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Waldemar Vogelgesang, Luisa Kersch

Eifeljugend heute, page 1 - 16

Leben in der urbanisierten Provinz

1. Edition 2017, ISBN print: 978-3-8288-3885-7, ISBN online: 978-3-8288-6646-1, https://doi.org/10.5771/9783828866461-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Waldemar Vogelgesang Luisa Kersch Eifeljugend heute Waldemar Vogelgesang Luisa Kersch Eifeljugend heute Leben in der urbanisierten Provinz Tectum Verlag Waldemar Vogelgesang Luisa Kersch Eifeljugend heute. Leben in der urbanisierten Provinz Tectum Verlag Marburg, 2017 ISBN: 978-3-8288-6646-1 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Buch unter der ISBN 978-3-8288-3885-7 im Tectum Verlag erschienen.) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. 5 Vorwort (v. Mirijam Günter) „Nichts kommt dem Landleben gleich. Es vermittelt mehr echte Freuden als irgendeine andere Lebensweise“, schrieb die neuseeländisch-britische Schriftstellerin Katherine Mansfield, die von 1889 bis 1923 lebte. Freude? Mindestens mehr Fantasie ist gefragt, wenn man in so manchem Dorf in der Eifel lebt, wenn der Bus nämlich gar nicht oder nur zweimal am Tag fährt, örtliche Strukturen weggebrochen, beziehungsweise für Jugendliche schon lange nicht mehr vorhanden sind. Woran es mangelt und was sich die jungen Leute in der Eifel wünschen, darum geht es u.a. in diesem Buch. In den vielen Jahren, in denen ich in die Eifel fahre, habe ich so gut wie nie einen jungen Menschen über diese Zustände jammern gehört, sondern sie haben eine erstaunliche Improvisationskunst an den Tag gelegt, um doch ihre Freunde treffen zu können, in die Stadt zu kommen, um mal zu shoppen oder Fußmärsche bei Regen und Kälte in Kauf genommen, um in das nächst größere Dorf zu kommen, wo noch ein Bus einen irgendwo hinbringt. Freundschaften werden anders gepflegt, man ist nämlich auch aufeinander angewiesen. Das arrogante Auftreten mancher Stadtbewohner habe ich nie verstanden. Irgendwas ist doch in der Eifel immer los und irgendwie kommen die Jugendlichen immer dorthin. Okay, so manch ein Elternteil hat die Nächte wahrscheinlich verflucht, wo er seine pubertierenden Kinder mitsamt ihren Freunden durch die halbe Eifel kutschieren musste. Aber Langeweile habe ich bei Eifler Jugendlichen nie angetroffen. Und was unterscheidet diese Jugendlichen sonst? Die Pubertät bleibt was sie ist, der erste Liebeskummer ist einzigartig und schlimm (Wehe dem Herzen, das in seiner Jungend nicht geliebt hat, schrieb schon Iwan Sergejewitsch Turgenjew). Einige habe ich in den Jahren kennengelernt, die von der Eifel in die Stadt zogen und vor Heimweh fast zerbrochen sind. Gut, dass sie wieder zurückgezogen sind. Manche sind in der Stadt geblieben, ich kenne keinen, der mit der Eifel komplett gebrochen hat. Viele der jungen Menschen in der Eifel haben eine große Fantasie, wenn es um Projekte in ihren Dörfern und Kleinstädten geht. Nicht immer sind diese von Dauer. Aber ist das bei uns Erwachsenen so? Wie überall sollten man auch in der Eifel ein Ohr für die jungen Menschen haben, ihre Träume nicht belächeln, sondern im günstigsten Fall unterstützen. Die Begeisterung, die sie für Dinge aufbringen, sollte uns erwärmen. Und natürlich weiß man als Fünfzehnjähriger vieles besser – na und? Manchmal ist mir ein Jugendlicher mit seinen verrückten Ideen 6 lieber als abgeklärte Erwachsene, die schon alles gesehen haben. Die jungen Menschen leben in der Welt, die wir ihnen gegeben haben. Wir sind nicht mehr in die dörflichen Kneipen gegangen, die dann aufgeben mussten. Wir sind auf die grüne Wiese gefahren und haben dort eingekauft und haben damit das örtliche Geschäftsleben zum Erliegen gebracht. Die Reihe der Aufzählung lässt sich fortführen. Und wenn kein Treffpunkt für jüngere Menschen vorhanden ist, dann müssen diese sich halt im Dorf und Stadtkern treffen, wo es etwas lauter wird. Oder übersetzen wir es mal mit einem Satz der deutschen Kriminologin Ute Claas: Erwachsene beschäftigen sich zu wenig mit den Problemen von Jugendlichen, sondern viel mehr mit den Problemen, die ihnen Jugendliche machen. Vielleicht ist das Leben in der Eifel etwas ungekünstelter als in der Stadt, mehr mit der Natur verbunden ist es sowieso, was viele Jugendliche in der Eifel lieben. Wer den Frühling riechen kann, den Sommer schmecken und den Herbst schon vor seinem Beginn erfühlen kann, der wird vielleicht erahnen können, was die anfangs zitierte Schriftstellerin mit ihrem Zitat ausdrücken wollte. Im Winter an einem Nachmittag in einem dunklen Ort in der Eifel zu sitzen, die Kälte zu spüren und keine Menschenseele weit und breit zu sehen, wer darin Schönheit entdecken kann, der muss ein Jugendlicher aus der Eifel sein. In diesem Sinne, vergessen wir Konfuzius nicht: Achte die Jugend, du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird! 7 Inhaltsverzeichnis Vorwort ........................................................................................ 5 Inhaltsverzeichnis ...................................................................... 7 Abbildungsverzeichnis ........................................................... 11 Tabellenverzeichnis ................................................................ 15 1 Einleitung ........................................................................ 17 2 Zielsetzung und methodisches Vorgehen ................ 21 2.1 Untersuchungsziel und Durchführung der Befragung .......... 21 2.2 Anlage der Untersuchung, Erhebungsmethode und Ausschöpfungsquote ................................................................... 23 3 Bildung, Qualifikation und ‚Work-Life-Balance’ ... 27 3.1 Schule und Bildung ..................................................................... 28 3.1.1 Verlängerung der Schul- und Ausbildungszeit .... 28 3.1.2 Anstieg des formalen Bildungsniveaus .................. 29 3.1.3 Bildung und Region .................................................. 30 3.1.4 Geschlechts- und herkunftsspezifische Bildungsunterschiede ............................................... 32 3.1.5 Qualifikationsmentalität ........................................... 37 3.2 Berufsausbildung und Übergangsmanagement ..................... 38 3.2.1 Ausbildungsbereiche und vielfältige Übergänge ................................................................... 40 3.2.2 Wissen über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten .................................................. 46 3.2.3 Unterstützung bei der Ausbildungs- und Berufswahl .................................................................. 47 3.2.4 Einschätzung der Berufsperspektiven in der Eifelregion ................................................................... 49 3.2.5 Mobilitätsinvestitionen: Luxemburg als potenzieller Arbeitsort .............................................. 53 3.3 Generation Y: Work-Life-Balance im Jugendalter .................. 56 8 3.3.1 Kreatives Faulenzen .................................................. 57 3.3.2 Familienorientierung ................................................. 59 3.3.3 Streben nach Sicherheit und Beständigkeit ........... 63 3.3.4 Verantwortungsbewusstsein und interne Kontrollüberzeugungen ........................................... 66 3.3.5 Zukunftssicht ............................................................. 69 4 Freizeit, Medien, Jugendeinrichtungen .................... 75 4.1 Freizeitaktivitäten ........................................................................ 75 4.1.1 Formen und Orte der Freizeitgestaltung ............... 76 4.1.2 Freizeittypen und sozialstrukturelle Differenzierungen ...................................................... 78 4.1.3 Mitgliedschaft in freizeitlichen Gruppierungen und Vereinen .............................................................. 80 4.1.4 Freizeitzufriedenheit und Defizite im Freizeitangebot ........................................................... 83 4.2 Mediennutzung ............................................................................ 88 4.2.1 Umfang und Muster des Mediengebrauchs .......... 89 4.2.2 Mediennutzung in sozio-demographischer Perspektive ................................................................. 90 4.2.3 Art und Inhalte der Computer- und Internetnutzung ......................................................... 93 4.2.4 Fantum und jugendkulturelle Szenen .................... 99 4.3 Besuch von Jugendeinrichtungen ............................................ 106 4.3.1 Besuchsfrequenz und Sozialmerkmale der Besucher .................................................................... 106 4.3.2 Regionale Unterschiede in der Besuchsfrequenz ...................................................... 110 4.3.3 Jugendeinrichtungen als ‚Wohlfühlfaktor’ .......... 114 4.4 Offener Jugendtreff in A-Dorf – eine Geschichte des Scheiterns? .................................................................................. 117 4.4.1 Geschichte des Jugendraums ................................. 118 4.4.2 ‚Rettungsversuche’ .................................................. 121 4.4.3 Zukunftsaussichten ................................................. 123 9 5 Politik und Partizipation ........................................... 127 5.1 Politisches Interesse: Ausprägung und Trendwende ........... 128 5.2 Politikbezogene Themenfelder ................................................ 131 5.3 Formen der Partizipation .......................................................... 136 5.4 Interferenz lebensweltlicher und jugendkultureller Beteiligung .................................................................................. 143 5.5 Exkurs: Die Hardcore-Szene als politisierte Jugendkultur .. 147 6 Glaubensbindung und kirchlich-religiöse Praxis .............................................................................. 155 6.1 Konfessionszugehörigkeit ........................................................ 155 6.2 Religiöse Selbsteinschätzung und Glaubensüberzeugungen .......................................................... 156 6.3 Religiöse Praktiken und Kirchenbindung .............................. 160 6.4 Religion als Privatsache ............................................................ 164 6.5 Signaturen der Jugendreligiosität in der Gegenwart ........... 168 7 Bleibeorientierung, Abwanderung und Rückkehrabsicht .......................................................... 175 7.1 ,Bleiben oder Gehen‘ – eine pragmatische Entscheidung .... 175 7.2 Einflussfaktoren auf die ‚residenzielle Mobilität‘ ................. 180 7.3 Ortsbindung und Wohnortverantwortung ............................ 187 8 Zusammenfassung und Ausblick ............................ 195 9 Literaturverzeichnis .................................................... 209 11 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Derzeitige Tätigkeit - 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................... 29 Abbildung 2: Bildungsniveau – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................... 30 Abbildung 3: Bildungsniveau nach Verbandsgemeinden (Angaben in Prozent) ................................................................................... 31 Abbildung 4: Hohes Bildungsniveau in den Verbandsgemeinden in Abhängigkeit von der Ortsansässigkeit (Angaben in Prozent) ......... 32 Abbildung 5: Bildungsniveau nach Geschlecht – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ............................................................ 33 Abbildung 6: Bildungsniveau nach Nationalität – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ............................................................ 35 Abbildung 7: Ausbildungsbereiche – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................... 41 Abbildung 8: Ausbildungsbereiche nach Geschlecht (Angaben in Prozent) ................................................................................... 42 Abbildung 9: Ausbildungsbereiche nach Vorbildungsniveau (Angaben in Prozent) ................................................................................... 44 Abbildung 10: Wissen über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten (Angaben in Prozent) ................................................................................... 47 Abbildung 11: Unterstützung bei der Ausbildungs- und Berufswahl (Angaben in Prozent) ................................................................................... 48 Abbildung 12: Einschätzung der Berufsperspektiven in der Eifelregion (Angaben in Prozent) ............................................................... 50 Abbildung 13: Einschätzung der Berufsperspektiven in der Eifelregion nach Wissen über regionale Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten (Angaben in Prozent) .............................................. 52 Abbildung 14: Luxemburg als potenzieller Arbeitsort (Angaben in Prozent) ................................................................................... 53 Abbildung 15: Entfernungen zum Arbeitsplatz: tatsächlich und zukünftig (Angaben in Prozent) ................................................................. 54 Abbildung 16: Freizeitaktivität „Faulenzen/Chillen“ – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................... 58 12 Abbildung 17: Freizeitgestaltung mit der Familie – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................... 60 Abbildung 18: Kinderwunsch (Angaben in Prozent) .............................. 61 Abbildung 19: Zustimmung zu Selbstentfaltungswerten – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................... 63 Abbildung 20: Vertrauen in Institutionen – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ............................................................ 65 Abbildung 21: Wertedimension „Prosozialität“ (Angaben in Prozent) ................................................................................... 66 Abbildung 22: Kontrollüberzeugungen (Angaben in Prozent) ................................................................................... 68 Abbildung 23: Kontrollüberzeugungen nach Bildungsniveau (Angaben in Prozent) ................................................................................... 69 Abbildung 24: Zukunftssicht – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................... 70 Abbildung 25: Zukunftssicht nach Kontrollüberzeugungen (Angaben in Prozent) ................................................................................... 72 Abbildung 26: Freizeitaktivitäten – 2000 und 2011 im Vergleich (Antwortkategorie: „oft“; Angaben in Prozent) ....................................... 76 Abbildung 27: Zufriedenheit mit dem Freizeitangebot – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................... 84 Abbildung 28: Zufriedenheit mit dem Freizeitangebot nach Verbands- gemeinden (Antwortkategorien: „sehr zufrieden“ und „zufrieden“; Angaben in Prozent) .............................................................. 85 Abbildung 29: Mediennutzung – 2000 und 2011 im Vergleich (Antwortkategorie: „täglich/mehrmals die Woche“; Angaben in Prozent) .......................................................................................................... 89 Abbildung 30: Inhalte und Intensität der Computer- und Internetnutzung (Antwortkategorie: „täglich/mehrmals die Woche“; Angaben in Prozent) ..................................................................................... 94 Abbildung 31: Praktiken und Bedeutungsdimensionen des Fantums (Angaben in Prozent) ................................................................. 101 Abbildung 32: Besuch von Jugendeinrichtungen – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................. 107 Abbildung 33: Besuchsintensität von Jugendeinrichtungen in den einzelnen Verbandsgemeinden (Angaben in Prozent) .......................... 110 13 Abbildung 34: Wunsch nach mehr Jugendeinrichtungen differenziert nach Verbandsgemeinden (Angaben in Prozent) ........... 113 Abbildung 35: Freizeitzufriedenheit in Abhängigkeit vom Besuch von Jugendeinrichtungen (Angaben in Prozent) ................................... 115 Abbildung 36: Lebenszufriedenheit in Abhängigkeit vom Besuch von Jugendeinrichtungen (Angaben in Prozent) ................................... 116 Abbildung 37: Interesse an Politik in Abhängigkeit von „Kontrollüberzeugungen“ (Angaben in Prozent) .................................. 130 Abbildung 38: Politische Engagementformen (Angaben in Prozent) ................................................................................. 137 Abbildung 39: Ehrenamtliche Engagementbereiche (Angaben in Prozent) ................................................................................. 141 Abbildung 40: Ehrenamtshindernisse – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................ 142 Abbildung 41: Religiöse Selbsteinschätzung – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................ 157 Abbildung 42: Alltagsrelevanz des Glaubens (Angaben in Prozent) ................................................................................. 158 Abbildung 43: Glaube an Leben nach dem Tod in Abhängigkeit von der Religiosität (Angaben in Prozent) .............................................. 160 Abbildung 44: Gottesdienstbesuch – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................. 161 Abbildung 45: ‚Verdecktes’ Interesse an Religion (Angaben in Prozent) ................................................................................. 165 Abbildung 46: Bleibeorientierung – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) ................................................................................. 179 Abbildung 47: Bleibeorientierung nach Verbandsgemeinden (Angaben in Prozent) ................................................................................. 180 Abbildung 48: Bleibegründe (Angaben in Prozent)............................... 184 Abbildung 49: „Bleibeorientierung“ in Anhängigkeit von der Einschätzung der regionalen Berufsperspektiven (Angaben in Prozent) 186 Abbildung 50: Positives Image der Eifelregion (Angaben in Prozent) ................................................................................. 189 Abbildung 51: „Bleibeorientierung“ in Anhängigkeit von der heimatlichen Ortsbindung (Angaben in Prozent) .................................. 191 14 Abbildung 52: „Bleibeorientierung“ in Anhängigkeit von Eigenverantwortung für das dörfliche Gemeinwesen (Angaben in Prozent) ... 193 15 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Themenfelder der Jugendbefragung ........................................ 22 Tabelle 2: Stichprobengröße und Ausschöpfungsquote in den Jugendsurveys 2000 und 2011 nach Erhebungsregionen ........................ 24 Tabelle 3: Dimensionen der Freizeit nach sozio-demographischen Merkmalen (Antwortkategorie: „öfter“; Angaben in Prozent) .............. 79 Tabelle 4: Mitgliedschaft in freizeitlichen Gruppierungen und Vereinen – 2000 und 2011 im Vergleich (Angaben in Prozent) .............. 81 Tabelle 5: Mitgliedschaft in freizeitlichen Gruppierungen und Vereinen nach sozio-demographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ................................................................................... 82 Tabelle 6: Zufriedenheit mit dem Freizeitangebot nach soziodemographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ............................. 84 Tabelle 7: Verbesserungsvorschläge für das Freizeitangebot im Wohnort (Angaben in Prozent) ................................................................... 86 Tabelle 8: Mediennutzung nach sozio-demographischen Merkmalen (Antwortkategorie: „täglich/mehrmals die Woche“; Angaben in Prozent) ..................................................................................... 91 Tabelle 9: Sozio-demographische Struktur der Besucher von Jugendeinrichtungen (Angaben in Prozent) ........................................... 109 Tabelle 10: Interesse an Politik nach sozio-demographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ............................................................ 128 Tabelle 11: Interesse an politischen Themen nach soziodemographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ........................... 132 Tabelle 12: Interesse an lokalpolitischen Themen nach soziodemographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ........................... 135 Tabelle 13: Ehrenamtliches Engagement nach soziodemographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ........................... 140 Tabelle 14: Konfessionszugehörigkeit nach sozio-demographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ............................................................ 155 Tabelle 15: Verbundenheit mit der Kirche nach soziodemographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ........................... 163 Tabelle 16: Bleibeorientierung nach sozio-demographischen Merkmalen (Angaben in Prozent) ............................................................ 181

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Für die heutigen Jugendlichen stehen – auch in ländlichen Regionen – die Zeichen der Zeit auf Vielfalt, Veränderung und Herausforderung. Wie sie ihr Leben im Spannungsfeld zwischen dörflichen Traditionen und globalen Veränderungsprozessen meistern, haben wir in einer umfangreichen Untersuchung offengelegt. Der Tenor ist eindeutig: Die Eifel steht paradigmatisch für einen neuen, sozial-räumlich entgrenzten Raumtypus, dessen mobile und urbanisierte Lebensweise ihn zunehmend auch für Jugendliche (wieder) interessant machen. Nicht mehr die Frage der Abwanderung steht für sie im Mittelpunkt, sondern die Gestaltung des eigenen Lebens in der Heimatregion. Die Generation Y sieht auch auf dem Land für sich eine Zukunft.

Auf der Grundlage einer replikativen Surveystudie sowie begleitenden explorativen Interviews bietet der vorliegende Band einen authentischen und detaillierten Einblick in den Alltag und die Lebensplanung der Landjugendlichen in der Eifelregion. Neben den Themenfeldern Bildung, Freizeit und Medien sowie Formen sozialen und politischen Engagements runden Fragen nach Glaubens-, Wert- und Zukunftsvorstellungen ein umfassendes Jugendporträt ab.