICHNISSE 688 1. Abkürzungsverzeichnis 689 2. Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur 690 2.1 Quellentexte und Primärliteratur 690 2.2 Sekundärliteratur 698 3. Verzeichnis der Zeitschriften und Zeitungen 733 4. Verzeichnis der Archive und benutzten Quellen 735 5. Fotonachweis 738 6. Copyright und CC-Lizenzen 741

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Zusammenfassung

Die mannigfaltigen Kunstformen der Weimarer Republik sind gleichsam auch wertvolle Zeugnisse ihrer politischen wie gesellschaftlichen Zustände. Gerade die figurative Wandmalerei in privaten, vor allem aber auch in öffentlichen Gebäuden, kam in den 1920er Jahren zu neuer Blüte und legt, im Spannungsfeld aus persönlichen, politischen und künstlerischen Interessen, das zeitgenössische Menschenbild sowie das Weimarer Selbstverständnis auch für die heutige kunsthistorische Betrachtung offen.

Friederike Schuler unternimmt eine in ihrem Umfang einmalige Untersuchung zur figurativen Wandmalerei der Weimarer Republik. Dabei adressiert sie neben wichtigen Werken von Erich Heckel, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister oder Johan Thorn Prikker, auch solche heute weniger bekannter Künstler. Der beigefügte Katalog bildet eine wertvolle und grundlegende Materialsammlung, in der neben technischen Details, Angaben zum Erhaltungszustand und den Auftraggebern auch die Ergebnisse der umfangreichen Quellenrecherche in Archiven und Zeitschriften verzeichnet sind.